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Ägypten - Sharm El Sheik

Die Sinai Halbinsel ist mehr als ein perfektes Urlaubsziel: Die faszinierende Landschaft (Berge, Wüste), das kristallklare Meer mit einer atemberaubenden Unterwasserwelt, die (teilweise noch unberührten) herrlichen Strände und ein durchweg angenehm warmes Klima tragen ihren Teil dazu bei. Ebenfalls äußerst angenehm: Sharm El Sheik liegt nur ca. 4,5 Flugstunden von Deutschland entfernt

Am Südzipfel des Sinais erstreckt sich Sharm El Sheik (sharm=Bucht) auf 12km Länge. Östlich davon liegt der Ras-Mohammed-Nationalpark. Das eigentliche Tourismuszentrum befindet sich etwas weiter nördlich an der Naama Bay. - Am südlichsten Punkt, wo der Golf von Suez und der Golf von Akaba zusammentreffen.

Einer der besten Tauchplätze der Welt ist das "Shark & Yolanda Reef" im Nationalpark Ras Mohamed. Nur eine kurze Bootsfahrt entfernt, befindet sich die "Strasse von Tiran", mit einer Vielzahl aufregender Tauchplätze: Schildkröten, Haien, Großfischen und Wracks. Ein paar Bootsstunden von der Küste Sharms entfernt, liegt die weltberühmte S.S. Thistlegorm aus dem 2. Weltkrieg. Einfach abtauchen und auf Entdeckungsreise gehen.

Von Sharm El Sheik gibt es eine regelmäßige Fährverbindung nach Hurghada und umgekehrt. Falls Sie zum ersten Mal in Ägypten sind, nutzen Sie doch die Fähre für einen Tagesausflug, so haben Sie die Möglichkeit, beide Tourismushochburgen während einer Reise kennen zu lernen.

Etwa eine Stunde von Sharm El Sheik entfernt, befindet das St. Katherine Kloster. Hier soll Moses, am Fuße des Berg Moses, auf den brennenden Dornenbusch gestossen sein. Das Kloster besteht aus dem 6 Jahrhundert beherbergt heute Kunstwerke aller Art. Die klostereigene Sammlung von Manuskripten ist, nach der im Vatikan, die zweitgrößte der Welt.

Unternehmungslustige kommen in Sharm El Sheik voll auf Ihre Kosten. Spielcasinos und Shows, Bars und Clubs (mit den unterschiedlichsten Musikrichtungen) oder Konzerte und Partys in der Wüste sorgen für Abwechslung und abendliche Unterhaltung.

Sharm El Sheik - Hinfahren. Erleben. Wiederkommen.


 
Ägypten – Hurghada

Hurghada (in Ägypten - arabisch “al-Ghurdaga ”) war ursprünglich ein kleines Fischerdorf. Die fantastische Lage an der Red Sea Riviera mit 20km feinstem Sandstrand, kristallklarem Wasser und unberührten Riffe mit zahlreichen Schiffswracks haben Hurghada zu einem der führenden Badeorte Ägyptens "gemacht". Das ganze Jahr über herrschen zu dem beste Wetterbedingungen (im Augenblick 34°C).

Wassersportbegeisterte kommen in Hurghada voll auf Ihre Kosten: Windsurfen, Segeln, Hochseeangeln, Tauchen oder Schnorcheln sind nur einige der Möglichkeiten.

Empfehlenswert ist eine Wüstensafari: Eine reizvolle Landschaft mit farbenfrohen Gebirgen und geheimnisvollen Canyons wartet auf ihre Entdeckung. Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Tour von einem halben Tag bis hin zu 5tägiger Dauer oder länger. Erleben können Sie die Safari entweder auf Kamelen, zu Pferde, mit Quads oder im Jeep. Meistens gehört ein Besuch der Beduinen mit zum Ausflugsprogramm: Genießen Sie mitten in der Wüste einen Tee und versuchen Sie einmal die Millionen Sterne am Himmel zu zählen. - Ein unvergessliches Erlebnis.

Für Shoppingfreunde bietet Hurghada beste Voraussetzungen: Von orientalischen Bazar bis hin zum großen Einkaufscenter. Das Handeln sollten Sie dabei auf keinen Fall vergessen. - Es gibt manches Schnäppchen zu ergattern.

Hurghada auf jeden Fall eine Reise wert!


El Gouna

Ägypten bietet mehr als überlaufene Badeorte à la Hurghada. El Gouna heißt das Luxusziel aus der Retorte, derzeit einer der schönsten ägyptischen Badeorte rund ums Rote Meer. Keine 30 km von Hurghada entfernt entstand in den vergangenen Jahren eines der kühnsten Tourismusprojekte. Der Name El Gouna, zu Deutsch "Die Lagune", trifft auf den noblen Badeort voll und ganz zu: Eine weite Bucht, deren Küstensaum mit türkisfarbenen Lagunen durchzogen ist, prägt die Landschaft. Der Hausstrand Zeytuna Beach lässt selbst Globetrotter schwärmen. Doch nichts ist hier natürlich. Der Zeytuna Strand wurde 1996 aufgeschüttet und die Lagunen wurden größtenteils von Menschenhand erschaffen. Erst die Visionen eines Großinvestors und die weithin beachteten Entwürfe des amerikanischen Stararchitekten Michael Graves, gaben El Gouna den richtigen Schliff. Michael Graves, der zuvor für den Disney-Konzern Hotels in Florida erbaute, entward das Sheraton Miramar Resort. Auf neun Inseln errichtet, spiegeln die Bauten einen spielerischen Umgang mit mediterranen und arabischen Stilelementen wider, der beispielhaft für El Gouna wurde.

Badeort vom Reißbrett
Was Hurghada vollends fehlt - ein eindeutiger Stadtkern mit einladenden Cafés, guten Restaurants und Geschäften - wurde in El Gouna ebenfalls aus dem Wüstenboden gestampft. Lebhaftes Treiben zieht jeden Tag nach Sonnenuntergang in die überschaubare "Downtown" von El Gouna ein. In El Kafre, dem eigentlichen Stadtkern, bummeln Touristen durch die Shopping-Arkaden und genießen in Bistros einen Sundowner. Ein Hafen, die Abu Tig Marina bietet Unterschlupf für Yachten unterschiedlichster Größe.

Sportliches El Gouna
Natürlich kann man sich in El Gouna auch sportlich betätigen. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht das Tauchen. Von Schnupperkursen bis hin zu einmaligen Tagesausflügen an die Riffe des Roten Meeres erstrecken sich die häufigsten Angebote. Doch auch zahlreiche Wellness-Tempel finden sich in den Hotelanlagen, die den Körper und Geist wieder auf Vordermann bringen. Selbst passionierte Golfer können in El Gouna den weißen Ball auf einem 18-Loch-Platz spielen. Wassersportarten wie Segeln, Windsurfen oder Wasserski runden das sportliche Angebot ab. So stimmungsvoll El Gouna auch ist, für Kritiker ist man hier zu sehr unter Europäern und ohne ausreichenden Bezug zum ägyptischen Land und Leben. Selbst das Feilschen um den Preis für die Mitbringsel entfällt, denn meist gibt es Festpreise.


Dahab

Sharm el-Sheikh ist nur eine Fassette des Sinai! Unweit der Touristenhochburg finden sich auch völlig andere Urlaubswelten, wie die von Dahab. Für den einen ist es der Traumurlaub und für den anderen die Hölle. An Dahab scheiden sich die Geister. Für all diejenigen, die den sterilen Katalog-Urlaub suchen, mag der Ort die schlechteste Wahl aller Ferienorte auf dem Sinai sein. Dahab ist ein sog. "hangout" - ein Ort zum abhängen - für Jugendliche! Hier lässt es sich preiswert ausspannen und man ist weit von der schönen heilen Urlaubswelt entfernt. Aussteiger und Rucksacktouristen kamen zuerst aus Israel, später aus der ganzen Welt in das ehemalige Beduinendorf. Als der Sinai wieder an die Ägypter übergeben wurde, war der Ruf Dahabs bei der weltweiten Jugend bereits etabliert. An seinem Erscheinungsbild wird zwar derzeit kräftig gefeilt und neue Hotelkomplexe sollen ein anderes Klientel in den Badeort bringen. Doch noch immer wird der Tourismus dort stark von Rucksacktouristen geprägt.

Das Traveller-Nirwana
Dahab ist genau genommen eine traumhafte Bucht mit dem Namen Ghazala Bay, die wie auf kitschigen Postkarten mit Palmen gesäumt die Sehnsüchte nach Exotik und Fremde in uns zu stillen vermag. Kenner bezeichnen sie als eine der schönsten Buchten des Sinai. Entlang des Strandes haben sich zahlreiche kleine Kaffeehäuser mit Strohdächern, billige Restaurants, preiswerte Camps und bazarähnliche Shops angesiedelt. Dementsprechend sieht auch das Leben der Aussteiger auf Zeit hier aus. Man entspannt sich auf handgewebten Teppichen in den Kaffeehäusern bei einer Schicha (legale Wasserpfeife) oder einem (illegalen) Joint. Geruhsam döst man hier während der heißen Mittagszeit zu Reggae-Musik, nachdem man am frühen Morgen mit einem Beduinenführer die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung erkundet hat. Geschlafen wird mitunter in Strohhütten in den Camps direkt am Strand, die es je nach Saison bereits für 10-15 ägyptische Pfund gibt. Mal sind sie mit Bad und eigenem WC ausgestattet, doch weitaus öfter verfügen die Camps über sanitäre Gemeinschaftsanlagen.

Überraschende Vielfalt an Unterkünften
Wie lange sich das Hippie-Leben in Dahab noch halten kann, ist fraglich. Nach Angaben der ägyptischen Behörden ist die gesamte Küste von Sharm el-Sheikh bis nach Israel (Taba) bereits zu 85% an Großinvestoren verkauft oder mit Kaufoption belegt. Die Entstehung einer ägyptischen Riveria von Sharm el-Sheikh bis nach Israel ist somit bereits beschlossene Sache. Selbst in Dahab stehen mittlerweile die ersten Außenposten der Hotellerie in Form eines Hilton Resorts, Swiss Inn Golden Beach Resorts samt Tauchbasis und eines Coralia Clubs. Erfreulich ist hierbei nur, dass die beiden Hotelanlagen keine protzigen Paläste sind, sondern sich, wie z.B. das Hilton Dahab Resort im neo-maurischen Stil, weitgehend an die Umgebung anpassen. Weitere Anlagen werden sicherlich in naher Zukunft folgen und das Erscheinungsbild hier massiv verändern.


Nuweiba

Fährt man von Dahab 70 km weiter nördlich, erreicht man das Küstenstädtchen Nuweiba, das auf eine ähnlich touristische Entwicklung wie Dahab zurückblickt. Es wirkt mittlerweile jedoch sehr viel angepasster und ist weitaus touristischer als die Hippie-Enklave, trotzdem hat sich etwas von der entspannten Atmosphäre bis heute erhalten. Zudem hat Nuweiba allen anderen Küstenstädtchen eines voraus: Es ist das optimale Sprungbrett für Erkundungen der Berg- und Oasenwelt des Sinai. Seien es Ausflüge zum Katharinenkloster, zum Coleured Canyon oder zur Oase Ain Khudra. Die beliebteste Attraktion ist jedoch der Delfin Olin, der regelmäßig in der Bucht anzutreffen ist. Um ihn herum hat sich eine kleine aber wichtige Einnahmequelle für die Einheimischen gebildet. Fischer bringen einen gegen Bakschisch (Trinkgeld) zum Delfinschwimmen hinaus und selbst das Betreten des Strandes zur Delfinfütterung ist mittlerweile nur noch gegen Gebühr möglich.

Gutes Übernachtungs- und Freizeitangebot
In Nuweiba selbst finden sich wie in Dahab zahlreiche gemütliche Kaffeehäuser, preiswerte Restaurants, einige preiswerte Camps (z.B. El-Khan) und günstige und einfache Resorts (Regina Nuweiba Resort). Zudem locken erstklassige aber preisgünstige Beachresorts wie das Hilton Coral Nuweiba, das an einem der schönsten Strandabschnitte liegt, inmitten einer für das Auge wohltuenden Grünanlage. Natürlich steht auch hier der Wassersport im Mittelpunkt. In Nuweiba können Tauchtouren u.a. im Helnan Nuweiba Resort und im La Sirene Hotel gebucht werden. Für Anfänger und Schnorchler mögen die Tauchgründe in der Nähe als ausreichend einzustufen sein, erfahrene Tauchsportler werden wohl eher entäuscht sein. Eine Tour der besonderen Art ist auch das Länderhopping, was ab dem Hafen von Nuweiba möglich ist. Von hier verkehrt nämlich eine Bootsfähre nach Aqaba (Jordanien).

Ansonsten ist das Touristenleben in Nuweiba sehr geruhsam. Tagsüber faulenzt man am Pool, am Strand oder man lümmelt sich mit einer Tasse Tee und einer guten Urlaubslektüre auf einen Flickenteppich im Kaffeehaus. Am Abend bummelt man am Strand entlang, labt sich am fangfrischen Fisch (Catch of the day), den die meisten Restaurants servieren oder man lässt sich nach der Hitze des Tages bei einem Schlummertrunk die erfrischende Meeresbrise um die Nase wehen. (Dominik Peter)
Insider-Tipps
* Katharinenkloster: Wo einst Gott aus einem brennenden Dornbusch mit Moses sprach, ist heute das berühmteste Kloster der Christenheit. Die nach dem Vatikan größte Ikonensammlung der Welt entschädigt für die stark eingeschränkten Besuchszeiten.

* Coloured Canyon & Ain el-Furtaga: Über Jahrmillionen hat das Wasser aus dem Sandstein einen Canyon erschaffen, der es mit den berühmten Canyons in den USA ohne weiteres aufnehmen kann. Zwar erwartet den Touristen eine elende Kletterei, doch man wird belohnt mit der Aussicht auf wunderbare Steinformationen in allen Rot- und Brauntönen. Tipp: Bei der Anfahrt zum Coloured Canyon passiert man die zweitgrößte Oase des Sinai, die "Ain el-Furtaga". Ein schöner Platz mit Palmenhain und Gärten!



Sharm el-Sheikh

Schon längst hat Sharm el-Sheikh dem einstigen Vorzeige-Badeort Hurghada in Ägypten den Rang abgelaufen. Shopping-Arkaden, Straßencafés und Fischrestaurants vermitteln südeuropäisches Flair. Mit einer Infrastruktur, die ihresgleichen im Land der Pharaonen sucht, ist Sharm el-Sheikh das Tor zum östlichen Sinai. Mit den aufstrebenden Badeorten Dahab, Nuweiba, Taba und Eilat (Israel) verfügt die Region über eine bunte Auswahl an hochinteressanten Badedestinationen mit Sonnenscheingarantie.

Der schönste Badeort Ägyptens
Zahllose Resorts, Tauchbasen und Tourenanbieter sind zwar prägend für den Ort, den einst die Israelis gegründet haben. Doch den eigentlichen Charme erhält die Touristenhochburg durch die Fußgängerzone, die Shopping-Arkaden und die Strandpromenade. Mögen die Hoteliers früher über die strikten Bauauflagen gemurrt haben, heute zahlen sie sich aus. Die Hotels wurden in der Na`ama Bay, dem eigentlichen touristischen Kern von Sharm el-Sheikh, in die zweite Reihe verbannt. Lediglich Strandbuden, Cafés und Restaurants säumen die dortige Beach. Wer die sonstigen Bausünden am Roten Meer und am Mittelmeer kennt, mag sich daran erfreuen, dass selbst vom Strand ein unverbauter Blick auf die imposante Bergkette des Sinaimassivs möglich ist.

Überraschende Vielfalt an Unterkünften
Von preiswerten Bungalowanlagen bis hin zum Luxushaus findet sich hier alles. Besonders auffällig: Nahezu jede internationale Hotelkette hat mindestens eine Anlage in Sharm el-Sheikh! Während die Zahl der Hotels und der Touristen beständig zunimmt, sinkt der Anteil der Tauchtouristen. Einst der Hauptanziehungspunkt der meisten Urlauber auf dem Sinai, hat sich die Bilanz in Sharm längst verschoben. Aber noch ist der Tauchsport tonangebend. Eine Fülle an Tauchschulen haben sich etabliert und bieten Padi-Kurse und Tauchfahrten zu erstaunlich günstigen Preisen an. (Dominik Peter)
Insidertipps
* Ras um el-Sid: Die Sehenswürdigkeiten von Sharm el-Sheikh sind die Tauch- und Schnorchelspots. Das für seine Fächerkorallen berühmte Riff liegt an der Spitze der Halbinsel und ist mittlerweile Nationalpark und Vorzeigestück der ägyptischen Umweltpolitik. Auch für Schnorchler geeignet!

* Mangrovenwälder im Wadi Nabq Nationalpark: Entlang der Strecke von Sharm el-Sheikh nach Dahab passiert man den Abzweig zu dem erst 1992 eingerichteten Natioinalpark Wadi Nabq. Über 600 Quadratkilometer erstreckt sich das Wüstenareal, das über einen 4 km langen Mangrovenwald verfügt. Ferner ist der Nationalpark Heimat vieler Tierarten!



Gambia

Gambia: Kilometerlange, weiße Sandstrände, nette Hotels, exotische Märkte, magische Riten, Camp-Romantik und preisgünstige Pauschalarrangements verführen viele Afrika-Reisende zum bequemen Badeurlaub im kleinsten Staat Afrikas, der vom River, dem Meer und den Touristen lebt. Heute noch ist der Gambia River die Hauptschlagader des Landes. Fischer in ihren bunten Pagodenbooten gehören noch ebenso zum Tagesbild wie laut lachende Wäscherinnen und spielende Kinder an den Flussufern. Außerdem dient der Fluss natürlich als Transportweg für alle möglichen Waren. Wer den Zauber um den Fluss ohne viel Strapazen erleben möchte, sollte sich einer der organisierten Touren anschließen. Neben den von Reiseveranstaltern durchgeführten Besichtigungstouren gibt es auch eine Menge Angebote aus privater Hand, die allerdings mit Vorsicht zu genießen sind, da die Veranstalter in der Regel keine ausreichende Versicherung haben.

Auf den Spuren afrikanischer Geschichte
Wer an Afrika denkt, dem fallen Elefanten, Gazellen, Nashörner und Löwen ein. Aber bei Touren durch das Landesinnere von Gambia wird man mit etwas Glück höchstens Pelikane, Krodkodile, Antilopen, Nilpferde und Affen erleben. Auch zahlreiche Vogelarten begegnen einem, dafür ist das Land sogar bei den Ornitologen bekannt. Großwild á la Ostafrika gibt es lediglich noch im Zoo oder zum Beispiel im „Parc National du Niokolo Koba“ (Senegal). Dennoch ist das Land nicht arm an Sehenswertem, das bleibende Eindrücke hinterlässt. Zahlreiche Mythen und Rituale werden selbst noch heute gepflegt, und bestimmte Dorfgemeinschaften sind sogar bereit darüber Auskunft zu geben. Dabei sollte das Dorf Juffureh auf der Hitliste ganz oben stehen, welches durch den Roman „Roots“ von Alex Haley weltbekannt wurde. Die Geburtsstätte des Romanhelden Kunta Kinte ist ebenso zu besichtigen, wie ein Gespräch mit den letzten Nachfahren möglich ist. Das romantische Dorf besteht aus zahlreichen Compounds (der Begriff Compound bezeichnet meist das Haus oder die Hütte mit Feuerstelle und Ackerland). In seiner direkten Umgebung haben die Dorfeinwohner zudem einen Markt, auf dem sich mit etwas mehr Ruhe und Gelassenheit zum Beispiel die begehrten Holzschnitzereien erstehen lassen. Fazit: Mit dem Roman im Handgepäck erleben Sie die Urlaubslektüre hautnah vor Ort, quasi auf den Spuren der afrikanischen Sklavengeschichte. Unbedingt ein Muss ist das Dorf Juffureh. Hier können Sie tolle Urlaubsfotos schießen und Einblick in die gambische Geschichte und traditionelle Lebensweise erhalten.

Tour entlang des Gambia River: Fischerdorf & Flussromantik
Eine der besten Touren ist entlang des Gambia River. Hier erlebt man Gambia hautnah: Mangrovensümpfe und mit etwas Glück wildlebende Krokodile. Einen Besuch, am besten zum Mittagessen, sollte man unbedingt der Bintang Bolong Lodge und deren „venezianischer“ Restaurantterasse abstatten. Die Lodge ist für einen Robinson Crusoe Urlaub optimal. Die Zimmer und Bungalows sind auf Stelzen in den Fluss und Mangrovenwald hineingebaut. Die Tour kann entweder selbst per Mietwagen oder per geführter Tour unternommen werden. Ein weiterer heißer Tipp ist eine Tour in den Süden von Senegal. Entlang der Strecke erleben Sie die Natur Senegambias hautnah. Sie können einen kurzen Erfrischungs-Stopp in Abuko einlegen. Hier finden Sie einen der exotischen Märkte, für den die Bevölkerung mehrere Stunden Fußmarsch in Kauf nimmt. Unweit von Abuko findet zudem der Ziegenmarkt statt. Hier wechseln die Ziegen nach langwierigen Diskussionen und eingehender Prüfung ihre Besitzer. Auf dem letzten Teil der Strecke passiert man die für Gambia so typischen Reisfelder, und je weiter sie in den Senegal kommen, wechseln Obstplantagen mit den typischen Compounds ab, aus denen sie lachende und schreiende Kinder schon von weitem mit ohrenbetäubendem Lärm grüßen. Unweit der kleinen Provinzgemeinde Kafountine bietet sich ein Besuch des Hotels „Le Karone“ an. Von hier geht's per Einbaumboot zum geheimnisvollen Dorf Kailo, wo heute noch rituelle Opfergaben dargebracht werden. Leider sind hier selbst Beschneidungen von Mädchen im Alter von sieben Jahren noch an der Tagesordnung. Mittagessen sollten sie im romantischen Hotel Le Karone einnehmen, welches an einem herrlich weiten und langen Strand liegt, der meist von zahmen Pelikanen bevölkert wird. Fazit: Ein anstrengender Ausflug der jedoch wegen der zahlreichen fremdartigen Eindrücke über Land und Leute mehr als empfehlenswert ist. (Dominik Peter)
Insidertipps
*Abuko Nature Reserve: Hier finden Sie Gambias Wildlife. Der Park ist der wichtigste des Landes. Inmitten der typischen Savannenlandschaft und Galeriewald finden Sie Gelegenheit zur Naturbeobachtungen: Hyänen, Antilopen und Affen. Postiv: Nur 20 Kilometer von Serekunda aus entfernt.
*Wrestling Nationalsport in Gambia: Im Unterschied zur europäischen Variante sind in Gambia alle Griffe und Schläge erlaubt. Weithin beachtete Veranstaltungen finden regelmäßig in Serekunda (Bakoteh) statt.
*Bijilo Forest Park: Hier erleben Sie ganze Affenherden in ihrer Umwelt. Der Park wurde durch ein deutsches Projekt ins Leben gerufen. Zu Fuß sehr gut zu erreichen. Liegt direkter hinter der Time Sharing-Anlage Kololi Beach Club. Tipp: Kaufen Sie am Eingang für wenige Dalasi Erdnüsse, zum füttern der Affen. Sehr gut für Kinder geeignet.
*Stone Circles: Wird als ungelöstes Rätsel Gambias bezeichnet. Aber Archäologen fanden heraus, dass es sich um Königs- und Häuptlingsgräber handelt. Besuchen Sie die heiligen Steinkreise bei Wassu. Deren Errichtung wird auf zirka 750 n. Chr. datiert.
*Albert Markt: Hier wimmelt es vor Menschen und Waren. Bester Fotoshooting-Platz in Gambia. Besuchen Sie den Markt freitags, denn am traditionellen Feiertag ist hier am meisten los.

Klima/Reisezeit: Beste Reisezeit ist von November bis April. Das Klima ist tropisch und die Temperaturen liegen ganzjährig zwischen 25 und 30 Grad.
Verkehrsmittel: Busse sind das Hauptverkehrsmittel. Sie sind preiswert und relativ sicher. Am bequemsten sind die Amdalaye Busse, die neben den Bussen der Gambia Punlic Transport Corporation verkehren. Fahrpläne gibt es nicht, daher muss man sich an der Bushaltestelle erkundigen. Alternativ stehen Taxis zur Verfügung, die sich auch für eigene Touren empfehlen. Vorher jedoch den Preis aushandeln.


Kap Verde - in nur 6 Stunden im Paradies!

Kap Verde (port.: Cabo Verde, geogr. Kapverden, Kapverdische Inseln) liegt südlich der kanarischen Inseln und ist in nur 6 Flugstunden erreichbar. Der Archipel hat eine Fläche von 4033 km². Die Hauptstadt der kleinen Inselrepublik ist Praia mit gut 100.000 Einwohnern.

Touristisches Zentrum der Kapverden ist die Insel Sal: 330 Sonnentage im Jahr und ein angenehmes Klima mit einem konstanten Nordpassat bis zu Windstärke 6 bilden die Grundlage für einen erholsamen Aufenthalt. Kilometerlange, weiße Sandstrände laden zum Sonnenbaden ein. Das warme, kristallklare Wasser mit schwachem Wellengang und eine reichhaltige Unterwasserflora- und fauna bieten ideale Voraussetzungen zum Baden und Tauchen. Auch Windsurfer und Hochseefischer finden auf Sal das perfekte Revier zum Ausüben ihres Sports.

Sal macht Wüste erlebbar: Luftspiegelungen, Sand, Staub, Steine und eine gewisse Leere eingeschlossen vom türkisfarbenen bis tiefblauen Atlantik, dessen ständige Wellen an den Strand spülen. Ein Urlaubserlebnis der besonderen Art also, für Wassersportler und Erholungssuchende gleichermaßen.

Erleben Sie Kap Verde - eine einmalige Urlaubsregion, die anders ist als alle anderen...


Kenia - Ostküste Afrika

Ostafrika - Die Wiege der Menschheit - reizvolle Landschaften, wilde Tiere und Traumstrände: Kenia bietet wirklich alles, was das Urlauberherz begehrt. Die Südküste erstreckt sich von Mombasa bis Mwabungu. Die bekanntesten Strände im Süden sind Tiwi, Diani und Galu Beach. Der indische Ozean bietet zahlreiche Möglichkeiten und Tierfreunde und Schnorchler sollten unbedingt einmal mit einem Glasbodenboot bis zum Riff rausfahren. Dort erwartet Sie die vielfältige Tierwelt des Meeres: Seeschlangen, teilweise handzahme Zebrafische (Brot mitnehmen), Seeigel, Seespinnen, uvm.

Feinschmecker und Mutige kommen in den großen Krokodilfarmen auf Ihre Kosten: Beobachten Sie die eindrucksvollen Tiere und probieren Sie ihr Fleisch. - Kenner behaupten es schmecke wie Hühnchen.

Eine Safari gehört während eines Kenia-Urlaubs zum Pflichtprogramm und garantiert unvergessliche Erinnerungen. Der Tsavo-Nationalpark (besonders Tsavo-Ost) bietet hierfür eine atemberaubende Kulisse. Buchen Sie mindestens 2 Tage, so haben Sie die Möglichkeit bei einer abendlichen und einer morgendlichen Pirschfahrt viele der Tierarten zu entdecken. Die Übernachtung auf einer Safari-Lodge, oder im Zeltcamp, bietet Ihnen zusätzlich ein ganz besonderes, naturnahes Erlebnis...

Kenias Nordküste erstreckt sich über 55km von Mombasa bis nach Kilifi und bietet erstklassige Hotels, sowie zahlreiche Unterhaltungs- und Kulturangebote.

Besuchen Sie bespielsweise die Jumba Ruins bei Kikambala und tauchen Sie ein in eine längst vergangene Zeit: Riesige, schattenspendende Baobab-Bäume scheinen die Überreste einer ehemals reichen arabischen Siedlung beinahe zu beschützen. Die Stille und Beschaulichkeit dieses Ortes wird nur unterbrochen, wenn die Fischer vom Meer zurückkehren und ihre Fänge am Strand ausbreiten.

Ein weiteres Highlight an der Nordküste ist der Bamburi Quarry Nature Trail: Auf dem Gelände einer ehemaligen Zementfabrik hat der schweizer Tropenagronom René Haller ein wahres Wunder vollbracht. Eine gelungene Renaturierung, angefangen bei Casuarina-Bäumen aus Australien, danach kamen zahlreiche Tierarten hinzu, die sich alle gegenseitig im Gleichgewicht halten. Bewundern Sie dieses fantastische Biotop und besuchen Sie den kleinen Reptilienzoo. - Vielleicht können Sie dort hautnah in Kontakt mit einer Python kommen...lassen Sie sich überraschen...

Wir können Ihnen hier nur einen kleinen Einblick in die Vielfalt Kenias geben. Besuchen Sie selbst die "Wiege der Menschheit" und gehen Sie auf Entdeckungstour...

Kwa heri Kenia! - Auf Wiedersehen in Kenia!


Mauritius

Die fast vollständig von Korallenriffen umgebene "Perle im Indischen Ozean" lädt ein zu einem Urlaub der Superlative, denn die Mischung macht's. Auf der einen Seite die traumhaft weißen Strände und Lagunen, auf der anderen Seite die vulkanischen Bergketten und tropischen Urwälder. Ein Farbenfrohes Paradies, das einen schon beim Anflug in den Bann zieht. Fakten: Die Insel wurde 1507 vom portugiesischen Seefahrer Dom Pedro Mascarenhas entdeckt. Die Hauptstadt ist Port Louis, die Währung Mauritius Rupie.

Lust auf Delfine?
An der Küste Tamarin und Flic-en-Flac leben zwei Delfinarten in freier Natur. Das Schwimmen mit ihnen ist ein unvergessliches Highlight. Allein die Bootsfahrt vorbei an weißen Sandstränden mit Blick auf das saftig grüne Hinterland ist die Tour wert. Anbieter: Doleswim Ltd., Abfahrt am Bootssteg des Island Sports Club in Rivière Noire.

Lust auf Baden?
Rund um die Insel ziehen sich schneeweiße Sandstrände und ein Korallenriff, das ungetrübte Badefreuden garantiert. Am Grand Baie im Nordwesten und Flic-en-Flac an der Westküste sorgen Restaurants, Geschäfte und jede Menge Unterhaltungsprogramm für Abwechslung. Familien mit Kindern zieht es wegen dem flach abfallenden Wasser zum Treou-aux-Biches. Pointe-auch-Piments nebenan gilt gemeinhin als ruhig.

Lust auf Ausflüge?
Eine Bootstour zur Ile aux Cerfs ("Insel der Hirsche") vor der Ostküste für das "Robinson-Crusoe-Feeling" empfehlenswert (keine Hotels). Wandern im Black River Georges Nationalpark mit ausgeschilderten Routen oder durch den La Vanille Krokodil Park schlendern, vorbei an Schildkröten. Ein Tipp auch der Botanische Garten Jardin des Pampelmousses mit einer einmalig vielfältigen Pflanzenwelt. Außerdem nicht verpassen: Einkaufsbummel durch die Inselhauptstadt Port Lous!


Namibia

Das südwestliche Afrika zähmt jeden Touristen. Wüsten mit den höchsten Dünen der Welt, atemberaubende Canyons, grandiose Wildreservate, einzigartige Pflanzen, dazu viel deutsche Geschichte auf Schritt und Tritt.

Unterwegs in der Namib
„Immer zwei Schritte nach vorne schauen und einen nach unten,” erläutert Hilmar Tonnemacher erfahrener Reiseleiter aus Swakopmund ganz nebenbei die kleinen Feinheiten, auf die man in der Namib achten sollte. Es will mir so gar nicht gelingen, mich auf die großen Kulissen und kleinen Requisiten dieser grandiosen Szenerie zu konzentrieren, und mein Abenteurergeist ist an diesem Morgen gegen 9 Uhr bereits auf dem Nullpunkt. Um mich her diese roten Art-Deko-Sandhügel, die größten der Welt in der ältesten Wüste auf diesem Planeten mit ihren messerscharf geschnittenen Dünenkämmen. Keine 50 Meter entfernt frisst eine Oryx-Antilope gleichmütig die Narra-Früchte, das Manna der Wüste, schaut gelegentlich zu uns rüber, frisst weiter. Und ich schaue einmal mehr suchend über den Sand vor mir, der immer steiler werdend bergauf führt. Denn kleine Sandvipern können dicht unter der Wüstendecke verborgen liegen, nur das Schwanzende ragt dann wie ein Grashalm hervor. Diese Schwanzspitze sondert ein Sekret ab, das Ameisen anlockt. Die wiederum locken kleine Eidechsen auf der Futtersuche an, und auf die hat es die kleine Giftschlange heimtückisch abgesehen ... Wie kann die Natur bei 50 Grad Celsius im Schatten (nur: wo ist hier Schatten?) so kompliziert sein?

Der Dünenkamm ist erklommen,
das Marschziel ist erreicht. Vor uns in der Senke liegt das Dead Vlei mit seiner Mondlandschaft. “Seit über 400 Jahren hat es hier keinen Tropfen mehr geregnet”, erläutert Hilmar und öffnet eine Wasserdose. Schwarz ragen Baumreste, ein versteinerter lichter Wald aus dem Sand. Der Wind legte irgendwann eine hohe Düne quer zum Tsauchab River, der in regenreichen Jahren Wasser führt. Seither endet er im Sossusvlei, einer Senke, eingebettet in bis zu 300 m hohe Dünen. Nach einer kurzen Rast in einer Stille und Reinheit, wie sie nur die Wüste erleben lässt, machen wir uns zurück zum Land Rover auf. Beim Überklimmen des zweiten Dünenkamms komme ich ins Rutschen, stütze mich im Sand ab und bin sehr schnell wieder auf den Beinen, denn der Sand ist Herdplatten-heiß! Etwas weiter am Tsauchab entlang, zum Ausgang des Namib-Naukluft-Parks hin liegt der Sesriem Canyon, Ses = 6 und Riem = Riehmen. Sechs Riehmen mussten vom Führer eines Eselskarren an einen Eimer gebunden werden, um vom oberen Rand aus Wasser schöpfen zu können. 30 Meter tief hat das Wasser sich eine enge Schlucht in den Boden der Wüste geschnitten. Sie liegt zumeist im Schatten und birgt daher permanent das lebenswichtige Nass.

Glatteis in der Wüste
Am nächsten Tag auf dem langen Weg nach Swakopmund steht ein anderer Land Rover am Pistenrand. Da haben wohl ein paar Kolbenringe den Geist aufgegeben. Hilmar verbindet die beiden Jeeps kurzerhand mit seinem Abschleppseil und zieht den Havaristen zur nächsten Werkstatt, die zum Glück nur knapp zehn Kilometer entfernt liegt. In diesem Land ist jeder auf jeden angewiesen, Hilfsbereitschaft selbstverständlich. “Bei Pannen immer beim Auto bleiben, niemals alleine loslaufen. In den Schatten legen, möglichst nicht bewegen und niemals pinkeln! Der Körper braucht jeden Tropfen Flüssigkeit in der Wüste,” referiert Hilmar über das richtige Verhalten bei Autopannen. Und die gibt es reichlich. Insbesondere deutsche Autofahrer neigen zu überhöhtem Tempo, Ursache vieler (vermeidbarer) Unfälle in Namibia. In Ortschaften sind 60 km/h, auf Asphaltstraßen 120 km/h außerorts und auf den Schotterpisten noch flotte 100 km/h gestattet, dringend empfohlen werden aber maximal 70 km/h. Denn die breiten hügelauf, hügelab geradeaus laufenden Pisten verleiten zu schnellerem Fahren und die unendlichen Weiten lullen ein. Aber wer einmal auf den Querrillen ins Tanzen gekommen ist, weiß was Glatteis in der Wüste ist!

Man spricht deutsch
Am frühen Nachmittag haben wir die Wüste durchquert und Swakopmund erreicht, eine Oase, ein Kleinod am Atlantik, das vom ewigen Wettstreit zwischen dem Höllenschlund der Wüste und dem eiskalten Benguelastrom im Atlantik klimatisch profitiert. Es ist meist angenehm kühl, eine frische Brise weht vom Meer, denn die Konfrontation der beiden Gegner Wüste und Meer sorgt dauernd für Nebel - mal über dem Ozean, mal spendet er der Wüste das lebenswichtige Nass. Aber Swakopmund hat fast immer Sonne! Ein Abendspaziergang am Strand und vorbei am Leuchtturm, und dann frisch gebratener Kabeljau im Restaurant des Hansa-Hotels, dessen Küchenchef hier ausdrücklich erwähnt und gelobt sein soll. Es hat alles etwas von guter deutscher Sommerfrische, zumal die jungen Kellnerinnen Friederika und Lavinia deutsch sprechen, obgleich es tiefschwarze Damara-Mädchen sind. Dieses Swakopmund strahlt noch viel von seiner deutsch-kolonialen Vergangenheit aus. Es wirkt heiter und entspannt, friedlich und leicht verschlafen . (Michael Schläbitz )
Insidertipps
Camping: Insbesondere in den Naturschutzgebieten gibt es gute Campingplätze, viele Pkw-Verleiher verleihen gleichzeitig Campingausstattungen.
Unterkünfte: Hotels und Lodges bis zu 4 Sterne, mit T im Wappen immer gute Qualität, Gästefarmen, Guest Houses und Pensionen, bed & breakfast, Namibia bietet eine breite Palette von Unterkünften in gutem bis hohen Standard.
Nebenkosten: Die Essenpreise in den Restaurants sind deutlich günstiger als Deutschland.
Reise-Planung & Tipps: Die günstigsten klimatischen Bedingungen bietet Namibia im Frühjahr, Herbst und Winter. Meiden sollte man die dortigen Sommermonate Dezember bis in den Februar, dann können die Temperaturen in Namib und Kalahari auch für den gesunden Organismus zu einer Strapaze werden. Wenn Sie selbst Auto fahren, haben Sie bei mäßigen Temperaturen einfach mehr von der Reise. Überlegen Sie genau, was Sie unternehmen wollen und sich selbst zumuten können. Viele mieten ein hochbeiniges Allradfahrzeug, ohne sich mit dem Fahrverhalten jemals selbst unter Großstadtverhältnissen vertraut gemacht zu haben! Derart schlecht vorbereitet endete schon manche Fahrt beizeiten im Graben.
Zum Badeurlaub allerdings sind Namibias weit über tausend Kilometer lange Traumstrände kaum geeignet. Kalte Meeresströmungen sorgen für wenig einladende Wassertemperaturen. Dafür entschädigen die Küstenstädte Lüderitz und Swakopmund mit architektonischen Sehenswürdigkeiten, vielfach im Jugendstil, aus der deutschen “Gründerzeit” um die Jahrhundertwende, und so manches gute und preiswerte Restaurant. Auch dort spricht man unter anderem Deutsch.


Seychellen - Wahrgewordene Inselträume

Die Seychellen, das sind 115 Inseln im Indischen Ozean. Den Hauptteil bilden 32 Gebirgsinseln (hauptsächlich Granitstein) hinzu kommen zahlreiche kleine Koralleninseln, die sogenannten Outer Islands, die auf einer Meeresfläche von über 400.000 km² verteilt liegen. Die Inseln um Mahé mit Praslin und La Digue gehören zu den touristisch am stärksten erschlossenen Inseln. Die Temperatur schwankt ganzjährig zwischen angenehmen 24 °C und 30 °C.

Unzählige Traumstrände, herrliche Granitfelsen und türkis-blaues Wasser erschaffen eine märchenhaft schöne Kulisse für einen erholsamen Urlaub. Naturliebhaber finden auf den Seychelleninseln eine abwechslungsreiche Landschaft, die vom Bergnebelwald über Mangrovengebiete bis hin zu verwitterten, kahlen Felsformationen vor. Es gibt also viel zu entdecken und zu erforschen...
Das kristallklare Wasser und der Indische Ozean mit seiner vielfältigen, farbenprächtigen Tier- und Pflanzenwelt laden zum Schnorcheln ein. Lassen Sie sich verzaubern...

Die Strände der Seychellen zählen zu den schönsten der Welt: Weißer "Puderzucker-Sand" eingeschlossen von sattgrünen Palmenreihen und Granitfelsen auf der einen Seite und dem wundervollen Ozean auf der anderen Seite verführen zum Träumen. Überlaufene Strände sind hier nicht zu finden. Einfach die "Seele baumeln lassen" und der "Welt entfliehen"...
Die Seychellen - ein greifbares Paradies - träumen Sie nicht länger, werden Sie ein Teil davon...


Indien

Die Götter sollen Delhi erbaut haben, so steht es als hinduistischer Mythos Mahabharta niedergeschrieben. Aus heutiger Sicht ist die Hauptstadt Indiens alles andere als göttlich. Die Megastadt präsentiert sich als Moloch. Millionen Menschen leben hier, viele davon vegetieren als Landflüchtige auf den Straßen. Aber nicht nur das Elend, sondern auch die Smogglocke über der Stadt sind nichts für zarte mitteleuropäische Seelen. Gerade der Verkehr trägt stark zur Luftverschmutzung bei. Er ist nicht nur laut, sondern auch lebensgefährlich. Als wir eine der großen Straßen am Haupt-Basar überqueren, müssen wir auf halber Strecke umkehren, um einer neuen Welle Fahrzeuge zu entkommen. Mit dem Scouter, einem Motorrikscha, erscheint es uns sicherer als zu Fuß die Stadt zu erkunden. Weit gefehlt! In halsbrecherischer Fahrt knattert der Fahrer los. Bremsen scheint nicht zu einer indischen Tugend zu gehören, und so entgehen wir oft nur durch ein geschicktes Manöver dem Zusammenstoß mit stärkeren Verkehrsteilnehmern. Auf die Hupe drücken, sich mit uns unterhalten und gleichzeitig dem Gegenverkehr auszuweichen ist bei dem Fahrer einerlei. Ich schließe für den Rest der Fahrt die Augen und begnüge mich damit, Gebete an alle hinduistischen Schutzgötter zu schicken.

Delhis Kontraste
Im Grunde genommen ist die Stadt eigentlich der Horror, wenn da nicht einige Sehenswürdigkeiten wären. Da ist z.B. das 1565 fertig gestellte Mausoleum für den Mogul-Kaiser Humayun. Der hohe Kuppelbau mit den Torbögen ist in rot-weißem Stein gehalten. In der Nähe liegt das weitläufige Regierungsviertel aus der britischen Kolonialzeit. Am Ende der Prachtstraße befindet sich das India Gate, ein Gedenkmonument für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges. Als große Sehenswürdigkeit gelten noch das Rote Fort und die Moschee Jani Masjid, beide in Alt-Delhi. Das Rote Fort ist ein ehmaliger Maharaja-Sitz und besteht aus mehreren Palästen, die allerdings nicht alle besichtigt werden können.

Pink City
Nach einer eher kurz gehaltenen Visite in der Hauptstadt liegt 300 km südwestlich das Ziel Jaipur, auch Pink City genannt. Rosa ist die Begrüßungsfarbe in dem Bundestaat Rajasthan, und so wurde 1876 die ganze Stadt für den Besuch Prinz Alberts, dem späteren König Englands, angestrichen. Auch heute noch hat sich diese Tradition gehalten, und man sieht in der Altstadt heilige Kühe vor rosa Häusern. Gleich am Rande der Altstadt liegt der Palast der Winde, das Wahrzeichen Jaipurs. Eigentlich ist das Hawa Mahal eine Fassade, hinter der die Frauen des Maharajas Ausblick auf die Straße genossen. Von hier sieht man den Palast des heutigen Maharajas. Die riesige Anlage ist teilweise zu besichtigen und beherbergt mehrere Museen.

Jaipur: Maharajas und Edelsteine
„Sightseeing, very cheap!“ spricht uns ein Rikscha-Fahrer an. Nach unseren Erfahrungen in Delhi lehnen wir dankend ab und lassen uns im komfortablen Touristenbus nach Amber kutschieren. Amber ist der alte Sitz des Maharajas und liegt 30 km außerhalb der Stadt. Rund um Jaipur werden noch viele Arbeitselefanten eingesetzt und stellen eine Attraktion der Stadt dar. Was ist schon ein Indienurlaub ohne diese Dickhäuter? Im Innern lassen Marmor, Gold und kunstvolle Verzierungen den Prunk vergangener Tage erahnen. Jaipur ist nicht nur jahrhunderte alter Maharaja-Sitz, sondern auch Zentrum der indischen Juweliere und Goldschmiede. Schmuck sollte man aber nur in seriösen Geschäften kaufen und nicht an Straßenständen. Hier werden für viel Geld Glassteine als Smaragde oder Saphire verkauft. Von Jaipur geht es per Bahn weiter nach Agra. Überfüllte Zugabteile sind ein Synonym für die Überbevölkerung des Subkontinents.

Der Zauber des Taj Mahals
Derart düstere Gedanken verschwinden schnell beim Anblick des Taj Mahals in Agra, der dritten und letzten Stadt des Goldenen Dreiecks. Das Gebäude ist mit Sicherheit das berühmteste Indiens. Nach 22 Jahren Bauzeit durch insgesamt 20.000 Arbeiter wurde das Mausoleum für die Lieblingsfrau von Shah Jahan fertig gestellt. Mit den vier Türmen um den Kuppelbau herum sieht die Grabstätte wie ein Märchenschloss aus tausend und einer Nacht aus. Der weiße Marmorbau passt sich stilvoll in eine Gartenanlage an, in deren Seen sich das Taj Mahal spiegelt. Früh morgens kommen nur wenig Besucher hierher, und man hat die Gelegenheit, Eisvögel an den Teichen zu sehen. Abends ist der Touristenandrang dagegen sehr groß. Die riesige Staatsverschuldung für den Bau veranlasste den Sturz des Herrschers. Ausgerechnet der eigene Sohn ließ Shah Jahan im Roten Fort, der größten Festungsanlage in Agra, für den Rest seines Lebens einsperren. Ironie des Schicksals: Er hatte von dort einen super Blick auf das Taj Mahal! (Jens Lührs)
Insidertipps
Reisezeit: Mildes Klima herrscht in Indien von Oktober bis Februar und bietet sich optimal zum Reisen an. Die Sommermonate von März bis Mai sind extrem heiß und sollten als Reisezeit genauso gemieden werden, wie die Monsunregenzeit von Juni bis September.
Gesundheit: Malaria-Prophylaxe ist sehr wichtig. Indien zählt zur Kategorie B. Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung sollten in Deutschland Standard sein und empfehlen sich für Indien noch mehr. Je nach Reiseart kann eine Impfung gegen Typhus oder Hepatitis A notwendig sein.
Verkehrsmittel: Koloniales Erbe sind die vielen Eisenbahnstrecken, mit denen man oft auch kleinere Städte erreicht. Es empfiehlt sich ein bis zwei Tage im Voraus die Tickets zu kaufen, da die Züge oft ausgebucht sind. Bei allen Fahrten sollte man gegen einen recht geringen Aufpreis erste Klasse fahren, denn die zweite oder dritte Klasse ist meist total mit Menschen und Tieren überfüllt, dass es sehr unangenehm werden kann. Auf Kurzstrecken ist die „Holzklasse“ allerdings ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Überlandbusse sind keine gute Alternative zur Bahn. Zu oft liest man von Unfällen wegen Übermüdung oder Unachtsamkeit. In den Städten bieten sich Taxen und Motorrikschas zur Fortbewegung an.
Kulinarisches: Die indische Küche ist so reichhaltig, dass es den Rahmen sprengen würde die leckersten Gerichte aufzuzählen. Niemand sollte sich aber das vegetarische Thali oder die fleischhaltigen Gerichte Tandoori und den Hackfleischspieß Kofta entgehen lassen. Dazu wird oft Gemüse und das Fladenbrot Nan gereicht. Gehobene Restaurants gibt es nur in größeren Städten oder besseren Hotels, aber einfache Imbissstuben existieren in jeder kleineren Stadt. Straßenstände sollten aus hygienischen Gründen vermieden werden. Softdrinks und Tee gibt es ebenfalls in jedem Restaurant.


Malediven

Weißer Strand, türkisfarbenes Wasser, Palmen und Ruhe - auf den Malediven kann man "paradiesisch" Urlaub machen! Auch der Traum von der "einsamen Insel" kann dort in Erfüllung gehen - immerhin gibt es hier ca 1.200, von denen nur 200 bewohnt sind. Doch preisbewusste Reisende seien gewarnt - die Malediven sind ein teures Ziel. Das liegt vor allem auch an den Nebenkosten - in den Inselhotels werden die isolierte Lage und der Mangel an Konkurrenz weidlich ausgenutzt. Für ein Bier sind fünf, für eine Flasche Wein mühelos 30 Euro und mehr zu veranschlagen. Zur Entschädigung gibt's einige der schönsten Strände der Welt!

Inselhopping: Von superteuer bis günstig
Etwa auf Vabbinfaru (Banyan Tree) im Zentrum des Nord-Male-Atolls, wo sich eines der teuersten Hotels der ganzen Inselgruppe niedergelassen hat. Etwas günstiger ist Medhufushi im östlichen Meemu-Atoll, ebenfalls gesegnet mit schlichtweg paradiesischen Lagunen. Ein Geheimtipp für Reisende, die mehr aufs Budget achten müssen, ist dagegen die Insel Dhigufinolhu, die mit den Nachbarinseln Veligandu Huraa und Bodu Huraa verbunden ist, weswegen man hier zum Traumstrand sogar noch ein wenig "Auslauf" hinzu bekommt.


Thailand

Das Königreich Thailand bietet eine Vielzahl attraktiver Zielregionen: Bangkok, Cha-am und Hua Hin, Chiang Mai, Chiang Rai, Pattaya und Jomtien, Phuket und Ko Samui.

Bangkok ist die Metropole Thailands schlechthin und zählt zu den weltoffensten Städten Asiens. Die "6-Millionen-Stadt" vereint Moderne und Tradition: Schimmernde buddhistische Tempel und Paläste "entführen" in eine andere Welt. Schwimmende Märkte, der Chao Praya Fluss und malerische

Kanäle, denen Bangkok den Namen "Venedig des Ostens" verdankt, laden den Besucher zum Entdecken ein. In zahllosen, klimatisierten Einkaufzentren kommen Shoppingfreunde auf Ihre Kosten. - Besonders beliebt dabei thailändische Seide, Baumwolle, Edelsteine oder Bronze- und Zinngeschirr.

Phuket ist die größte Insel Thailands und in etwa so groß wie Singapur. Sanft ansteigende, weiße Traumstrände mit ruhigem, kristallklarem Wasser wechseln sich hier mit zerklüfteten Felsküsten und tosender Brandung ab. Hier lässt es sich herrlich entspannen oder "Wassersport betreiben". Selbstverständlich kommen auch in Phuket Shoppingfreunde und Kulturinteressierte nicht zu kurz...
Pattaya gilt als Südostasiens Seebad Nr. 1 und liegt etwa 147 km südöstlich von Bangkok am Golf von Thailand. Das ehemalige Fischerdorf präsentiert sich heute modern, weltoffen und wird auch als thailändisches " Cannes" oder " Nizza" bezeichnet.

Jomtien Beach liegt südlich von Pattaya und ist der wohl bekannteste Strand der Region. - Der gerade verlaufende Traumstrand von 6km Länge ist besonders beliebt bei Wassersportlern (Windsurfen).


Bangkok

Es hat lange gedauert, doch endlich zeigen sich die ersten Früchte der zahlreichen Bemühungen, die man in der thailändischen Metropole unternommen hat. Bangkok, einst Schreckgespenst eines asiatischen Molochs, hat sich gewandelt. Von den Touristen lange Zeit gemieden, verlockt die Stadt heute ihre Besucher zu immer längeren Aufenthalten. Kein Wunder, die Angebote werden immer vielfältiger, das Preis-Leistungsverhältnis ist Spitzenklasse und die Palette der Angebote sucht ihresgleichen. Selbst Resort-Urlaub, wie man ihn ansonsten nur von Phuket oder Krabi her kennt, wird nunmehr in der Stadt angeboten.

Romantik pur & clevere Einkaustipps
Wer Thais nach ihrer Lieblingsbeschäftigung fragt, wird immer nur eine Antwort erhalten: Essen. Dementsprechend ausgeklügelt sind auch die Angebote. Dabei erfreut sich besonders ein romantisches Abendessen auf den schwimmenden Restaurants bei Thais und Touristen gleichermaßen großer Beliebtheit. Besonders die Manhora und die Manhora Moon (eine 50-jährige, total restaurierte Reisbarke) sind dabei der Publikumsrenner. Etwas teurer, aber entsprechend elegant startet die Jacht Horizon allabend-lich vom Bootssteg des legendären Shangri-La Hotels. Hier kann zudem zwischen Upper und Lower Deck (mit Klimaanlage) gewählt werden. Nirgends in Asien stehen so viele erstklassige Restaurants zur Verfügung und bieten für den kleinen und den großen Geldbeutel gleichermaßen Faszinierendes. Besonders hoch im Kurs stehen die diversen Kochkurse, die in die Geheimnisse der thailändischen Küche einführen. Besonders günstige Kurse werden im The Grand Pacific Hotel oder im Bel Air Princess durchgeführt (ab 850 Baht). Wer mehr Zeit mitgebracht hat, der sollte den Kochkurs des Benjarong Restaurant´s (The Dusit Thani Hotel) oder im Landmark Hotel besuchen. Hier wird die Unterweisung in die asiatischen Kochkünste gleich an fünf Tagen vertieft.

Was wäre Bangkok ohne Einkaufstour?
Es wäre kein kompletter Urlaub! Zwar sind die Zeiten der zahlreichen Blender und Imitate noch nicht gänzlich vorbei, doch längst werden eigene Produkte aus der heimischen Industrie überall angeboten. Dazu gehört beispielsweise der Klassiker Thai-Silk (thailändische Seide). Während Touristen in Scharen zu den Shops von Jim Thompson pilgern, gehen Thais eher zu “Laantai” (2/F Promenade Hilton Hotel, Wireless Road). Die Thai-Kundschaft schätzt vor allem die handgewebten Produkte, deren Preise für geübte Feilscher ein echtes Schnäppchen darstellen. Wer hier sein Wunschobjekt nicht gefunden hat, der sollte sein Glück bei "Shinawatra" (67 Soi Suan Plu, South Sathorn Road) versuchen. Hier ist nahezu alles aus Seide erhältlich und der Laden ist quasi eine Art thailändischer Discount-Lagerverkauf, denn alles stammt aus der eigenen Fabrik.

Bangkok ist aber auch für seine Schneider und seine günstigen maßgeschneiderten Kleider bekannt. Eine der Top-Adressen in Thailand ist "Ambassador" (1/10-11, Sukhumvit Soi 11), der seit über 30 Jahren zuverlässig arbeitet. Etwas günstiger sollte man die Arbeiten jedoch bei "Designer´s Collection (155/11 Sukhumvit Road Soi11) durchgeführt bekommen. Hier findet man zudem eine riesige Stoffauswahl und sehr professionelle Schneider. Bei "New Royal Fashions" (1/2 Sukhumvit Road, Soi 11), einer der gefragtesten Adressen der Stadt weiß man sich in allerbesten Händen, was sich mittlerweile allerdings auch überdeutlich in den Preisen widerspiegelt. Wer noch etwas mehr Wert auf Trends legt, der sollte "Narry´s Boutique" (155/22 Sukhumvit Road, Soi 11/1) einen Besuch abstatten. Hier gibt es Top-Design für wenig Geld. Ein paar hundert Geschäfte auf mehreren Etagen im riesigen "Mahboonkrong Center" (kennt jeder Taxifahrer) bieten Waren aller Art - hier kaufen fast nur Thais ein. Feilschen bis zu 30% Rabatt ist drin. Achtung beim Kauf von Thaiseide! Einige Händler und Schneider betreiben Etikettenschwindel, sie verkaufen Kunstfaser. Testen Sie vor dem Kauf: Mit dem Feuerzeug lässt sich die Seide von der Kunstfaser erkennen - wenn es nach dem Anbrennen stinkt, dann ist es keine Seide!


Vietnam

Das asiatische Land ist unvergleichlich vielschichtig und rüstet sich, überzeugender Gastgeber einer rasch wachsenden Fangemeinde westlicher Touristen zu werden. Die Voraussetzung sind denkbar günstig: Neben den eindrucksvollen Kulturdenkmälern aus verschiedensten Epochen verfügt Vietnam über traumhafte Landschaften, die als Quintessenz südostasiatischer Naturschönheit gelten dürfen, und nennt eine 3.250 km lange Küste sein Eigen, an der Sonnenanbeter, Sportbegeisterte oder Gourmets gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

Nha Trang - Der Liebling
Die zentrale Südküste ist mit Abstand der interessanteste Abschnitt für Erholungssuchende und Badefreaks. Hier liegen einige der schönsten Strände und die empfehlenswertesten Badeorte des Landes. Allen voran Nha Trang, dem Vietnam-Kenner eine große Zukunft voraussagen. Mit nahezu 300.000 Einwohnern ist die Provinzhauptstadt noch überschaubar. Die eigentliche Anziehungskraft übt Nha Trang durch seine geografische Lage aus. In einer weiten Bucht am Südchinesischen Meer gelegen, wird die Stadt im Norden von einer kleinen Bergkette mit dem Son Berg begrenzt, und direkt vor der Küste liegen kleine grüne Inseln, deren Anblick zum Träumen unter Palmen einladen. Überhaupt zählt Nha Trang durch seine Klimadaten - Wassertemperaturen schwanken zwischen 22-30° und die Lufttemperaturen zwischen 26-38° - zu den beliebtesten Baderegionen des Landes. Haupttreffpunkt ist der 6km lange Strand von Nha Trang, wenige Pauschaltouristen, Backpacker, Fischer und vietnamesische Schulkinder gleichermaßen. Im Schatten der Palmen, die nahezu den gesamten Strand säumen, lässt sich perfekt die heiße Mittagszeit verbringen. Dazu kann man sich entweder einen Liegestuhl mieten oder auch ein leckeres Mittagessen aus Meeeresfrüchten in einer der Strandbars oder Restaurants genießen. Die Küstenlage garantiert eine kühlende Brise an den heißen Sommertagen und sichert eine ganzjährige Versorgung mit den besten Delikatessen aus dem Meer. Zudem sogar äußerst preisgünstig. Beliebte Gerichte auf den lokalen Speisekarten sind denn auch Garnelen, Hummer, Tintenfisch, Barsch oder Muscheln. Ein weiteres Plus der Bucht: eine Uferpromenade lädt zum Bummeln ein. Während es eine recht blühende Szene von einfachen Gästehäusern und Hotels gibt, fällt die Suche nach Unterkünften mit einem gehobenen Service und westlichen Standard (Sporteinrichtungen, etc.) und Beachressorts zu bezahlbaren Preisen eher mager aus. Dennoch hat Nha Trang mit dem Ana Mandara (Luxusressort) eines der schönsten Beachressorts in Vietnam zu bieten. Siehe hierzu Hitliste der schönsten Beachressorts.

Danang: der historische Strand
Wer mit dem Auto oder Bus via Huè nach Danang fährt, hat zugleich eine der schönsten Touren erlebt, die Route über den Wolkenpass. Besonders bei schönem Wetter gerät die Fahrt zu einem beeindruckenden Erlebnis, bei der sich pittoreske Ausblicke bieten. Bei schechtem Wetter sollte man jedoch auf zuverlässige Transportmittel setzen, denn so manches alterssschwache Gefährt lässt sich nicht mehr spurtreu durch das überall auf der Fahrbahn strömende Wasser steuern. In kaum einer anderen Stadt Vietnams wird die Hoffnung auf eine rasche Zunahme der Touristenzahlen so deutlich wie in Danang. Nahezu überall finden sich Baustellen, und Baderessorts der unterschiedlichsten Kategorien werden in den nächsten Jahren eröffnet. Am beliebtesten ist jedoch die China Beach, an der schon GI`s während des Vietnam-Kriegs auf den Wellen ritten. Der heutige China Beach setzt sich eigentlich aus mehreren Strandabschnitten zusammen und erstreckt sich bis ins über 30 km entfernte Hoi An. Direkt an einem der schönsten Abschnitte der China Beach, befindet sich das Furama Ressort (Luxusklasse), das landesweite Maßstäbe setzt. Doch Danang hat nicht den heimeligen Charme und den exotischen Flair, der in Nha Trang spürbar ist. Vielmehr ist Danang eine Millionenstadt, in der sich die Wirtschaft, wenn auch schwerfällig, entwickelt hat. Eingerahmt von den Marmorbergen im Süden und vom Hai Van-Pass im Norden ist zwar auch hier die Lage außergewöhnlich, aber der Funke will nicht so recht überspringen. Das will man mit ehrgeizigen Projekten ändern, und Investoren planen schon Golfplätze und dergleichen. Wer jedoch auf reinen Strandurlaub setzt, der wird auch hier weitestgehend auf seine Kosten kommen. Die Hotellerie ist vielfältig und der Gast hat die Wahl zwischen billigen Gästehäusern, preiswerten Strandhotels oder exclusiven Resorts. Die meisten Strandhotels liegen an der My Khe Beach im nördlichen Abschnitt der China Beach bis hin zur Non Nuoc Beach im Süden.

Hoi An - Das Weltkulturerbe
Unweit von Danang, zirka 30km entfernt, liegt das kleine Küstenstädtchen Hoi An. Es ist zweifelsfrei eines der hübschesten Städtchen Vietnams. Einst ein Hafen von großer wirtschaftlicher Bedeutung in Südostasien und vom gleichen Rang wie die Handelszentren Macau oder Melaka, ist von der wirtschaftichen Blüte allerdings nicht mehr viel übrig geblieben. Dennoch ist hier mehr erhalten als andernorts, und Besucher können heute durch die verkehrsberuhigte Altstadt schlendern und sich von den alten Handelshäusern, den chinesischen Versammlungshallen, den Pagoden und Geschäftshäusern inspirieren lassen. Weit mehr als 800 Gebäude sind historisch bedeutend und dies sah auch die UNESCO so und stufte die Innenstadt 1999 in den Rang eines "Wetkulturerbe" ein. Während die meisten europäischen Pauschaltouristen höchstens für einen Tagesausflug nach Hoi An pilgern, haben Traveller schon längst die Natur und die umliegenden Strände für sich entdeckt. Mit dem Cua Dai Strand (siehe Hitliste "Die einsamsten Strände") verfügt Hoi An über einen der empfehlenswertesten der Region. Doch Hoi An bietet mehr als Strandleben und die historische Innenstadt. So verbinden beispiesweise Fähren das Festland mit der Insel Cham (zirka 20 km). Eigentlich für ihre Schwalbennester, die nach China exportiert werden, berühmt, kommen hier auch Taucher auf ihre Kosten. Aber auch die Insel Cam Kim, wo noch viele Einheimische alte Handwerkskünste ausüben. Ein weiterer Höhepunkt in der Umgebung von Danang sind die Ruinen von My Son. My Son ist einer, wenn nicht sogar der wichtigste Ort der Cham-Kultur in Vietnam. Vergleichbar mit den bedeutenden Kulturstädten Ayuthaya oder Angkor, können hier die Überreste von zahlreichen Bauwerken besichtigt werden.

Phan Thiet - Buntes Badeleben
Phant Thiet ist ein vietnamesischer Badeort per excellance. Direkt am gleichnamigen Fluss und an der bedeutsamen Nationalstraße gelegen, befindet es sich noch im Einzugsgebiet der Metropoe Saigon (Hoh-Chi-Minh Stadt). Das merkt man dem Badeort auch an. Zahreiche Hotels und Resorts kümmern sich um die Touristen aus Asien, Amerika und Europa. Damit diese sich hier auc wohfühlen, gibt es neben den klassischen Kettenhotesl, wie das 4-Sterne-Hotel Nowotel Ocean Dunes Resort, eine ganze Palette von Beachressorts und das Victoria Resort/3,5-Sterne-Resort) und auch einen Golf Platz (Ocean Dunes Golf Course). Buntes Leben herrscht rund um den malerischen Hafen mit seinen bunten Fischerbooten, die ein wenig and den Nha Trang erinnern. Nicht vergessen sollte man die Sanddünen von Mui Ne, die sich gewaltig empor erheben und nicht nur für Fotografen ein äußerst beliebter Ausflugsort sind. Tipp: Von Phan Thiet fährt man zwischen 3,5 bis 4 Stunden bis nach Saigon. Bade- und Stadturlaub lassen sich somit bequem kombinieren.(Jens Lührs)
Insidertipps
Vietnams Hauptstadt Hanoi hat einen bezaubernden Charme, interessante Architektur und in der Altstadt rund um den Hoang-Kiem-See brodelt das Leben. Sehenswert ist das etwas bizarr gestaltete Ho-Chi-Minh-Museum und das monumentale Ho-Chi-Minh-Mausoleum. Von Hanoi Ausflüge zur grandiosen Halong-Bucht mit ihren hunderten von Kalksteinfelsen, die aus dem Wasser ragen und nach Sapa im nördlichen Bergland zu den Minderheiten der Dao und Hmong (warm anziehen).
Die alte Kaiserstadt Hue liegt etwa auf halber Strecke nach Ho Chi Minh City bzw. Saigon (Die alte Bezeichnung Saigon ist wieder häufig zu hören) an der Küste. Fantastisch: Die alten Kaisergräber, oft große, künstlich und kunstvoll gestaltete Park- und Seenlandschaften mit mehreren Tempeln. Besonders eindrucksvoll: Die Anlagen von Tu Duc (rein vietnamesisch) und Khai Dinh (vietnamesisch-europäisch), Eintritt jeweils 4 USD. Etwas weiter südlich liegt Hoi An, eine ehemals blühende Handelsstadt – bis der Hafen verlandete und die Geschäfte ins nördlich gelegene Danang verlegt wurden. Viele der 150 oder 200 Jahre alten Handelshäuser und prächtigen Versammlungshallen sind erhalten und zu besichtigen.
Saigon: pulsierende Metropole mit allen Annehmlichkeiten, die des Touristen Herz begehrt. Von dort aus Ausflüge ins Mekong-Delta und zu den Tunnelanlagen von Cu Chi. Der beliebteste Badeort Vietnams ist Na Thrang mit kilometerlangen Stränden, kristallklarem Wasser und Hotels für jeden Geschmack und Geldbeutel. Zwischen Na Thrang und Saigon liegt der schöne Strand von Phan Thiet.
Reisen im Land:
*Bus: Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund, sich den öffentlichen Bussen anzuvertrauen. Die Busse sind überfüllt, unbequem, kommen langsam voran und die Kassierer verlangen unverschämte Fantasiepreise von Touristen – und lassen oft nicht mal mit sich handeln. Indes: Manch exotischer Ort im Landesinneren abseits der Touristenpfade lässt sich nur mit Bussen erreichen. Doch auch da ist Vorsicht angebracht. Nicht jeden Tag fährt der Bus möglicherweise bis zum Endpunkt in irgendein abgelegenes Dorf. An der letzten Haltestelle warten dann zwar Motorradtaxis, aber auch da wird man mit dem 10- oder 20-fachen Preis (z.B. 50 Dollar für 20 Kilometer) geärgert und hat wenig Chancen zum Handeln. Wer trotzdem Busfahren will: von Saigon nach Na Thrang z. B. (450 Kilometer) kostet die Fahrt 10 USD. Busse in größere Orte fahren mehrmals täglich ab – so bald sie voll sind.
*Touristenbus: Nicht viel teurer, aber viel besser sind Fahrten mit Touristen-Bussen
*Zug: Züge sind halbwegs komfortabel, aber sie werden in drei Klassen eingeteilt: langsam (S 1), sehr langsam (S 3) und „bewegt er sich überhaupt?“ (S 5). Positiv beurteilt wurden von Touristen Fahrten im Schlafwagen. Tickets müssen in Dong bezahlt werden und sollten einige Tage im Voraus gekauft werden.
Essen & Trinken: Auch Hund oder Dschungel-Food wie Schlange stehen bei den Vietnamesen auf der Speisekarte – allerdings nur in Spezialitätenrestaurants. Die vietnamesische Küche ist chinesisch geprägt, und natürlich stehen Meeresfrüchte angesichts der fast 3000 Kilometer langen Küste ganz oben auf der Hitliste.


Deutschland

"Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.", so wie es Goethe einst hielt, denken auch immer mehr deutsche Reisende. Urlaub - "made in Germany" - liegt im Trend, keine Frage. Deshalb hat Clever reisen! Deutschlands schönste Ecken gesucht. (Jana Henning

Wellness & Gesundheit
Gerade für einen entspannten Kurzurlaub will - und muss man auch nicht - besonders weit reisen. Denn schon längst ist die Heimat eine Top-Adresse wenn es um Gesundheitsurlaub geht. Zwar liegt der Schwerpunkt in Süddeutschland mit traditionellen Kurorten und Heilbädern in Bayern und Baden-Württemberg. Doch Mecklenburg-Vorpommern zieht nach. Als erstes Bundesland hat es im April 2004 ein Qualitätssiegel für Wellness-Hotels, Reha-Kliniken und Freizeitbäder eingeführt, das vom Deutschen Wellness Verband unabhängig geprüft und verliehen wird. Spätestens jetzt gilt auch "MecPom" nicht mehr als Geheimtipp. Die neue 68 Seiten starke kostenlose Wellness-Broschüre gibt es beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Tel.: 0180-5000223 (12 Ct./Min.) oder unter www.auf-nach-mv.de. Und wer hätte das gedacht, auch Nordrhein-Westfalen hat einiges zu bieten, wenn es um Gesundheitstourismus geht. Allein die 33 Heilbäder und Kurorte des Bundeslandes bieten ein abwechslungsreiches Wellness- und Fitness-Programm...

Sonne, Strand & Meer
Pack die Badehose ein! Das Zugpferd im Deutschland-Tourismus sind die vielen Strandperlen an der Nord- und Ostsee plus vorgelagerte Inseln. Und jedes Jahr fällt die Entscheidung schwerer, wo man sich in den Strandkorb bzw. in welche Ferienunterkunft man sich legt. Vom privaten Gästezimmer bis zum Hotelzimmer oder "Eigenheim auf Zeit" ist an der Küste alles zu haben. Die Ferienhaus- und Hotelgruppe Upstalsboom (www.upstalsboom.de) z.B. expandiert 2005 kräftig an der Ostsee. Fünf Urlaubsobjekte im Vier-Sterne-Niveau, teilweise mit eigenem Wellness-Bereich, werden bis Mitte 2005 eröffnen: 70 Wohnungseinheiten in Kühlungsborn, Ahlbeck, Wieck und Heringsdorf, immer direkt am Meer.

Sport & Erholung
Wer Urlaub macht, sucht die Entspannung, will Stress abbauen und neue Kräfte tanken, am liebsten in der Kombination aus körperlicher Ertüchtigung und Erholung. Viele Deutsche finden all das beim Radfahren, Wandern oder Bergsteigen! Aber wo? Das Angebot auf engstem Raum ist enorm vielfältig: Ob Wandern im waldreichsten Bundesland Hessen, Radfahren auf den Pfaden der "Deutschen Weinstraße" (www.deutsche-weinstrasse.de) in Rheinland-Pfalz oder Klettern in den Bergen Bayerns. Tipp: Tagsüber Radfahren und abends Erholung in den Bädern und Luftkurorten des Teutoburger Waldes. Auf der neuen "Wellness-Radroute" (www.wellness-radroute.de) geht es 500 km quer durch den "Heilgarten Deutschlands" mit 30 Stationen in Kurorten wie Bad Salzuflen, Bad Oeynhausen, Bad Driburg und vielen mehr. Hier sorgen Angebote in Thermalbädern mit Sauna und Massagen oder traditioneller Chinesischer Medizin für Wohlbefinden und machen fit für die nächste Tour auf dem Drahtesel.

Wandern & Abenteuer
Mehr als 100 so genannte Themenstraßen und -pfade laden besonders Wanderer und auch Abenteurer zur Deutschland-Bekundung ein. Dabei ist wohl keine zweite Themenstraße - auch über die deutsche Genze hinaus- so bekannt und beliebt wie die "Romantische Straße" von Würzburg nach Füssen mit dem Etappen-Highlight Schloss Neuschwanstein. Hierfür hält Deutsche Touring GmbH spezielle Fahrplanauskünfte und Angebote unter www.deutsche-touring.de bereit. Diese gibt es auf anderen Routen, wie z.B. auf der "Straße der Kaiser und Könige" durch die Traumlandschaften von Ostbayern und Österreich. Wer das Abenteuer sucht, ist im Pfälzer Wald, dem französisch-deutschen Biosphärenreservat, genau richtig. Der "Baumwipfelpfad" führt in 18 m Höhe durch den Wald und gibt einen einmaligen Blick frei auf das Leben in den Baumkronen. Informationen unter www.biosphere-vosges-pfaelzerwald.org.

Die Topstrände der Ostsee
*Insel Rügen mit endlos langen Sandstränden rund um die Seebäder: Sellin, www.ostseebad-sellin.de, Göhren, www.goehren-ruegen.de, Binz, www.ostseebadbinz.de
*Kühlungsborn bei Rostock mit der "Blauen Flagge" (Auszeichnung für hervorragende Wasser- und Strand-Qualität) am 6 km langen Sandstrand, www.kuehlungsborn.de.
*Darß-Zingst: Ferienregion vom Seeheilbad Graal-Müritz bis Zingst mit 60 Km schönster Ostseeküste, www.fischland-darss-zingst.de
*Insel Usedom mit 42 km langer Küste ist DIE "Badewanne" der Deutschen! Ahlbeck (hier auf der Seebrücke Fisch essen), Heringsdorf und Bansin bilden die drei "Kaiserbäder", www.kaiserbaeder.de
*Timmendorfer Strand in der Lübecker Bucht, bestens auch zum Segeln oder Surfen geeignet, www.timmendorfer-strand.de
*Grömitz, eines der größten Seeheilbäder in Schleswig-Holstein mit Natur- und FKK-Bereich, www.groemitz.de
Die Top 5 der Nationalparks
*Wattenmeer: Geführte Expeditionen durch das Schleswig-Holsteinische, Hamburgische oder Niedersächsische Wattenmeer. Tipp: "Wattenmeer-Safari" mit mehrtägigen Segeltörns oder Tagesausflügen ab Bremerhaven, Infos: www.wattenmeer-safari.de
*Müritz: Die Mecklenburgische Seenplatte bildet die größte zusammenhängende Seenlandschaft Deutschlands. Tipp: Hausbootferien (z.B. Woterfitz) oder Radfahren im "platten Land", Infos: www.nationalpark-mueritz.de
*Harz: Reizvoll für Wanderer die Schlucht am Bodetal mit Hexentanzplatz oder für Kletterer der Brocken mit 1.100m Höhe eine Herausforderung. Infos: www.nationalpark-harz.de
*Bayerischer Wald: Deutschlands ältester Nationalpark beherbergt das größte Waldschutzgebiet Europas (240km²) und lädt zu ausgiebigen Wander-/Radttouren ein. Infos: www.bayerwald-info.de
*Sächsische Schweiz: Wandern und/oder Bergsteigen zwischen den Sandsteinen der südlich von Dresden gelegenen Sächsischen Schweiz. Tipp: Kombination mit einer Stippvisite in Dresden, Infos: www.nationalpark-saechsische-schweiz.de
Die Top 5 der Themenstraßen
*"Romantische Straße", 350 km lang von Würzburg nach Füssen. Arbeitsgemeinschaft Romantische Straße, Tel.: 0700-90271000, www.romantischestrasse.de
*"Burgenstraße", 975 km von Mannheim nach Prag, Deutsche Burgenstraße e.V., Tel.: 07131-562283, www.burgenstrasse.de
*"Straße der Kaiser und Könige", von Regensburg nach Wien. Oberösterreich Tourismus, Tel.: +43-732221022, www.strassederkaiserundkoenige.com
*"Route der Industriekultur", 25 Ankerpunkte zeigen die Gegenwart des Ruhrgebiets, Deutsche Gesellschaft für Industriekultur, www.route-industriekultur.de
*"Straße der Romanik", eine Reise durch Sachsen-Anhalts Landschaft, Tel.: 0391-5677080, www.sachsen-anhalt-tourismus.de


Berlin

Ganz gleich, ob man sich auf Dauer oder nur anlässlich einer Stippvisite auf Berlin einlassen will, die Stadt zieht beinahe jeden in ihren Bann. Finanzmisere und Größenwahn, Pomp und Underground – nichts charakterisiert die neue alte Hauptstadt so gut, wie die schillernde Vielfalt ihrer Facetten. Dabei verändert sich die Spreemetropole immer noch in atemberaubendem Tempo. Die nachhaltigen Änderungen für das Lebensgefühl bringen die andauernden Sanierungen ganzer Stadtteile mit sich. Das schick gestylte Ambiente in Mitte und ein alternativ bis trendig ausgerichtetes Szeneleben in Prenzlauerberg und Friedrichshain bieten ein spannendes Experimentierfeld zwischen Kunst, Kommerz und Kneipen, das vor allem für junge Neuberliner und Berlinbesucher zum Dorado avanciert ist. Daneben verdankt Berlin seinen Ruf als wahre Metropole auch einem geradezu überwältigenden kulturellen Angebot von Avantgarde bis leichter Muse: Unter vielem anderen hat man abends die Qual der Wahl zwischen drei Opernhäusern, 40 Theatern und rund 400 freien Theatergruppen. Und dennoch steppt der Bär eigentlich erst da, wo in Kneipen und Kaschemmen, Ballhäusern und Tanzsälen, Bars und Discotheken die Nacht zum Tage wird und sich das legendäre Berliner Partyleben in den trendigen Clubs und Lounges jede Nacht auf ein Neues selbst erfindet.


Wasserwelten
An Erholungs- und Unterhaltungswert steht die Spree den großen Strömen in nichts nach. Angefangen bei den klassischen Spreerundfahrten, auf denen man gemütlich das vorbeiziehende Stadtpanorama genießen kann, bis hin zum Charterdampfer, auf dem sich prima abfeiern lässt. Die besondere Affinität der Berliner zum Wasser beschert allen Hungrigen, die mit romantischem Blick aufs Nass dinieren möchte, gleich mehrere Restaurantschiffe. Die Capt´n Schillow liegt auf dem Landwehrkanal am Charlottenburger Tor (Charlottenburg). Wegen der Nähe zur Technischen Universität ist sie auch ein beliebter Treffpunkt für Studis und Profs. Seit kurzem liegt nebenan noch ein Schiff, das für Charterfahrten genutzt werden kann. Gleich hinter der Oberbaumbrücke (Eichenstr. 4, Treptow) verzaubert die Hoppetosse in zeitlos elegantem Interieur mit kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt. Und im Urbanhafen (Carl-Herz-Ufer 5-7, Kreuzberg) hat die Van Loon festgemacht um hungrige Romantiker zu verköstigen. Die Isekele, die gegenüber vom Planufer 82 (Kreuzberg) vertäut ist, verbreitet bestes ägäisches Flair, wozu auch die Karte mit 17 Sorten Frischfisch beiträgt. Doch man kann sich beileibe nicht nur zum Essen und zur Stadtbesichtigung auf, bzw. am Wasser aufhalten. Einigen Betreibern gelingt sogar der Spagat zwischen Club und Lokal am Wasser. Als Vorreiter gelten dabei die legendären Easy-Listening-Donnerstage der Ankerklause (Kottbusser Damm 104, Neukölln), anlässlich derer in der kleinen Location mit blauweißer Terrasse über dem Landwehrkanal bis in die Morgenstunden gegroovt wird.

Schaustelle Berlin
Schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts kursierte ein Bonmot über die Stadt, das heute noch genauso gültig ist, wie damals. Demnach ist Berlin dazu verdammt, ständig zu werden, aber nie zu sein. Neben dem übertragenen Sinn findet das ständige “Werden” der Stadt heute noch sinnfälligen Ausdruck in der astronomischen Zahl seiner Baustellen. Das Projekt “Schaustelle Berlin” wurde 1996 ins Leben gerufen. Unter dem Begriff wurden alle Sommer-Events zusammmengefasst, mit denen Berlin aufwartete. Darunter fanden sich viele Veranstaltungen auf den zahllosen Riesenbaustellen, nicht zuletzt auch, um bei den geplagten Bewohnern um Verständnis für die vielfachen Beeinträchtigungen zu werben. Aktuelle Infos unter www.schaustelle.de (Jens Lührs)
Insidertipps
Berlin für wenig Geld: 5 Tipps für preiswerte Berlinerlebnisse
1. “Berlin Welcome Card” : Sparen durch freie Fahrt mit den ÖPNV und diversen Ermäßigungen.
2. Berliner Kultur-Highlights zum halben Preis gibt es bei HEKTICKET. Der Ticketverkäufer bietet 50% Preisnachlass für Veranstaltungen am selben Abend. Das Angebot gilt für Konzert- und Theaterkarten (Hardenbergstr. 29d, 10623 Berlin, Tel.: 030-2309930, 24312431)
3. Wer mal ins Fernsehen will, der kann als Zuschauer bei einer der Talkshows teilnehmen. Gratis-Karten gibt es unter anderem für “Alex – die Berliner Talkshow” und “Grüner Salon” (N-TV)
4. Kultur muss nichts kosten und kann trotzdem erstklassig sein. Freien Eintritt bieten u.a. Deutsches Historisches Museum, Museum für Kommunikation, Stasi – Die Ausstellung, Deutsch-Russisches Museum, Alliierten Museum, Neuer Berliner Kunstverein und Designtransfer. Montags ist zudem im Deutschen Guggenheim Museum und mittwochs in der Akademie der Künste der Eintritt frei.
5. Nicht nur Individualisten nutzen das Velotaxi (Tel.: 0172-3288888). Von April bis Oktober kreuzen die Rikschas durch Berliner Straßen und kosten für eine halbe Stunde 7.50 Euro. Von 12.00 bis 20.30 Uhr fahren sie auf vier Linien (Ku´Damm, Potsdamer Platz, Tiergarten und Unter den Linden) in der Innenstadt. Angehalten werden sie einfach per Winkzeichen.

5 Top-Ausflugstipps
1. Museumsinsel: Kultur kompakt. Als erstes Gebäude des weltweit einzigartigen Ensembles erstrahlt die Alte Nationalgalerie in renovierter Pracht
2. Bundeskanzleramt: Nur einen Steinwurf vom Brandenburger Tor entfernt beherrscht der eigenwillige Neubau von beeindruckenden Ausmaßen den Nordrand des Tiergartens
3. Karl-Marx-Allee:Sozialistische Version von Wohnkomplexen, die als “Paläste fürs Volk” im stalinistischem Zuckerbäckerstil der 50er realisiert wurden.
4. Jüdisches Museum: Spektakulärer Museumsneubau in Kreuzberg
5. Botschaftsviertel am Südrand des Tiergarten: Spannende Abfolge von Botschaftsgebäuden, mal renovierte 30-Jahre-Pracht (Japan), mal modern-eigenwillig (Skandinavische Staaten)


Leipzig

Im 19. Jahrhundert galt Leipzig, die alte Messestadt mit der nagelneuen Messe, schon einmal als Marktplatz Europas. Selbst Lebemann Goethe jubelte einst über das fröhliche Treiben der Stadt mit der zweitältesten Universität Deutschlands: „Mein Leipzig lob’ ich mir!“ Mehr denn je ist die so geschichtsträchtige Stadt der Kaufleute und Künstler auch wieder für Touristen attraktiv.

Leipzigs kulturelle Power
Die Highlights des historischen Stadtkerns zwischen Augustusplatz und Thomaskirche sind ebenso per pedes angesagt wie ein Einkaufsbummel in den gut sanierten Messehöfen (etwa Specks- oder Barthels Hof) und Passagen, für die Leipzig immer schon berühmt war. Für einen Schoppen zum Shoppen gibt’s Hunderte Gelegenheiten – im legendären Auerbachs Keller genießt man qualitativ erstaunlich gut zu Szenen aus Goethes Faust. Spannendes Infomaterial gibt’s beim Leipzig Tourist Service, der vis-a-vis zum größten Kopfbahnhof Europas (mit starker Einkaufsmeile!) für die Besucher da ist. Nicht versäumen sollte man einen Besuch der Moritzbastei, die, nahe der Uni und beim City-Hochhaus, einen Blick auf die Überreste der früheren Stadtbefestigung gestattet. Gleichzeitig ist sie auf drei Tiefetagen ein angesagter Kellerclub.

Viel Monument und viel Klotz – das ist das wuchtige Völkerschlachtdenkmal im Süden der Messestadt. Besuchen sollte man’s trotzdem und auf dem Weg dorthin auch noch einen Blick auf die Russische Zwiebelturmkirche und das alte Messegelände werfen. In der Thomaskirche zauberte Johann Sebastian Bach jahrzehntelang als Kantor (Bachfest Mitte Mai) und Martin Luther predigte zur Einführung der Reformation. Der weltbekannte Thomanerchor ist hier regelmäßig zu hören. Unter den vielen Museen genießen das Sächsische Apothekenmuseum sowie das im November 1998 wiedereröffnete „Museum Zum Arabischen Coffe Baum“ einen besonderen Stellenwert: Das alte Kaffeehaus soll das weltweit einzige Kaffeemuseum beherbergen - behaupten jedenfalls die Leipziger... Oper und Schauspielhaus bieten ein Programm auf bestem Niveau, das Gewandhausorchester genießt auch in der Nach-Masur-Zeit international einen erstklassigen Ruf, und Kabaretts wie „Pfeffermühle“ oder „Academixer“ hatten bereits zu DDR-Zeiten auch im Westen einen guten Namen.

Szenisches Allerlei: Kneipen & Gose-Bier
Leipzig, charmante Party-Hauptstadt des Ostens, ist auch und vor allem eine Ausgehstadt mit Pfiff und Flair. Entlang des Drallewatsch, wie die Sachsen die längste Kneipenmeile der Stadt nennen, ist abends rund um das meist rappelvolle Barfußgäßchen immer was los. Nicht nur zum Kneipenfestival „Honky Tonk“ steppt in „Zill’s Tunnel“ oder beim noch aus DDR-Zeiten übrig gebliebenen Kubaner im „Varadero“ der Bär. Ob Italiener, Afrikaner oder Russe. Ob Fresslokal oder coole Bar – „LE“ brummt und bietet ein szenisches Allerlei. Der Service kommt bei so viel Leipziger Tempo nicht immer ganz mit (z.B. im Bellini)... Die Szene trifft sich auf der „Südmeile“ um die Karl-Liebknecht-Straße und im Schauspielviertel an der Gottschedstraße. Zu Fernsehehren brachte es hier die Tatort-Kneipe Maga Pon, die Waschsalon und Wohnzimmer zugleich ist und in der Tatort-Kommissar Ehrlicher im Krimi sein Bier trinkt. Auch Läden wie „Luise“ oder „Sinfonie“ sind erste Adressen. Hier wie da kennen Leipzigs Gastronomen keine Sperrstunde – ein Dorado für Nachtschwärmer. Nett auch: Im Bayerischen Bahnhof mit seiner urigen Hausbrauerei wird auch Gose-Bier, eine obergärige helle, aber saure Spezialität, gebraut. Unser Tipp: Mal mit Johannisbeersaft als Mix probieren! (Alexander Richter)
Insidertipps
*Private Besucher sollten die Haupt-Messezeiten meiden: Viele Hotels sind dann belegt und die Preise höher. Tipp: Nahe an Messe und Airport sind die 4-Sterne Hotels Sorat und NH ordentliche Übernachtungsadressen.
*Leipzig ist über Autobahnen und von allen größeren deutschen Flughäfen und Bahnhöfen leicht zu erreichen.
*“8848“ heißt eine Top-Ausstellung im Gasometer Südost. Zu sehen ist das größte 360- Grad-Panorama vom Mount Everest, wie es sonst nur Extrembergsteiger sehen (noch bis Ende März)
*Der neue Vergnügungspark „Belantis“ außerhalb der Stadt ist erst wieder ab April geöffnet.


Griechenland - Göttliche Wirkungsstätte und Urlaubsparadies

In Athen und in der Umgebung von Athen erwarten den Urlauber ideale Voraussetzungen für einen wundervollen Traumurlaub.

Ein absolutes Muss für den Athenbesucher ist ein Besuch des weltberühmten Hügels der Akropolis mit dem 2400 Jahre alten Parthenon. Viele weitere historische Bauwerke wie das Dionysostheater, das restaurierte Amphitheater des Herodes Attikus oder der Hephaistostempel warten ebenfalls auf ihre Entdeckung.

Chalkidiki liegt mit den drei Halbinseln Kassandra, Sithonia und Athos nicht weit von dem bekannten Urlaubsort Thessaloniki entfernt. Rund 500 km Sandstrände, wunderschöne Buchten und kristallklarem Wasser machen Chalkidiki zu einem empfehlenswerten Reiseziel. Hier ist für jeden Urlauber vom Luxusurlauber bis hin zum Naturliebhaber alles dabei. Überzeugen Sie sich selbst von der Schönheit dieser Insel...


Zypern - Insel der Götter

Zypern ist nach Sardinien und Sizilien die drittgrößte Insel im Mittelmeer. Ganz im Osten gelegen, bildet sie die Brücke zwischen Orient und Okzident.

Die Geschichte Zyperns ist eng verbunden mit der griechischen Mythologie: Aphrodite - Göttin der Liebe und Schönheit - soll am Strand von Paphos aus den Wellen geboren worden sein.

Mit Schönheit hat sie die Insel jedenfalls reich gesegnet: Zahlreiche Strände - vom flachabfallenden Sandstrand bis zur verträumten Badebucht, im Landesinneren - unberührte Natur, die Berge von Troodos, historische Stätten und Klöster, u.v.m.

Verlieben auch Sie sich in diese einzigartige Insel: Die beste Reisezeit für Zypern ist von April bis Anfang Juni und dann wieder ab Mitte September.

Zypern begeistert mit 340 Sonnentagen im Jahr und einem angenehm mediterranen Klima. Genießen Sie Zypern an einem der zahlreichen Strände oder widmen sich sich den kulturellen Highlights.

Besuchen Sie Zypern - die göttliche Perle im Mittelmeer.


Emilia Romagna

Die Emilia Romagna, Adria-Landstrich am südlichen Rand Norditaliens, präsentiert sich als Doppelregion aus "Emilia" (nordwestliche Provinzen Piacenza, Parma, Modena, Bologna) und "Romagna" (südöstliche Provinzen Ravenna, Forlì-Cesena, Rimini), in der jeder Ort seinen eigenen Charakter bewahrt hat und sein ganz besonderes Image pflegt. Hier, wo ab den späten 50er und Anfang der 60er Jahre schon die Großeltern- und Elterngeneration jedes Jahr Urlaub machte, bewegt sich Einiges. Hauptsache innovativ, trendy und hip, damit die damals Rimini-übersättigten Enkel und Kinder wieder Lust auf Italiens Adriaküste haben.

Rimini: Europas Venice Beach
Und dabei kennt der italienische Erfindungsreichtum keine Grenzen, misst sich und sucht seinesgleichen im kalifornischen Vorreiter Venice Beach. Meint man zumindest, wenn man sich die aktuelle Entwicklung betrachtet. Hier wie da sind die Strandbäder nicht mehr einfach nur Orte der Erholung beim Sonnenbaden oder Vergnügen im kühlen Nass. Nein, heute sind sie Szenetreffs mit Open-air-Fitnesszentren, die z.B. auch Kurse für Aerobic, Yoga oder Boxen anbieten und dem klassischen Schaulaufen der italienischen Strandschönheiten damit schon fast den Rang ablaufen. Absolut angesagt: Bagno 63/A in Rimini - mit modernsten Fitnessgeräten auf insgesamt 100 m² das bisher größte Trimm-Dich-Center der Adriaküste unter freiem Himmel. O.K. im direkten Vergleich eher die ganz kleine Schwester des Venice Beach... Aber wohl nirgends sonst in Europa wird das "in Form bringen" vor aller Leute Augen so kultiviert wie hier - Bella italia! Und der erste Schritt für einen erfolgreichen Disco-Abend...

Angesagtes Milano Marittima
Allerdings ist die derzeit wohl angesagteste Disco weiter nördlich in Milano Marittima zu finden, dem einst für die Mailänder "Schickeria" konzipierten Badeort mitten in den schönsten Pinienwäldern. Und auch wenn sich hier heute jedermann trifft, hat der kleine Ort seinen gewissen mondänen Touch nicht verloren, den man auch in der Disco "Pineta" spürt. Am eleganten Tanzschuppen sind keine geringeren als die italienischen Fußballhelden Christian Vieri und Francesco Totti, die man neben anderen Stars und Sternchen der italiensichen High Society mit etwas Glück hier jeden Samstag antrifft, beteiligt. Doch Achtung: Erst gilt es, die strenge Stil-Kontrolle der TürsteherInnen erfolgreich zu passieren. Die passende Garderobe in Milano Marittimas Boutiquen zu finden, stellt aber nur ein geringes Problem dar.

Dolce Vita in Riccione
Die höchste Promidichte aber herrscht in Riccione, ca. 10 km von Rimini entfernt. Schon seit Beginn des letzten Jahrhunderts wird der Ort von Künstlern und Stars aufgesucht, der exklusive Charme mit entsprechenden Villen und Gärten in die Landschaft gebaut, und auch an den Stränden kann man sich dem gewissen Flair nicht entziehen. Diesen findet man aber auch gerade im grünen Hinterland, z.B. beim Abendessen im Ristorante "Amami Alfredo", das auf einen Hügel gebaut wurde (Via Marano 126, 47853 Coriano, Tel.: 00541-659215, Vorbestellung am Wochenenende empfehlenswert). Hier, wie sonst auch in Italien, ist Essen nicht einfach nur Nahrung aufnehmen. Es ist ein gesellschaftliches Highlight, das einen besonderen Stellenwert einnimmt. Wer sich bei Alfredo günstig platziert, hat einen tollen Blick auf San Marino. Zum Abend zaubern die gegenüberliegenden Lichter ein besonders romatisches Ambiente auf den Teller! Das weiß Alfredo und hat eine Extra-Ecke für Verliebte eingerichtet... Apropos Essen: Ein Tipp für den kleinen Hunger zwischendurch sind "Piadine", das sagen wir mal italienische Pendant zur türkischen Pizza!

Ravenna: Kultur-Star
Italiens Italien besucht man aber nicht nur wegen der Adriaküste sondern auch wegen der vielen Kunstschätze. Ein weiteres wichtiges Detail auf der Visitenkarte der Emilia Romagna. In Ravenna muss man aber auf nichts von beidem verzichten, kann beides sinnvoll ergänzen. Zur Küste empfiehlt sich eine kleine Radtour, immer an den Pinienwäldern entlang. Am Bagno 32 Hookipa sollte man rechts rein und auf der Terrasse mit Meerblick ein leckeres Mittagessen einnehmen. Am Bagno 20 Mosquito Coast kommt man in den Genuss von Capoeira-Aufführungen (brasilianischer Kampftanz), am Bagno 60 Duna degli Orsi wird 19 Uhr die Happy Hour eingeläutet. Was man in Ravenna, der letzten Bastion des weströmischen Reiches, aber vor allem nicht verpassen sollte, sind die kunstvollen Mosaike in den romanischen Bauwerken der Stadt. Zu den interessantesten Stationen des x Mosaiken-Rundgangx zählen der Dom und das Baptisterium des Neon, das Museo Arcivescovile, das Mausoleum der Galla Placidia, S. Apollinare Nuovo und S. Vitale. Auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen insgesamt acht Denkmäler allein in Ravenna!


Rom

Nach Rom, der einstigen Welthauptstadt der Antike und Stadt der Gassen und Plätze, führen ja bekanntlich alle Wege und jeder sollte wenigstens einmal im Leben in der "Ewigen Stadt" gewesen sein! Denn Rom tut gut: Man kann dort vorzüglich shoppen und auch an lauschigen Plätzen zur Ruhe kommen! Die vor Lebensfreude pulsierende Metropole stellt historisch gesehen alle anderen europäischen Metropolen in den Schatten. Die schwindelerregende Zahl der Sehenswürdigkeiten aus so vielen Jahrhunderten schaffen eine einzigartige Kulisse: Kolosseum, Forum Romanum, Via Appia Antica oder die spanische Treppe laden zum ausgiebigen Stadtbummel ein . Eines der Muss-Ziele ist der Petersdom, Michelangelos kunstvollem Bau. Das mühsame Erklimmen der Kuppel durch enge Stiegen wird mit dem besten Blick über die Stadt belohnt. Ausruhen kann man sich zwischen den einzelnen Stationen dann in einem der zahlreichen Cafés an der Piazza Navona, dem schönsten Barockplatz Roms, an der Piazza del Popolo oder in einer der zahlreichen Eisdielen der Stadt. Das beste gibt es bei "Giolitti", der berühmtesten Eisdiele der Stadt, die in der Via Uffizi del Vicario zu finden ist und auf dem Weg zum Treffpunkt der Verliebten am Trevi-Brunnen liegt. Der Wurf mit einer Münze in die Fontana di Trevi darf nämlich nicht felhen. Er bringt dem Werfer Glück.

Wer nach Rom kommt, der stellt schnell fest, dass die Stadt der "Showroom" der italienischen Modeschöpfer ist. Von Armani, Gucci, Fendi bis hin zu Valentino und Zegna lässt sich alles in den römischen Boutiquen finden, schließlich sind sie Italiens neue Exportschlager. Schopping-Freaks werden Teures und Erlesenes z.B. in den Läden der Via Condotti, Via del Corso, Piazza de Spagna und Via Fratina bestaunen.

Die Römer sind stolz auf ihre Stadt und ihren Fahrstil! Der erste Eindruck: Hier gibt es mehr Autos und Mopeds auf den Straßen als Menschen auf den Gehwegen... Tipp: Rom erschließt man am besten zu Fuß! Wer es aus einer anderen Perspektive kennen lernen möchte, geht auf ein Schiff . Die Besichtigungstouren entlang des Tibers starten an der Brücke Umberto I und enden an der Ponte Duca d'Aosta. Die Bootsfahrt dauert 1 Stunde und 20 Minuten. Verkaufsstellen für die Tickets liegen an der Piazza San Giovann, an der Piazza Santa Maria Maggiore, an der Piazza del Colosseo und und an der Piazza dei Cinquecento. Mehr Infos unter unter www.romavision.it. (Jana Henning)
Spartipps
*Je nach Aufenthaltsdauer lohnt sich für die öffentlichen Verkehrsmittel eine Tages- oder Wochenkarte. Museums-Fans sparen mit der "Socius Urbis Week-Itinere Card", die vergünstigten Eintritt in 16 Museen und Ausgrabungsstätten ermöglicht. Erhältlich ist die Karte bei der Caput Mundi Association (Piazza di Trevi 86 ) und bei den Hertz-Büros an den Flughäfen.

*Romreisende können mit der "Romekeycard" zahlreiche Vergünstigungen nutzen. Besitzer der Touristenkarte sind zu sechs Fahrten à 75 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, einer mehrsprachigen Stadtrundfahrt und einem Eintritt in die Kapitolinischen Museen berechtigt. Darüber hinaus sind die Eintrittspreise in zahlreiche Staatliche Museen vergünstigt und in Einkauszentren, Theatern und Kinos gelten besondere Tarife. Beim Erwerb der Keycard erhalten Reisende zudem einen Stadtplan sowie Informationsmaterial über die Sehenswürdigkeiten Roms und ein aktuelles Veranstaltungsverzeichnis. Die Romekeycard gibt es u.a. in touristischen Informationsbüros, Hotels und am Hauptbahnhof. Mehr Infos unter www.comune.roma.it
Insidertipp
Seit Jahren zählt die "Galeria Nazionale d'Arte Antica", die in den herrlichen Räumen des Palazzo Barberini beheimatet ist, zu den bedeutendsten Mussen der "Ewigen Stadt". Die hervorragende Sammlung italienischer und ausländischer Maler des 13. und 16. Jahrhunderts zieht nach wie vor Kunstliebhaber in ihren Bann. Mit der Öffnung der "Sala dei Marmi" für das Publikum ist das Musseum nun um eine Attraktion reicher geworden. Einst brachte die Familie Barberini in der "Sala" ihre Antikensammlung unter. In dem neuen Ausstellungsareal zeigt das Museum neuerdings Werke namhafter Künstler des 18. Jahrhunderts und dokumentiert damit recht anschaulich Entwicklungstendenzen in der Landschafts- und Portraitmalerei. Öffnungszeiten: Di.-Sa.: 9-19 Uhr, So.: 9-13 Uhr, Eintritt: 5 Euro. Infos: Galleria Nazionale d'Arte Antica Palazzo Barberini, Via Barberini 18, Tel.: 0039-06-4824184.


Genua

Die italienische Hafenstadt Genua, Hauptstadt Liguriens, ist mit ihren unterschiedlichen Gesichtern ein echter Geheimtipp. 2004 zeigt sich Genua aus Anlass der Ernennung zur Kulturhauptstadt ambitionierter denn je und macht mit einem vielschichtigen Kulturkalender von sich reden. Genua mit seinen abwechslungsreichen Stadtbildern, einzigartigen Museen und großzügigen Palästen, aber auch mit kleinen Geschäften, alteingesessenen Handwerksbetrieben, familiären Trattorien und ihren engen Altstadtgassen will entdeckt werden. Als Hafenstadt ist Genua seit Jahrhunderten Begegnungsstätte der unterschiedlichsten Kulturen und Schmelztiegel der Völker. Und wer hätte gedacht, dass sich Genua rühmen darf, die größte Altstadt Europas zu besitzen. Immer wieder eröffnet das schmale Gassengewirr faszinierende Blicke auf das Mittelmeer und den geschäftigen Hafen. Einen kontrastreichen Gegensatz zur Altstadtromantik bilden reiche Patrizierhäuser, prunkvolle Paläste entlang der Via Garibaldi, allen voran der Palazzo Ducale aus dem 13. Jahrhundert. Einer der interessantesten Ausblickspunkte und gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt ist die Lanterna. Der 117 Meter hohe Leuchtturm erhebt sich im Westen des Hafens. Für Freunde der Unterwasserwelt lohnt ein Besuch des Aquariums von Genua, das als das größte Europas gilt und auf einer Ausstellungsfläche von 10.000 qm interessante Einblicke in Flora und Fauna der Weltmeere bietet. Mit 40 Mussen und 14 Theatern ist Genua von Haus aus schon ein kulturelles Zentrum in Italiens Westen. (Jana Henning)
Spartipp
Mit der "Genova Card" wird Kulturinteressierten freier Eintritt in die 20 wichtigsten Museen sowie ein Preisnachlass für das weltbekannt Aquarium gewährt. Das Tagesticket ist zu acht Euro, das Drei-Tages-Ticket zu zwölf Euro erhältlich. Gegen Aufpreis können auch die öffentlichen Verkehrsmittel frei genutzt werden. Informationen bei: IAT, Palazzina Santa Maria, Porto Antico, www.tu6genova.it.
Insidertipp
Renzo Piano ist bis weit über die Grenzen Italiens hinaus als herausragender Architekt bekannt. Als Sohn Genuas ist es für ihn Ehrensache, das Erscheinungsbild seiner Heimat mit neuen Blickfängen zu prägen. Neuestes Piano-Projekt ist die Bebauung eines rund 400.000 qm großen Areals unweit des Flughafens Cristoforo Colombo. Wo heute noch Container gelagert werden, sollen in Zukunft Zentren richtungsweisender Computertechnologien, ,Forschungseinrichtungen und ein Universitätsgebäude entstehen. Außerdem ist ein Park vorgesehen, der sich über eine Fläche von 370.000 qm erstreckt. In der Grünanlage sollen ausschließlich mediterrane Pflanzen gedeihen.


Venedig

Edle Tropfen gibt es auch in Venedig. Der Chianti kommt direkt aus der Toskana, ist rubinrot und nicht nur zu Pasta und Pilzen ein wahres Gedicht. Geradezu göttlich schmecken hier die gebratenen Maroni, die im Herbst eigentlich überall serviert werden. Zum Beispiel im Restaurant "Galuppi", in dem der malende Wirt die Künstlerszene Venedigs gekonnt an einen Tisch bringt. Im weniger touristischen Stadtteil "Canareggio" kommt der "40 Ladroni" in der Fondamenta della Sensa frischer Fisch direkt am Kanal auf den Tisch. Und die Weinschenke ("Bacari") Al Volto (Calle Cavali) gehört als eine der bestsortierten Önotheken Italiens zu den beliebten Treffpunkten der Venezianer. Berühmt wurde Venedig aber natürlich nicht wegen seiner Esskastanien. Kanäle und Karneval sind die Markenzeichen der Lagunenstadt. Über 170 schmale und breite Wasserstraßen rund um den Canale Grande, 500 Gondelnn und rund 400 meist seinerne Brücken gibt es in der auf 118 kleinen Inseln erbauten Metropole. Umgebuat wurde sie zum Glück nie - dabei wollten die Österreicher während ihrer Besatzungszeit schon die Wasserwege zuschütten. Doch der Venetianer wusste sich zu wehren, und von Untergangsstimmung ist auch heute nichts zu spüren, obwohl das Gold der Palastfassaden am 3.800 Meter langen Canale Grande längst abgeblättert ist. Im Gegenteil: Venedig gibt sich von Jahr zu Jahr kulturelle anspruchsvoller und unterhaltsamer. Kunst, Kultur und Küche locken an jeder romantischen Ecke... (Jana Henning)
Veranstaltungstipps
28.08.2004: Film-Festival
21.11.2004: Religiöses Fest "Madonna della salute"


Grenada

Weiße Palmenstrände, türkisblaues Meer, jede Menge unberührte Natur - das lädt nicht nur Reisende, sondern auch Filmcrews ein. Nach monatelanger Suche in der Karibik wurde der Hollywood-Streifen "Fluch der Karibik" auf den Grenadinen gedreht. Tipp: Eine Bootsrundfahrt hierher einplanen. Nach dem Hurrikan "Ivan" sind die Strände wieder perfekt und die meisten Hotels offen. Fakten: Der Drei-Insel-Staat (Carriacaou und Petite Martinique) gehört zu den Kleinen Antillen und liegt zwischen Trinidad und Tobago im Süden und St. Vincent und den Grenadinen im Norden. Die Hauptstadt ist Saint George's, die Währung East Caribbean Dollar.

Lust auf Dschungel?
Das Exotik-Paradies der Karibik ist kein Massenziel und lädt besonders Individualisten und Naturliebhaber zu Entdeckungstouren auf eigene Faust ein. Vorbei geht es an Kraterseen, wie dem Grand Etang, umgeben von Dschungel und Gewürzplantagen, zahlreichen Wasserfällen und warmen Quellen, Nationalparks etc.

Lust auf Baden & Tauchen?
Mehr als 40 feinsandige, weiße Traumstrände mit Bilderbuchkulisse, der längste ist der Grand Anse Beach mit 3 km Länge, warten auf Grenada-Urlauber. Im Süden der Insel locken 30 Tauchreviere und 12 Schiffwracks Unterwasser-Fans an. Absolutes Highlight ist das 1961 gesunkene Kreuzfahrtschiff "Bianca C", mit 183 m Länge und acht Decks das größte Schiffswrack der Karibik.

Lust auf Ausflüge?
Wer hinter die Kulissen der "Gewürzinsel" blicken will, besucht den "Laura Spice Garden" in der Nähe von Perdmontemps in St. Davids oder macht eine Führung durch die "Gouyave-Muskatnuss-Kooperative". Auch die kleinen Eilande Petite und Martinique lohnen einen Abstecher mit dem Boot.

Lust auch Hochzeit und Honeymoon?
Lianenbehangene Urwaldriesen formen die Kathedrale, eine Felsplattform im smaragdgrünen Becken vor einem der sieben Wasserfälle der "Seven Sisters" den Altar. Danach ein Bad im Honeymoonpool mit Champagner und Früchten - romantischer geht es nicht!


Kuba: Nordküste

Auf dem Weg von Havanna nach Varadero werde ich gleich gewarnt. Ich soll mich nicht in den reizvoll anmutenden Verfall der wunderschönen Kolonialvillen mit Säulenvorbau verlieben, sie alle sind dem Untergang geweiht. Wenn nicht heute noch damit begonnen wird, sie zu renovieren. Ein Freund, so wird mir im gleichen Atemzug berichtet, habe gerade eine Kubanerin geheiratet und sehr viel Land gekauft. Jeder der über Kuba spricht, hat Ideen zur Hand, wie es mit dem Land demnächst weitergehen werde. Irgendeine Änderung müsse geschehen - und das möglichst bald. Indes passiert in Kuba schon jetzt sehr viel, die Reiseveranstalter haben das Land als die Touristenattraktion auserkoren. Die siechende Wirtschaft Kubas öffnet sich gerade in atemberaubenden Tempo der Tourismusindustrie. Kuba, das haben die Reiseorganisatoren um Fidel Castro verkündet, soll Tourismusziel Nr. 1 in der Karibik werden. Die steigenden Besucherzahlen bestätigen dieses Vorhaben.

Varadero
Die Halbinsel Varadero, die man nur über eine riesige Brücke erreicht, ragt kilometerweit ins Meer hinaus. Sie scheint das Experimentierfeld Kubas in Sachen Tourismus gewesen zu sein. Positive sowie negative Erfahrungen sind in die neueren Strandidyllen Kubas wie Cayo Largo eingeflossen. Einst Feriendomizil wohlhabender Kubaner und Nordamerikaner und später der Erholungsort für verdiente Revolutionäre aus dem Ostblock weihte 1990 der erste ausländische Investor ein Hotel ein. In Varadero ist der Urlauber unter sich, Hotels reihen sich neben Clubanlagen, die alle wie Perlen auf der feinsandigen Nordküste aneinandergereiht sind. Tagsüber wirken die Avenida de las Americas und Avenida de Las Playa etwas ausgestorben, die Inselgäste tummeln sich alle am Strand, aber abends versucht man hier, auf der Hauptstraße in den Restaurants oder Diskotheken dem Hoteleinerlei zu entkommen. Varadero streckt sich, und gerade die neueren Hotels sind soweit abgelegen, dass man nur mit dem teuren Taxi oder gemieteten Fahrzeugen ins Zentrum des Geschehens kommt. Nachtbummler, die nicht gerne jeden abend das gleiche Hotelprogramm mitmachen wollen, sollten sich daher lieber auf der gemütlichen Inselmitte einmieten.

Havanna-Tour
„Zu gefährlich“, meint ein älteres deutsches Pärchen, das dem klimatisierten Bus von Varadero entklommen ist und nun ein paar Meter verloren durch die Stadt tapst. Vielleicht sind es die schnurgeraden engen Gassen, deren Häuserfassaden seit der Revolution auf einen neuen Anstrich warten. Aber gerade an den Altstadtmauern lehnen überall Gerüste und dokumentieren das ehrgeizige Aufbauprogramm der Regierung. Wer die anfängliche Unsicherheit abgestreift hat, wird sich bald wohlfühlen und die kolonial-barocke Pracht der Catedral de San Cristobal und ihre umliegenden Gebäude genießen. Kuba wird international, hinter den Baugerüsten entstehen teure Boutiquen und elegant verglaste Banken zur Devisen-Nachfuhr. Galerien zeigen ihre Skulpturen in kühlen Innenhöfen, wo man sich auch in Ruhe hinsetzen kann und bei einem Getränk der tropischen Hitze entflieht. Später am Nachmittag wird man sich vielleicht in eine der berühmten Hemingway-Bars begeben - in die eher zwanglose Bodeguita del Medio auf der Empedrado oder am Ende der Obispo ins El Floridita, wo ganz formell der beste Mojito der Welt gemixt wird.

Auf der Uferpromenade, den Malecón, spazieren alle Bewohner Havannas, die ein bisschen Zeit haben und bummeln wollen. Nachts wird der Boulevard zur größten Freiluftparty der Stadt umfunktioniert. Geschäftiges Treiben, viele Hotels und Restaurants findet man im „Vorort“ Vedado, die kubanische Umsetzung von Miami. Wer sich in Havanna übrigens zu Fuß nicht sicher fühlt, der kann für 8.- US$ den ganzen Tag lang auf einer festen Route mit dem Sightseeing-Bus „Vaivén“ die wichtigsten Plätze abfahren. An beliebigen Stationen darf man ein- und aussteigen und die Sehenswürdigkeiten genauer betrachten.

Kuba auf eigene Faust
Ganz Kuba ist permanent unterwegs. Und wer die Menschengruppen auf den Straßenkreuzungen und Plätzen endlos auf eine Mitfahrgelegenheit warten sieht, kann ermessen, welcher Improvisationsgabe es bedarf, von einem Ziel zum anderen zu gelangen. Ob auf Lastwagen zusammengezwängt, auf klapprigen Geländewägen oder die Achse einer Pferdekutsche ausbalancierend; es wird schon irgendwann weitergehen. Nach stundenlangem Ausharren an einer Haltestelle klatschen die Wartenden spontan in die Hände. Als ob ein Popstar die Bühne betreten hätte: Der Bus ist endlich da! Angesichts solcher Reise-Engpässe wird selbst der erfahrenste Tramper davor zurückschrecken, die billigen Plätze den Kubanern wegzuschnappen. Daneben gibt es für Mitarbeiter der großen Hotels oder für Hauptrouten wie Varadero-Havanna Busse, für die selbst Kubaner im harten US-Dollar-Kurs bezahlen müssen. Diese Busse empfehlen sich auch für den Touristen, hier kann er guten Gewissens zusteigen und immer noch für einen Bruchteil der teuren Tourbusse durchs Land fahren. Vorausgesetzt, man versteht die Liniensystematik und hat viel Zeit zu warten.

Wesentlich exklusiver und teurer sind die klimatisierten Tourbusse, die normalerweise ihre festen Rundfahrten machen. Da ihre Routen und Zeiten festgelegt sind und sie Tag für Tag die gleichen Ziele anfahren, kann man sie auch als sehr zuverlässige Mitfahrgelegenheiten für eine Zielrichtung benutzen. In der Regel zahlt man dann die Hälfte des normalen Rundfahrtpreises. Wenn eine Stadtbesichtigungstour von Varadero nach Havanna um die 50.- US Dollar kostet, kann man einfach für 20 - 25 Dollar mitgenommen werden. Handeln lohnt sich auch hier! (Rüdiger Reitmeier)
Insidertipps
Jenseits der ausgetrampelten Pfade: Kuba öffnet sich zunehmend, und den Touristen werden seit kurzem geradezu sensationelle Möglichkeiten aufgetan, sich ganz frei auf der Insel zu bewegen. Flexible Nur-Flug-Tickets nach Kuba mit offener Rückflugbuchung sowie Fly & Drive- Arrangements mit 40 Hotels im Land zur Auswahl ermuntern den Reisenden, das ganze Land kennenzulernen. Um problemlos das Touristenvisum zu bekommen, muss man auf jeden Fall drei Hotelübernachtungen vorweisen. Wer sich nicht gleich in der ersten Nacht eine Privat- Unterkunft zum Beispiel im turbulenten Havanna suchen will, sollte zumindest für die ersten Nächte im Hotel ein wenig Sicherheit gewinnen. Allerdings sollte man genau durchrechnen: Für Varadero gibt es zahlreiche Pauschalangebote sowie fast immer Last-Minute Reisen, und das kann günstiger sein als ein Linienflug und selbstorganisierte Übernachtung. Vom Last-Minute-Hotel beispielsweise auf Varadero kann man sich mit den Tour-Bussen durch das Landesinnere bewegen und per Zwischenstopp (vorher absprechen!) woanders übernachten. Die zur Zeit günstigsten Übernachtungen sind die ‘casa particulares´, mittlerweile legalisierte Privatunterkünfte, die es überall in Kuba gibt. Taxi- und Rikschafahrer kennen meistens eine solche günstige Unterkunft. Die ‘casa particulares´ kosten um die 25 US -Dollar pro Nacht.
Versorgung: Wenn es nach der kubanischen Regierung geht, wird der Tourist die einheimische Währung nie zu Gesicht bekommen. Tourismuswirtschaft und Landeswirtschaft unterliegen völlig unterschiedlichen Regelkreisen und prallen dann aufeinander, wenn man zum Beispiel in Trinidad unverhohlen angebettelt wird. Dem Touristen wird angesichts der gutbestückten Hotelbuffets kaum bewusst, dass der Kubaner selbst Lebensmittelkarten hat, nach denen Nahrungsmittel streng zugeteilt werden. Inzwischen sieht man wieder eine kleine Privatwirtschaft aufblühen, auf Märkten kann frei mit Lebensmitteln gehandelt werden. Aber ähnlich wie in Ostblock-Zeiten erleichtern harte West-Devisen, hier eben der Dollar, das Leben ungemein. Man muss sich nichts vormachen, die Kubaner erwarten vom Touristen Dollar. Und wer glaubt, sich per Dollartausch in Pesos mit dem Kubaner auf eine Stufe stellen zu können, der wird am eigenen Leib erfahren, wie knapp die Versorgung der Einheimischen ist. So gibt es neben den Geschäften mit Pesowährung die Dollar-Läden und Kioske, in denen nicht nur der Tourist einkaufen kann, sondern auch der Kubaner Waren erwirbt, die er sonst nicht bekommt.
Kriminalität: Kuba ist im Vergleich zu anderen Ländern Lateinamerikas oder der Karibik ein sehr friedliches Land. Man muss zu unterscheiden wissen, wo die aufdringliche Geschäftstüchtigkeit beginnt oder agressive Kriminalität vorherrscht, letzteres ist sehr selten anzutreffen. In Havanna begegnet man dem netten Studenten, der nur ein paar Sehenswürdigkeiten erklären will und nebenbei weiß, wo man billiger Zigarren bekommt (meist wertlose Bananenblätter), wo man Frauen kennen lernen kann. Und schließlich drängt er darauf, das Restaurant seiner Familie zu besichtigen. Meist zieht er nach erfolglosen Verhandlungen etwas beleidigt wieder ab. Wird es zu aufdringlich, sollte man ruhig mit dem Schlagwort Polizei drohen, und er wird sofort die Straßenseite wechseln. Wie überall sollte man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen einhalten, keine dicken Brieftaschen, Kameras und nicht allein durch unbekannte Straßen gehen.
Geld und Kreditkarte: Die offizielle Landeswährung, der Kubanische Peso, darf weder ein- noch ausgeführt werden. Touristen zahlen mit US-Dollar. Gültig sind Travellerschecks, die nicht auf US-Banken ausgestellt sind und alle Kreditkarten, die nicht in Amerika ausgestellt wurden, - außer American Express und Citibank! Eurocheques werden nicht akzeptiert. Um genügend Wechselgeld zu haben, hat Kuba eigene Dollarmünzen eingeführt, die im Ausland wertlos sind. Man sollte sie vor Abreise wieder loswerden. Umso ärgerlicher, dass selbst noch an Flughäfen mit diesem Geld herausgegeben wird.
Info-Adressen
Kubanisches Fremdenverkehrsamt, Kaiserstr. 8, 60311 Frankfurt
Tel.: 069-288322, Email: info@cubainfo.de, Internet: www.cubainfo.de


Malta - Perle im Mittelmeer

Die Republik Malta ist der kleinste europäische Inselstaat. Sie liegt im Mittelmeer etwa 90km südlich von Sizillien. Der Staat verteilt sich auf drei bewohnte Inseln Malta, Gozo und Comino und drei unbewohnte Inseln Cominotto, Filfla und St. Pauls Island.

Malta bietet kulturgeschichtlich Interessierten eine ganze Menge: Von ersten monumentalen steinzeitlichen Tempelanlagen über römische Aquädukte bis zu den beeindruckenden Wehranlagen des Malteserordens. Die Hauptstadt Valetta (eine auf dem Reißbrett entstandene Festungsstadt), die Megalith-Tempel und das Hypogeum von Hal Saflieni (zwischen 3800 und 2500 vr. Chr. erbauter unterirdischer Tempel - älter als die ägyptischen Pyramiden) sind von der Unesco bereits zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Malta ist 246 km² groß und bietet eine abwechslungsreiche Küste mit Naturhäfen, Sandstränden und flachen, felsigen Buchten. Hier kann nach Herzenslust gebadet, entspannt und gewandert werden.

Gozo, Maltas kleine Nachbarinsel, empfiehlt sich gleichermaßen für Tauchanfänger und -fortgeschrittene: Wunderschöne Tauchgründe mit reizvollen Unterwasserlandschaften - riesige Höhlen, Kamine, Bögen, Durchbrüche und Steilwände. Dazu eine Sicht von 25-50m, so gut wie keine Strömung und mit Geduld und Glück lassen sich Tiere wie Conger, Sepien oder Barracudas beobachten.

Lassen auch Sie sich vom Flair dieser kleinen Mittelmeerperle verzaubern und verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub auf Malta...


Insel Gozo

Einer, in der X wie SCH ausgesprochen wird, nach altspanischer Art. In der es dem französischen Bonjour ähnelt, wenn jemand einen guten Morgen wünscht. In der man sich, scusi, entschuldigt wie ein Italiener. Und in der man ziemlich umständlich bitte sagt, es klingt nämlich so wie jek-jodschbok. Die Sprache ist eine mit Lehnwörtern diverser Herkunft gespickte Form des Arabischen, heißt Malti und gehört zum künftigen EU-Mitglied Malta. Dass dieses Land nicht nur eine, sondern drei Mittelmeerinseln umfasst – außer Malta noch Gozo und das Mini-Eiland Comino –, weiß kaum jemand, bevor er zum ersten Mal herkommt. Und von denen, die kommen, fahren die wenigsten hinüber nach Gozo; na ja, für den Geschmack vieler Gozitaner trotzdem vielleicht zu viele, aber der Atmosphäre von Gelassenheit und Ruhe haben sie bislang nicht viel schaden können.

Gozo für Einsteiger
Die Fähre von Malta zur 15 km langen, 7 km breiten, grüneren und bergigeren Insel Gozo passiert Comino, ein kleines Felseneiland, und macht am Kai von Mgarr fest. Um den Hafen herum ist Mgarr ganz hübsch, doch damit hat sich`s auch. Wie wärs mit Qala als erstem Ziel? Keine Einwände, aber auch keine Erwähnung im Reiseführer. Prompt hat uns die kleine Barockkirche, die es hier gibt, nicht erwartet, ist geschlossen, und zwei alte Windmühlen, die wie Wehrtürme aussehen, sind ebenfalls außer Betrieb. Nur eine besitzt noch Flügel, allerdings ohne Bespannung. Sonnenblumen leuchten aus dem Gärtchen davor; auf der Straße lässt niemand sich blicken.

An der Nordküste, wo die Hänge zur See abfallen, prägen eingegrenzte Terrassenfelder, gesäumt von Sträuchern und buntem Geblüh, die Landschaft. Mit Maschinen ließe sich hier kaum etwas bewirtschaften; das Leben kann für die Bauern kein Honiglecken sein. Umso besser für Esel: Sie werden hier noch gebraucht. Obwohl die San Blas Bay Sandstrand besitzt, lockt sie kaum Fremde an, denn Besucher müssen die letzten zwei Kilometer zu Fuß zurücklegen und Proviant mitbringen. Also bevorzugen sie die leichter erreichbare Ramla Bay, deren gelber Strand als schönster der Insel gepriesen wird. Hier gibt es Restaurants, Liegestühle und Sonnenschirme. Der Hinweis auf einem Schild – Oben ohne verboten – wird nicht von allen Frauen beachtet. Milde behält eine Madonna mit Jesuskind von ihrem Sockel herab das Treiben im Blick.

Viele Gozitaner sind stolz auf die Kalypso-Grotte oberhalb der Bucht. Dort soll sich die laut Homer ‘schöngelockte´, offenbar auch ganz schön lockere Nymphe mit dem schiffbrüchigen Odysseus vergnügt und ihn gefangen gehalten haben. Angeblich erbarmte sich Zeus nach sieben Jahren des nun entkräfteten Menschen und verdonnerte Kalypso, ihn heimwärts schippern zu lassen.Das Urlauberzentrum Marsalforn hat vom Fischerort nicht viel übriggelassen, ihn mit Hotel- und Apartmentbauten fast schon erdrückt. Immerhin werden im Gauleon oder Il Kartell gute Fischgerichte serviert, und im Republic fühlen die Briten sich wohl. Bei Marsalforn verschönern weiche, weißgelb leuchtende, keineswegs klobige Globigerinenfelsen die Küste, und ein längerer Uferabschnitt präsentiert Salzpfannen, flache Becken, die noch immer genutzt, mit Meerwasser angefüllt werden – sobald es verdunstet, bleibt die einst wertvolle Kruste zurück.

Schwamm drüber
Die Westküste zeigt sich in der Nähe des Dwejra Point steil und zerrissen. Das Azure Window ist eher Tor als Fenster, von der Natur ins Meer vorgebaut, und der Fungus Rock hat seinen Namen nicht seiner Form zu verdanken, sondern einem auf ihm wachsenden Schmarotzer. Mit dem Saft der Blütenkolben behandelten die Johanniter Wunden und Blutungen. Sie behaupteten, ihr ‘Malteserschwamm´ sei nur auf diesem Felsen zu finden. Weil der Saft als Wundermittel galt, verdienten sie beim Verkauf an Fürsten- und Königshäuser schweres Geld. Der Felsen wurde scharf bewacht. Wer beim Versuch zu ernten erwischt wurde, hatte Galeerendienst oder den Tod zu erwarten. Die Pflanze wächst in Wahrheit auch anderswo, in Sizilien, Nordafrika oder asiatischen Ländern. Und bei wissenschaftlichen Analysen wurden keinerlei heilende Substanzen entdeckt.Hinter der breiten Felsbarriere der Küste liegt die Inland Sea, ein größerer salziger Teich, vom Meer gespeist und mit ihm durch einen langen Tunnel verbunden, der Fischerbooten den Weg zu diesem sicheren Ankerplatz öffnet.

(Bert Berkensträter)
Tourtipp
Gozos Hauptstadt Victoria ist ein beschaulicher Ort mit alten Straßen, engen Gassen und einer Barockkirche aus dem 17.Jh., St. Georg geweiht. Das vormittägliche Markttreiben auf dem Hauptplatz It Tokk lässt sich am besten von einem der Straßencafés aus beobachten. Den schönsten Blick über die Stadt bietet die Zitadelle; der Hügel soll schon zuzeiten der Römer besiedelt worden sein. Später bot eine richtige Festung den Menschen Zuflucht bei unliebsamen Besuchen der Osmanen oder Piraten. Doch 1551, als Sinan Paschas Truppen Gozo verheerten, suchten die Gozitaner aber vergebens hier Schutz: Der Freibeuter Dragut machte die Festung ziemlich dem Erdboden gleich. Nach dem Abzug der Türken gabs nicht mehr viele Inselbewohner.

Innerhalb der Festungsmauern sieht man gleich Kathedralenbarock. Ein perspektivisches Deckengemälde, dazu bestimmt, bei Besuchern der Kirche die Illusion einer Kuppel zu erzeugen, vielleicht, weil eine echte den Johannitern zu teuer war, scheint mir persönlich, des Lobs in Prospekten und Reiseführern ungeachtet, nicht sehr gelungen.

Der Cathedral Square wird links vom früheren Gerichtshof und rechts vom Bischofspalast eingefasst, hinter dem das Archäologische Museum in der Casa Bondi zu finden ist. Im Arsenal ist das Naturgeschichtsmuseum und in zwei Häusern aus dem 14.Jh. mit siculo-normannischen Elementen das Folkloremuseum untergebracht. Außerdem gibts noch das Waffenmuseum, zwei Uhrtürme, ein Pulvermagazin, Ruinen, mittelalterlichen Schutt, Gässchen wie in der Altstadt und Bastionen, von denen der Blick über terrassiertes Bergland schweift, auf ein bisschen Grün mit Feigenkakteen und auf das reichliche Braun der trockenen, staubigen Äcker fällt.
Info-Adressen
Fremdenverkehrsamt Malta, Schillerstr. 30-40, 60313 Frankfurt
Tel. 069-285890, Email: info@urlaubmalta.com, Internet: www.urlaubmalta.com


Mexiko: Yucatan

Beim Gedanken an Mexikos Yucatan Halbinsel denken viele sofort an das Strand-Resort Cancun. Ein Ressort, das vom Staat vor Jahren künstlich aus dem Sand gestampft worden ist und das hauptsächlich den amerikanischen Touristen als begehrtes Feriendomizil dient. Ein Tourismus, der Cancun, im krassen Gegenteil zum Rest der relativ armen Yucatan Peninsula, zu einem verhältnismäßig teuren Pflaster werden ließ. Doch für den Reisenden mit begrenztem Urlaubsbudget ist die Region damit längst nicht Off-Limits. Wer Cancun meidet, spart viel Geld und findet sich selbst sogar an wesentlich schöneren Plätzen des Yucatan wieder.

Wer mehr von seinem Urlaub erwartet, als das typische Pauschalarrangement im völlig auf Kommerz ausgerichteten karibischen Küsten-Resort Cancun je bieten kann, der bedient sich der günstigen Flugtarife nach Cancun, macht sich aber gleich nach Ankunft im dortigen internationalen Flughafen sofort auf den Weg „gen Süden“, wo einen vielerorts noch das fesselnde Yucatan von einst erwartet. Gerade mal eine Stunde südlich von Cancun befindet sich das Örtchen Playa del Carmen, dessen Charme man sich nur unschwer entziehen kann. Zwar ist das einstige Fischerdörfchen nicht mehr ganz so verschlafen wie einst, bevor es von den Cancun-Flüchtigen, sprich den etwas unabhängigeren, abenteuerlustigen Besuchern entdeckt worden ist.

Dennoch ist das Leben und Urlauben dort noch immer preiswert
und leger und das, obwohl „Playa“ über einen wesentlich badefreundlicheren Strand (die vorgelagerte Insel Cozumel schützt Playas Strände vor den gefährlichen Meeresströmungen) verfügt als Cancun, dem protzigen Star unter den mexikanischen Resorts. So kommt es, dass man an diesem perfekten Ort noch heute einen Urlaub ab rund 20 Dollar pro Tag (Übernachtung inkl. drei Mahlzeiten) verbringen kann. Obwohl es die Möglichkeit gibt, am Flughafen ein Fahrzeug zu mieten (relativ teuer und hohe Unfallgefahr), greifen viele Playa-Urlauber auf die äußerst günstige Alternative des öffentlichen Transportes zurück. Der komfortable Playa Express Bus verkehrt alle 20 Minuten von Cancuns Bushaltestelle in das knapp eine Stunde entfernte Playa del Carmen. Darüber hinaus gibt die Fahrt einen interessanten Einblick ins mexikanische Leben und kostet nur 1,75 Dollar. Einmal in Playa del Carmen angekommen stellt man schnell fest, dass der Ort nicht nur eine herrliche Bade- und Tauchdestination darstellt, sondern auch ein hervorragender Ausgangspunkt für Exkursionen zu den Maja Ruinen in Tulum und Coba sowie zu der einstigen Maja-Stadt Chichen Itza und der Taucherinsel Cozumel ist.

Wer in Playa del Carmen anstatt in Cancun übernachtet, spart bares Geld.
Zwar gibt es auch Häuser der teuren Luxuskategorie, aber die guten Deals für die die Playa bekannt ist, sind dennoch vielfältig. Und das Beste - alle Preise gelten pro Doppelzimmer!! Im Hotel Mayan Paradise (Telefon & Fax 987-30933) kostet das klimatisierte Apartment mit voll ausgestatteter Kochnische für vier Personen nur zwischen 75 und 95 Dollar. Ähnlich das hübsche Hotel Quinta Mija (Telefon & Fax 987-30111), wo man für 50 bis 70 Dollar ein Doppelzimmer bekommen kann. Wem das immer noch zu viel ist, der sollte sich das Hotel Maya Bric anschauen (Telefon & Fax 987-30011), eine Bleibe, die besonders bei den Tauchern beliebt ist und dessen klimatisierte Doppelzimmer im Winter schon für 45 Dollar und im Sommer sogar für nur 30 Dollar zu haben sind. Dabei gibt es viele solche Hotels in dieser Preisklasse, so auch das Hotel Mar Caribe (Telefon & Fax 987-30207). Und wer mit Rucksack unterwegs ist, der mietet sich auch gern im spartanisch ausgestatteten Posada Lily (Telefon 987-30116) ein, wo er nur 18 Dollar für das Doppelzimmer mit eigenem Bad, aber ohne Klimaanlage löhnen muss.

Auch was die Preise der Restaurants anbelangt,
unterscheidet sich Playa del Carmen von Cancun wie Tag und Nacht. Gute mexikanische Küche lockt in Playa, so zum Beispiel im Restaurant Playa Caribe, wo man am späten Nachmittag zwischen 17 Uhr und 19 Uhr während der Two-Drinks-For-One-Happy-Hour Promotion für knapp zehn Dollar eine riesige Mexiko-Platte und zwei kalte mexikanische Biere vorgesetzt bekommt. Für nur fünf Dollar bekommt man im Restaurant El Chino leckeren Fisch serviert und im Restaurant Taraya, am Südende der Stadt, bezahlt man sogar nur 2,50 Dollar für eine Portion fritierten Fisch, 1,50 Dollar für die Guacamole und nur 3,25 für die Portion Tintenfischringe. Wer sich dann noch zu Herzen nimmt, daß die Mexikaner ihre größte Mahlzeit nicht am Abend, sondern zur Mittagszeit zu sich nehmen, der schließt sich dieser Sitte an und bezahlt für das opulente Vier-Gänge Mittagsmenü, genannt „Comida Corrida“ zum Teil nur vier Dollar, genauso viel wie ein einziger Gang am Abend während der Dinner-Zeit kosten würde. (Sylvia Bohlender )
Tourtipp
Yucatan hat viel zu bieten,
also macht man sich per Boot (vier Dollar) von Playa auf ins 30 Minuten entfernte Cozumel. Auf der Insel angekommen, kann man entweder per Miet-Moped die Insel erkunden, oder aber man quartiert sich in einem der günstigeren Hotels ein, wie zum Beispiel im Hotel Mary-Carmen (Telefon 987-20581), wo das klimatisierte, saubere Doppelzimmer schon für 27 Dollar zu haben ist. Wen es zu der magischen Stadt Chichen Itza zieht, der kann das Städtchen Valladolid als Basislager wählen. Das beste Hotel am Ort, das alte Herrenhaus El Meson del Marques (Telefon 985-62073 & Fax 985-62280), bietet Doppelzimmer ab 32 Dollar und im hübschen kleinen Hotel Zaci (Telefon 985-62167 & Fax 985-62594) bezahlt man sogar nur 25 Dollar für das klimatisierte Doppel. Zwei weitere Stunden westlich von Chichen Itza befindet sich Merida, die größte und vielfach als charmanteste Stadt Yucatans bezeichnet.
Info-Adressen
Mexikanisches Fremdenverkehrsbüro, Taunusanlage 21, 60325 Frankfurt
Tel.: 069-253509, Email: germany@visitmexico.com, Internet: www.visitmexico.com


Mexiko City

Nach zwölf engen LH-Jumbostunden und fast 10.000 Kilometern wirkt der Anblick des endlosen Häuser- und Budenbands unter dir wie ein Albtraum. Das also ist Mexiko-Stadt, mit an die 25 Millionen Menschen die größte Massenveranstaltung der Welt, auch Mex.-City oder spanisch Ciudad de México genannt. Der Anflug hat was: Vorbei an den mächtigen Schnee-Spitzen der beiden stadtnahen Vulkane Popocatépetl und Ixtaccíhuatl beleuchtet die untergehende Sonne historischen Grund. Denn die heutige Megapolis wurde auf den Resten des antiken Tenochtitlán gebaut, dem schwimmenden Venedig des Aztekenreiches im Texcoco-See, der längst vertrocknet ist. Bevor der spanische Eroberer Hernán Cortés von 1519 bis 1521 die blühende Stadt bekämpfte und schließlich zerstörte, galt sie als Schönheit ohne Beispiel.

Mexiko-Stadt, in einem smogdurchtränkten Talkessel über 2200 m hoch gelegen, hat sich ein wenig dieser Anschaulichkeit bewahrt. Auf den eleganten Boulevards (z.B. Paseo de la Reforma), am Alameda-Park etwa und den Sträßchen drumherum oder am Zócalo, dem Hauptplatz. Die junge Nation, gerade mal 500 Jahre alt, lässt hier unweit der mächtigen Kathedrale jeden Morgen mit viel Tamtam eine gigantische grün-weiß-rote Landesfahne hissen und abends wieder einholen. Drumherum pulsiert das Leben: Grün-weiße VW-Käfer spielen Taxi, Ananasverkäufer rufen, Demonstranten vor dem lang gestreckten Nationalpalast. Polizei allerorten und dennoch haben die Taschendiebe ihre Chance. Nebenan tanzen Männer mit kupferroter Haut und Federn auf dem Kopf wild und beschwörend zum Trommelschlag. Leid und Leidenschaft. Licht und Schatten. Heiterkeit und banaler Alltag. Cartier und Kloake.

Die schwimmende Vorstadt
Zu sehen gibt es viel, z.B. das farbenfrohe Boots- und Blumenspektakel in Xochimilco. Die schwimmende Vorstadt ist immer wieder sonntags ein Stück echter mexikanischer Volksseele. Hier fährt man Boot, hier trinkt man Tequila, hier stopft man sich Tacos hinein, hier hört man Mariachi-Klänge auf jedem zehnten Kahn. Der Fremde ist willkommen: Winken, Klatschen, eine Rose für die Damen. Ganz anders präsentiert sich Wallfahrtstätte der Nuestra Senora de Guadalupe. Das größte Marienheiligtum Amerikas ist ganz auf Menschenmassen eingestellt: Die moderne Basilika wurde in für mittelamerikanische Siesta-Verhältnisse unvorstellbar rasanten 360 Tagen fertig, fasst 20.000 Menschen und führt diese auf einem Rollband am Erscheinungsbildnis der schwarzen Maria vorbei – wenn man so will: Heiligenverehrung am Fließband... (Alexander Richter)
Tourtipps
Nach Tula fährt man schnelle 90 Minuten, um hier die Fingerfertigkeit der Tolteken zu bestaunen. Die Ruinen ihres Zeremonialzentrums, das um das Jahr 1000 herum in Betrieb war, sind mit einer Ausnahme nicht wirklich spektakulär: Die über vier Meter großen Kolossalfiguren (Atlanten genannt) verleihen den Steinresten des Morgensterntempels die nötige Aufmerksamkeit touristischer Kameraaktivitäten. Nördlich der Hauptstadt liegt mit Teotihuacán eine andere Hauptstadt, von der man nicht weiß, wer sie gebaut, wer hier gelebt hat. Sicher ist, dass das heutige UNESCO-Weltkulturerbe in den ersten 600 Jahren unserer Zeitrechnung das unumschränkte Machtzentrum Mesoamerikas war. Viele Zeugnisse dieser Vergangenheit wurden prachtvoll restauriert – die Mondpyramide, der Palast der Jaguare, die schweißtreibende Sonnenpyramide, der Tempel des Quetzalcóatl, der als gefiederte Schlange wie eine Art Urgott unter den über 100 Göttern im alten Mexiko gewirkt haben muss. Wer Teotihuacán sieht, begreift, welche geheimnisvollen Hochkulturen es jenseits von Azteken, Mixteken, Olmeken oder Mayas in diesem Teil der Welt noch gegeben haben muss.
Palenque, die alte Mayahochburg mitten im Busch, ist als weiteres UNESCO-Kulturdenkmal prächtig restauriert. Jeden Tag aber müssen die Macheten-Männer ran: Sie sorgen messerscharf dafür, dass der Dschungel zumindest kurzfristig wieder ein Stück von den alten Maya-Mauern zurückgedrängt wird. Die Luftfeuchtigkeit steigt, es wird allmählich heiß – die angenehmen Temperaturen aus dem Hochland sind „Kühle von gestern“. Der anstrengende Anstieg auf den Tempel der Inschriften ist gesperrt – Millionen Touristenfüße haben auf den steilen Treppenstufen ihre nicht immer freundlichen Abdrücke hinterlassen. In Palenque begreifen wir, dass die alten Mayas auch gute Trinker gewesen sein müssen. Immer wieder sind Sauf- und Rauschgelage in Stein gehauen und Akan, der Gott des Rausches, wird gar mit diversen Prozentzeichen am Körper dargestellt...
Überhaupt die Mayas: Sie wussten so viel von Sonne, Mond und Sternen, hatten eine Schrift, die uns lange Rätsel aufgab und haben uns wie in Uxmal (die große Pyramide ist wegen Bauarbeiten gesperrt), dem prächtigen Chichén Itzá oder im strandnahen Tulum Steine über Steine hinterlassen: mächtige Pyramiden, verwinkelte Paläste, filigrane Stuckarbeiten. In Chichén beginnt er dann auch wieder – der stark amerikanisch geprägte Badeschlappen-Tanga-Bierbauch-Tattoo-Tourismus, was zeigt, dass die Traumstrände und Heiterkeitsmeilen rund um Cancun nicht allzu weit sein können. Die Qualität der lokalen Führungen lässt spürbar nach. So weiß man, dass die Mayas, auch später die Azteken, mit Vorliebe ein Ballspiel namens Pelota betrieben. Wie genau die Regeln waren, ist unklar. Auch wissen wir nicht, ob der Gewinner oder der Verlierer den Göttern blutig geopfert wurde. Die einheimischen Führer lassen die Geschichtslücken nicht gelten und erzählen den staunenden Jims und Britneys, dass ein Team aus sieben Spielern bestand, der Ball durch einen Ring geworden werden musste und der Verlierer geköpft wurde.


Acapulco

Viva la Mexico! Lebensfreude pur in Acapulco, einer Destination, deren erhöhten Puls man auch mit wenig Geld in der Tasche in vollen Zügen genießen kann. Einst die Spielwiese der Reichen und Schönen Hollywoods, verlor Acapulco deren Gunst in den 70er und 80er Jahren. Vor rund 10 Jahren wurde in der City an Mexikos Pazifikküste jedoch eine fortwährende Erneuerung in Gang gesetzt, die deren historischen Scharm bewahrt und die Destination gleichzeitig wieder auf die Liste der schicksten und lebensfreudigsten Städte Südamerikas katapultiert hat.

Die lebhafte Hafenstadt ist ohne Zweifel Heimat einer der schönsten Buchten der Welt. Klar, dass fast jeder Zeitvertreib irgendwie mit den rauschenden Wellen des Pazifiks zu tun hat, die unter mächtigem Getöse an die breiten Sandstrände der City klatschen. Die City bietet aber dem Reisenden mit begrenztem Budget neben den Wasseraktivitäten auch noch andere Vergnügen, so zum Beispiel die romantische Open-Air Dinners in den vielen Restaurants über dem glitzernden nächtlichen Bay aber auch die aufregendsten Night Clubs Amerikas. Tagsüber freilich lockt zum Beispiel ein Spaziergang zum Zocalo und seinem Mercado de Artisanias und Mercado Municipal als Alternativprogramm. Hier kann man die Werke von Künstlern und Handwerkern betrachten und den einen oder anderen Schatz für die Souvenirkiste erstehen. Wer gut handelt bekommt hier das Pfund frischer Früchte schon ab 25 Cents. -

Mit einer Fahrt entlang der Costera Aleman kann man die volle Schönheit der Bucht erleben. So lockt zum Beispiel Cici, ein Wasserpark für Kinder (Eintritt nur 4 Dollar), oder Parque Papagayo, ein Erlebnispark mit Rollerskate-Center und weiteren Rides (Eintritt frei, Rides zwischen 0,70 und 1,80 Dollar). Keine Reise nach Acapulco, ohne dabei die berühmtberüchtigten Cliff Diver von La Quebrada bei ihren waghalsigen Sprüngen in die schäumenden Wellen unter den Klippen erlebt zu haben. Dabei kann man die Sprünge entweder bei einem Drink auf der Terrasse des Hotel Plaza Las Glorias verfolgen, oder aber gegen ein Eintrittsgeld von 1,25 Dollar von einer nahen Plattform betrachten. Die Sprünge finden tagsüber um 13 Uhr, oder aber stündlich am Abend von 7.30 bis 10.30 Uhr statt. Absolut herrlich ist es das glitzernde Bay der Stadt zum Sonnenuntergang vom Wasser zu erleben. Nur rund 12 Dollar kostet das unvergessliche Erlebnis eines Sunset-Cruises mit offener Bar und Live-Musik. Dabei erweisen sich die Bonanza Cruises (Tickets in vielen Hotels und Shops) nicht nur als äußerst romantisch und unterhaltsam, sie sind darüber hinaus auch die aller beste Art und Weise die lebensgefährlichen Cliff Dives von La Quebrada direkt vom Wasser aus zu bewundern. (Sylvia Bohlender)
Tourtipps
Strände abseits der Touristenrummelplätze: Wer Lust hat das Wasser und die Einheimischen hautnah zu erleben, der kann für 75 Cents mit dem Stadtbus zur Pie de la Cuesta und der Cozuca Lagune fahren. Abseits von den Touristentummelplätzen lässt sich dort für nur 5 Dollar eine Lancha, sprich ein kleines Motorboot mieten, mit dem man dann jene einsamen Strände und Buchten erkunden und die Fischer beim Einholen ihrer Netze beobachten kann. Ein weiterer wunderschöner Ort für Reisende mit begrenztem Budget ist Puerto Marques, östlich von Playa Icacos. Dort erwarten einen die ruhigsten Gewässer der Region, atemberaubende Sonnenuntergänge und charmante kleine Restaurants, die einen mit Tisch, Stühle und Sonnenschirm versorgen und dann für nur 5 Dollar pro Person mit Shrimpscocktail mit Bier verwöhnen.
Restaurants: In der Regel finden sich die besten Preise in den kleinen, traditionellen Restaurants in der Stadt, da wo auch die Mexikaner ein und aus gehen. Was frischen Fisch und Meeresfrüchte anbelangt, so ist das El Amigo Miguel (16 Calle Benito Juarez) - rund drei Blocks vom Zocalo - nicht zu schlagen. Eine komplette Mahlzeit mit mehreren Gängen kostet unter 10 Dollar. Seit ewigen Zeiten zieht es die Einwohner Acapulcos ins La Tortuga. Für 1,50 Dollar das Stück isst man dort die besten Tortas der Stadt, sprich ein Gericht aus mehreren zusammengerollten Lagen Fleisch und/oder Käse mit Bohnen, Avocado, Tomaten, Zwiebeln und Chilli-Pepperonis frisch vom Grill. Freilich serviert das La Tortuga in seinem herrlichen Gartenrestaurant auch komplette Mahlzeiten - und das schon ab 4.50 Dollar. Und wer auf den Geldbeutel achten muss und dennoch nicht auf organische Speisen verzichten möchte, den erwarten in Acapulco eine Restaurantkette mit dem vielversprechenden Namen 100% Natural. Die Restaurants sind 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet und ein komplettes Essen beläuft sich in der Regel auf unter 15 Dollar.


Bulgarien

An der bulgarischen Schwarzmeerküste locken weite, goldfarbene Sandstrände, die zu den schönsten Europas zählen. Doch schon wenige Kilometer abseits des beliebten Badetrubels kann man im Hinterland der Küste Eindrücke ursprünglichen bäuerlichen Lebens sammeln. Danebn bieten aber auch die einzigartigen Landschaften der Hoch- und Mittelgebirge und der Ebene im Norden ein sehenswertes kulturelles Erbe, von dem Burgen und Klöster, Moscheen und Festungen zeugen. Erkundungen per geführter Busreise im Landesinneren gestalten sich unerwartet problemlos aufgrund der Herzlichkeit der Menschen, von denen erstaunlich viele, alte wie junge, Deutsch sprechen. Beliebteste Ferienziele am Schwarzen Meer sind Albena, Goldstrand, Varna, Sonnenstrand und Burgas. Resümee: vielseitig und günstig! Die wichtigsten Aktivitäten: Sonnen, Segeln, Surfen, Schwimmen, Kuren, Wandern und Wintersport (in Bororez/Rilagebirge).

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Enge Gassen und ein mittelalterliches Flair erwartet Besucher in Plovdiv. Zahlreiche repräsentative Bauten aus dem 19. Jahrhundert, verziert mit Holzschnitzereien und Wandmalereien, lassen selbst Weltenbummler ins Staunen geraten. Alternativ lohnt sich auch ein Besuch von Veliko Tarnovo, das sich pittoresk an einen steilen Hang über dem Fluss Jantra erstreckt. Die mittelalterliche Stadt bietet zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten (z.B. Klosterkomplex, Altstadt), die einen Tag wie im Flug verstreichen lassen. (Dominik Peter)
Spartipps
* Tax Free: Touristen können sich in Bulgarien die Mehrwertsteuer auf Waren zurückerstatten lassen. Nähere Infos unter www.globalrefund.com oder erteilen die Läden mit Tax Free-Zeichen.
* Geldumtausch in den Wechselstuben meiden, da die Geschäftsbedingungen meist nur in bulgarischer Sprache vorliegen und die dort ausgeübten Wechselpraktiken nicht immer nachvollziehbar sind. Ratschlag: Wechseln in Banken vornehmen.
Insidertipps
* Mitbringsel: Kunsthandwerk (z.B. Ikonen, Holzschnitzereien, Keramik), Textilien und Rosenöl!
* Nebenkosten: Soft Drink 1,5l ab 0,90 Euro, Tafelwein 0,5l ab 2,00 Euro, Eisbecher ab 1,50 Euro
Info-Adressen
Bulgarisches Fremdenverkehrsamt, Eckenheimer Landstr. 101, 60318 Frankfurt
Tel.: 069-295284, Email: whtvk@hotmail.de, Internet: www.bulgariatravel.org


Kroatien

Die Küste Kroatiens erstreckt sich über rund 1.800 Kilometer entlang der östlichen Adria, zählt rund 1.100 Inseln und lässt sich in drei Hauptregionen unterteilen. Istrien ist die größte Halbinsel der Adria und bietet ein unvergleichliches Zusammenspiel vom Grün der Pinienwälder und einem tiefen Blau der Adriatischen See. Die Kvarner-Bucht und die vorgelagerten Inseln Cres Losini, Rab und Krk gehören zu den beliebtesten Zielen in der Region Istrien. Das zwischen den Flüssen Cetina und Neretva gelegene Dalmatien bietet neben unzähligen Urlaubsmöglichkeiten vor allem ideale Voraussetzungen für Inselurlaube, z.B. auf Hvar, und die einmalige Inselwelt des Kornati-Archipels, die sich auf "Seeräuberreisen" per Boot erkunden lässt. Die Region Süddalmatien erstreckt sich vom Neretva-Delta bis zur Bucht von Kotor und ist die wärmste und sonnenreichste ganz Dalmatiens. Im Mittelpunkt der Region steht Dubrovnik. Neben dem einzigartigen Stadtensemble mit unzähligen Kulturdenk-mälern verfügt die Stadt über ebenso gepflegte Strände, wie die weiter südlich gelegenen Badeorte Mlini und Cavtat.

Das Trendziel lockt
Das traditionsreiche Kroatien ist schon längst kein "Billigziel" mehr. Als der Tourismus nach den kriegerischen Auseinandersetzungen in den ehemaligen jugoslawischen Republiken hier im Jahr 1996 wieder aufgenommen wurde, hat man Kriegsschäden in Windeseile beseitigt und die Infrastruktur modernen Standards angepasst. Dabei haben sich die Preise deutlich mitteleuropäischem Niveau genähert. Doch sowohl der Standard der touristischen Infrastruktur, als auch der Erholungswert einer weitgehend unberührten Landschaft garantieren auch heute noch ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis.
Insidertipps
Sport & Aktivitäten
*Wassersport in allen Variationen stehen an oberster Stelle der Freizeitaktivitäten und wird an allen Stränden angeboten. Besonders herausragende Attraktionen sind die verschiedenen Tauchreviere, in denen auf Grund der guten Wasserqualität meist hervorragende Sichtweiten herrschen.
*Das Hinterland der Kroatischen Küste ist reich an unberührten Landschaften und spektakulären Aussichten. Die atemberaubend steil aufragenden Karstfelswände des Biokovo-Gebirge gehören ebenso dazu, wie der gewaltige, wildromantische Canyon, den der Fluss Cetina durch das grüne Mosorgebirge gegraben hat oder die tosenden Krka-Wasserfälle. Ausflugs- und Wanderparadiese ohne Ende.

Strand & Küste
Vor allem im Süden ist mit Kiesstränden zu rechnen, aber auch sonst überwiegt kieseliges Strandmaterial. Badeschuhe und Luftmatratzen erweisen sich den Strandgängern als die nützlichsten Ausrüstungsgegenstände. Die fast allerorten ausgezeichnete Qualität des meist glasklaren Wassers entschädigen dafür, dass nicht überall sandige Strände zur Verfügung stehen.

Kultur & Sehenswürdigkeiten
Vor allem in Mittel- und Süddalmatien zeugen eine Unmenge von Kunstdenkmälern, Bauwerken, ja ganzen Ortschaften in mittelalterlich-mediterranem Gepräge von der wechselvollen Geschichte des Landes. Hvar, die schönste Inselstadt Dalmatiens auf der gleichnamigen Insel, oder Trogir, in dem sich inmitten der stimmungsvollen Gassen meisterhafte Beispiele mediterraner Baukunst finden, sind nur zufällige Beispiele aus einer langen Reihe pittoresker Orte. Unangefochtener Spitzenreiter ist natürlich Dubrovnik, die Perle der Adria. Das harmonische Gefüge der Altstadt mit ihren zahlreichen Kunstdenkmälern wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet.
Info-Adressen
Kroatische Zentrale für Tourismus, Kaiserstr. 23, 60311 Frankfurt
Tel. 069-2385350, Email: office@kroatien.at , Internet: www.kroatien.at


Polen

Die touristisch bedeutsamsten Regionen Polens sind die Ostseeküste (Insel Wolin) und die Masurische Seenplatte. Die wichtigsten Städte sind Breslau, Krakau, Danzig und Warschau. Die schier endlosen weißen Sandstrände und ungewöhnlichen Dünenlandschaften der Ostseeküste Polens sind legendär und bieten traditionell allerbeste Gelegenheit zur Sommerfrische. Doch auch die ausgedehnten Seen und unberührten Wälder wie z.B. in der Masurischen Seenplatte bieten ganz unterschiedliche Reize. Hier kann man angeln, schwimmen, selgeln, reiten, wandern und bei ausgedehnten Kajaktouren auf kleinen Flüssen durch einsame Wälder und Wiesen Tier- und Pflanzenwelt bewundern, die in vergleichbaren Regionen im Westen längst ausgestorben sind. Ebenso artenreich präsentiert sich die unberührte Natur des Wigierski Nationalparks, der auf mehrtägigen Kanuwanderungen erkundet werden kann. Und die aufwändig restaurierten oder originalgetreu rekonstruierten Zentren einiger Großstädte bilden die pittoreske Kulisse für Zeitreisen in die europäische Vergangenheit. Die wichtigsten Aktivitäten: Schwimmen, Segeln, Reiten, Kuren, Wandern und Kanutouren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Krakau, einst polnische Hauptstadt für sechs Jahrhunderte, ist ein absolutes Muss für den kulturinteressierten Touristen. Die Stadt der Denkmäler, Mussen und Tuchhallen war der UNESCO schon früh das Prädikat "Weltkulturerbe" wert. Sehenswert sind auch die zahlreichen Schlösser, Burgen und Landgüter von früheren Berühmtheiten, die nach 1989 wieder privatisiert wurden und heute als Hotels dienen. So z.B. an der Ostseeküste der Kadyny Country Club in der ehemaligen Sommerresidenz Wilhelm II. (Dominik Peter)
Spartipps
*Jugendherbergen: Mit dem internationalen Jugendherbergsausweis gibt es Rabatte. In den Hauptferien stehen die Studentenwohnheime (Studentenhotels) Touristen preisgünstig zur Verfügung.
*Tax Free: Touristen können sich die Umsatzsteuer auf Wahren erstatten lassen. Vorgehensweise: Einkäufe müssen in ausgeschilderten Tax Free Geschäften erfolgen. Dort erhält man auch das Formular "Tax Free for Tourists". Dieses gibt man mitsamt der Originalrechnung bei den "Punkt Zwrotu VAT" ab. Infos auch unter www.globalrefund.pl (in deutsch).
Insidertipps
* Mitbringsel: Schmuck (Silberarbeiten, Bernstein), Keramik, Kunstgegenstände (Skulpturen, Zeichnungen und Ölgemälde).
* Nebenkosten: Einfaches Mittagessen 3,50 bis 5 Euro, ein polnisches Bier ca 0,90 Euro.
Info-Adressen
Polnisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 71, 10709 Berlin
Tel.: 030-2100920, Email: info@polen-info.de, Internet: www.polen-info.de


Prag

Es muss nicht immer Paris sein... Prag, die Hauptstadt der Tschechischen Republik und ein städtisches Denkmalschutzgebiet, gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Und ein Wochendtrip an die Moldau ist dazu ein preisertes Pendant zum Ausflug an die Seine. Bereits im Mittelalter gehörte Prag zu den Schönheiten Mitteleuropas - Heute erstrahlt vieles wieder neu im alten Glanz. Und auch das Jahrhunderthochwasser ging am historischen Stadtkern vorüber, der sich entlang dem Moldauufer und aus insgesamt sechs Teilen besteht, die ursprünglich eigenständige Städte waren. In diesen Teilen, es sind die Altstadt, die Josefstadt, die Neustadt, die Kleinseite, das Burgviertel Hradschin und Vysehrad, sind die meisten Museen, Denkmäler und Galerien zu finden. Über dem historischen Kern der Stadt ragt die Prager Burg empor, die aus den verschiedensten künstlerischen Stilen und Stilrichtungen besteht. Vier Tipps, was Pendler an einem Wochende gesehen und auf ihrer Zeitreise durch eine mehr als tausendjährige Geschichte besucht haben sollten:

*Über 18 Brücken musst du gehen!
Die Moldau zieht ihre Schleifen auf 31 Kilometern durch das Stadtgebiet. Zu den schönsten Bauwerken gehört die "sagenhafte" Karlsbrücke - nicht nur wegen der bunten Dauerausstellung heimischer Künstler, sondern vor allem wegen ihrer weltbekannten Heiligenfiguren, die an die Engelsbrücke in Rom erinnern. Sie ist eine steinerne Erinnerung an Kaiser und König Karl IV und trotzte schon etlichen Hochwassern und Kriegen. Die Sage berichtet, sie sei nur so stabil, weil sie aus Eiern gebaut ist: Kaiser Karl hatte seine Landsleute aufgefordert, aus allen Teilen Eier nach Prag zu bringen, um damit die Bindekraft des Mörtels zu erhöhen.

*Prag von seiner schönsten Seite
Wer diese erleben will, sollte auf jeden Fall auf gutes Schuhwerk setzen. Die romantischen Gassen links und rechts der Moldau lassen sich am besten per pedes erkunden. Die Karlsbrücke ist ein perfekter Ausgangspunkt für einen ausgedehnten Rundgang durch das "Freilichtmuseum" Prag. Kopfsteingepflasterte Gassen führen zur "Kleinseite". Enge, schmale Häuschen schmiegen sich dicht an dicht, unterbrochen von herrschaftlichen Residenzen aus der Regierungszeit Rudolf II. Wahrzeichen der Kleinseite ist die St. Nikolaus Kirche, die als eines der beduetendsten Barock-Bauwerke nordlich der Alpen gilt. Nicht weit ist es hinauf zum großen Komplex der Hradschin, der Prager Burg. Ein absolutes Muss ist der Besuch im "Goldenen Gässchen". In den 18 winzigen Häuschen entlang der Burgmauer lebten einst Handwerker, später vor allem arme Leute. Auch Franz Kafka wohnte 1916/17 für einige Zeit hier. Heute bieten Souvenirläden geschmackvolle Mitbringsel aus Glas und Porzellan.

*Spaziergang durch den historischen Stadtkern
Bester Ausgangspunkt ist der Wenzelsplatz, das Herz des heutigen Prag. Die Flaniermeile - 1968 und 1989 der zentrale Ort historischer Ereignisse - ist mit zahlreichen Geschäften und Restaurants pulsierender und mit dem Nationalmuseum kultureller Mittelpunkt der Stadt. Vom unteren Ende des Wenzelsplatzes führt die schmale Gasse "Am Brücklein" direkt in die Altstadt. Hier lockt mit dem Altstädter Ring der wohl eindrucksvollste Platz der Stadt. An drei Seiten von Fassaden aus unterschiedlichen Epochen umgeben, vereint er gotische Häuser mit Bauten aus der Renaissance-, Barock- und Rokokozeit. Neben dem Altstädter Rathausund der Teynkirche können auf dem Rundweg einige der schönsten Paläste und Häuser Prags besichtigt werden. Natürlich gibt es rund herum noch viel mehr zu entdecken: Da sind das Repräsentationsgebäude am Palast der Republik und der Pulverturm. Und die Karlova-Gasse, wo viele Geschäfte zum Bummeln einladen.

*Böhmische Küche - Deftige Spezialitäten
Wie gut, dass diese Stadt nicht nur kulturell ein Hochgenuss ist: Nach einem ereignisreichen Tag lockt die böhmische Küche mit ihren deftigen Spezialitäten. Schweinebraten, Kraut und Knödel - ohne Zweifel gehört das "Bohemia" (Václavské 36) oder das "U Zlaté konvice" (Melantrichova 20), wo das Essen in histroischer Umgebung des 14. Jahrhunderts serviert wird. Für ein kulinarisches Erlebnis der besonderen Art ist hier in jedem Fall gesorgt. Und: Schwer im Magen liegen die Leckereien auch nicht lange - Pilsener, Likör und Sliwowitz sei Dank... Wer nach traditioneller Wirtshauskultur das junge Prag sucht - nicht weit vom Zentrum entfernt tobt im Bezirk Zizkov in den witzigsten Kneipen der Stadt das Nachtleben. (Jana Henning)
Info-Adressen
Tschechische Zentrale für Tourismus - Czech Tourism, Karlsplatz 3, 80335 München
Tel.: 089-54885914, www.czechtourism.com


Ungarn

Das Ungarische Meer, Pusztaromantik und Belle Epoche - die reizvollen Gegensätze Ungarns ziehen immer mehr Besucher in ihren Bann. Der Balaton (Plattensee) ist nicht nur für die Ungarn zum "Meer" avanciert, sondern auch für viele Ungarn-Fans zum Garanten für Badeurlaub wie aus dem Bilderbuch geworden. Die hohe Zahl der "Wiederholungstäter" spricht für sich. Daneben locken aber auch die scheinbar unvereinbaren Gegensätze von Budapest und Puszta. Doch die prächtige Metropole mit dem Glanz einstiger Größe weist ebenso in die Vergangenheit, wie das seit Jahrhunderten scheinbar unveränderte Leben in der weiten Puszta-Ebene. Die beliebtesten Städte sind Budapest und die Kurorte und Heilbäder Bük oder Héviz. Die wichtigsten Urlaubsregionen sind der Plattensee und die Puszta. Die am meisten betriebenen Aktivitäten erstrecken sich auf Sonnen, Schwimmen, Segeln, Surfen, Kuren , Reiten und Wandern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kulturinteressierte kommen in der ungarischen Hauptstadt in den Genuss zahlreicher Sehenswürdigkeiten. Budapest-Besucher sollten allerdings unbedingt mit einem Ausflug zur Fischerbastei starten. Von dort genießt man einen herrlichen Blick auf die Donau und die Skyline der Stadt. Auch das Lieblingsschloss Gödöllo der Kaiserin Elisabeth, gemeinhin als Sissi bekannt, sollte unbedingt auf dem Prgramm stehen. Touristen mit etwas mehr Zeit sollten einen Abstecher ins 100 km entfernte Dorf Hollókö unternehmen. Das kleine Dorf zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist ein wahres Schmuckstück. (Dominik Peter)
Spartipps
* Ungarn Card: Kostenfaktor ca. 28 Euro. Damit sind bis zu 20 Prozent Rabatt bei Gaststätten und Hotels und bis zu 50 Rabatt bei der Eisenbahn und Buslinien verbunden. Ferner winken Ermäßigungen bei Taxifahrten , in Museen, auf Schiffstouren, für Mietautos etc. Infos im Internet unter www.hungarycard.hu.
* Budapest Card: Kostenfaktor ca. 15 bzw. 18 Euro (2- oder 3-Tageskarte). Damit sind Vergünstigungen wie die kostenlose Nutzung des ÖPNV und Ermäßigungen in über 100 Museen, Sehenswürdigkeiten und Heilbädern verbunden. Erhältlich bei Reisebüros, Metrostationen und Touristenbüros. Infos im Internet unter www.budapestinfo.hu.
Insidertipps
* Mitbringsel: Wurstprodukte, Weine, Aprikosenschnaps, Paprika, Textilien (Blusen, Tischdecken, Stickereien), Volkskunst (Holzschnitzerein).
* Nebenkosten: 1l Wein im Laden ab 1,20 Euro, 1 Fl. Bier im Laden ab ca. 0,40 Euro, 1 Tasse Kaffee 0,30-0,60 Euro.
Info-Adressen
Ungarisches Fremdenverkehrsamt, An der Hauptwache 11 , 60313 Frankfurt
Tel.: 069-92884620, Email: sekretariat@ungarn-tourismus.de, Internet: www.ungarn-tourismus.de


  Portugal - Festland - Algarve & mehr

Portugal ist eines der ältesten Länder Europas und bietet dementsprechend viel Kultur und Sehenswertes.

Die Costa Verde (Grüne Küste) liegt im Norden und macht ihrem Namen alle Ehre. Besondere klimatische Bedingungen sorgen für eine florierende Landwirtschaft und sattes "Grün", wohin das Auge reicht. Braga und Porto sind die größten und bekanntesten Städte. Barocke Kirchen und wunderschöne Parks laden zum Verweilen ein. Feinschmecker sind an der Costa Verde bestens aufgehoben, gilt die Küche hier doch als die beste Portugals.

Montanhas so lautet die portugiesische Bezeichnung für die atemberaubende Berglandschaft im Nordosten. Die höchste Bergkette Portugals, die Sierra de Estrela (fast 2000m hoch), bietet Wanderern einen phantastischen Panorama-Ausblick. Im Winter kann man hier sogar Skilaufen oder Schlittenfahren.

Im Nordwesten schließt sich die Costa de Prata (Silberküste) an. Hier im Zentrum Portugals finden sich die bemerkenswertesten, historischen und religiösen Baudenkmäler. Neben zahlreichen Fischerdörfern und -städten, den wunderschönen Stränden, ist Coimbra ein lohnenswertes Ausflugsziel. für Kulturfreunde. Im Westen unterhalb der Costa de Prata befindet sich die Costa de Lisboa (Küste von Lissabon). Lissabon ist wohl die meistbesuchte Stadt Portugals. Die Touristikorte Estoril und Cascais an der Küste laden zu einem traumhaften Urlaub "zwischen Strand und Stadt" ein.

Es folgen die Plains (Ebenen). Hier empfehlen sich besonders die Städte Santarém und Tomar für einen Besuch. Santarém besticht durch ihre historische Vergangenheit, ihre Stierkämpfe und ihre lebhaften Landwirtschaftsmessen. Tomar wurde 1157 vom Großmeister des Tempelritterordens gegründet und ist bekannt für Kastell und ein herrliches Christuskloster.

Ganz im Süden Portugals liegt die Algarve. Hier schlägt das touristische Herz des Landes. Ein andauernd warmes Klima, die Mittelmeerküste mit fantastischen Stränden und ein großes Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten garantieren einen erlebnisreichen und abwechslungsreichen Urlaub. Die Zentren der Algarve liegen in Faro, Portimao und Vilamoura.

Abwechslungsreich und bestimmt mehr als eine Reise wert, so präsentiert sich Portugal. Freuen Sie sich auf dieses einzigartige Land im Westen Europas...


Portugal - Perlen im Atlantik: Die Azoren

Die Azoren (portugiesisch - Ilhas dos Açores für Habichtsinseln) liegen im Atlantik zwischen Europa und Nordamerika. Sie bestehen aus neun größeren und mehreren kleinen Inseln.

Im äußersten Westen liegen Corvo und Flores, in der Mitte findet man Faial, Pico, São Jorge, Graciosa und Terceira. Mit 2.351 m ist der gleichnamige Vulkan auf der Insel Pico die höchste Erhebung Portugals. Die Inseln São Miguel, Santa Maria und Formigas befinden sich im Osten.

Naturliebhaber werden von Fauna und Flora und den satten Grüntönen der Inseln begeistert sein. Besonders die Insel Flores bietet sich für ausgiebige Wandertouren an. Sie gilt als Insel der Blumen und Wasserfälle und verspricht Erholung und Ruhe in unberührter Natur.

Sportbegeisterte kommen auf den Azoren ebenfalls auf Ihre Kosten: Insgesamt drei hervorragende Golfplätze (2 davon auf Sáo Miguel und „Algar do Carvão" auf Terceira) stehen zur Verfügung. Außerdem stehen Tauchen, Tennis, Hochseefischen, Reiten, Bergwandern, Segeln und Paragliding auf dem Programm. Langeweile hat also keine Chance.

Möglichkeiten zum Entspannen pur: Hierzu laden dann vor allem die wunderschönen Strände und verträumten Buchten ein.

Die Azoren sind das ideale Reiseziele für alle, die das Besondere suchen. Atemberaubende und abwechslungsreiche Landschaften und wenig Massentourismus sind nur zwei der zahlreichen Vorteile.

Lassen Sie sich von der Magie der Inseln verzaubern und gönnen Sie sich das Erlebnis Azoren... Sie werden es nicht bereuen und bestimmt gerne wieder kommen...


Madeira - die Blumeninsel im Atlantik

Die portugiesische Atlantik-Insel Madeira ist das ideale Reiseziel für Naturliebhaber und Individualisten. Jedes Jahr im Frühjahr läd die "Blumeninsel" zum alljährlichen Blumenfest ein, bei dem die üppige und farbenfrohe Vegetation der Insel präsentiert und gefeiert wird. Mit BlumenShows, Blumen-Umzüge und traditioneller Folklore feiern die Madeiros die einzigartige Pracht der Insel. Die Hauptstadt Funchal ist Mittelpunkt der Veranstaltungen.

Jedes Jahr im April/Mai findet auf Madeira das große Blumenfest - Festa da Flor - statt. Der bunte Blumen- korso, zieht durch die Straßen der Hauptstadt Funchal und präsentiert eindrucksvoll die Vielfalt der auf der Insel gedeihenden Blumenarten. Wer die Blumen lieber in der Natur betrachten möchte, für den bietet Madeira das ideale Resort für ausgiebige Wanderungen, von der leichten Levada-Wanderung entlang der historischen Wasserwege bis hin zu anspruchsvollen Kletter-partien.


Kopenhagen

Kopenhagen, Hauptstadt Dänemarks und wichtige Kulturmetropole Skandinaviens, gehört zu den charmantesten Großstädten der Welt und ist mehr als eine Stippvisite wert. Hier findet man eine bunte Mischung aus Kunstmuseen, historischen Monumenten, ausgefallenen Geschäften, Toprestaurants und Kneipen. Im Zentrum der Stadt befinden sich viele historische Bauten, z.B. der Runde Turm, die Warenbörse und gleich vier Königsschlösser. Man kann die kompakte Altstadt gut zu Fuß oder per Rad erkunden. Die Kleine Meerjungfrau gehört zu bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kopenhagens. Der Künstler Edvard Eriksen fertigte die Seejungfrau nach dem Vorbild aus dem Märchen von Hans Christian Andersen. Das Tivoli, ein historischer Vergnügungspark, befindet sich direkt neben dem Bahnhof. Dort kann man mit kleinen Booten fahren, im Riesenrad die Stadt von oben beschauen, eine Achterbahnfahrt wagen oder eines der anderen zahlreichen Fahrgeschäfte aufsuchen. Viele tausend Lampen sind im Park vorhanden, so dass eine einzigartige Atmosphäre erzeugt wird.

Der Nyhavn, der älteste Hafen der Stadt, ist mit seinen bunten Häusern und Oldtimerbooten ein beliebtes Ziel. Hier befinden sich viele Kneipen und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Gleich hinter Nyhaven fängt der Stadtteil Frederikstaden an, die einheitlichste Rokokoanlage Europas. Das Herzstück der Anlage ist Amalienborg, welches von der Königsfamilie bewohnt wird. Hier finden täglich um 12 Uhr Wachablösungen statt. Das Schloss Rosenborg ist eines meistbesuchtesten Museen Kopenhagens und wirkt wie ein Märchenschloss. Hier werden in der Schatzkammer die Kronjuwelen aufbewahrt. Der Schlosspark ist einer der beliebtesten der Stadt und als Besucher sollte man sowohl Schloss, als auch Park gesehen haben. (Jana Henning)
Spartipp
*Die "Kopenhagen Card" kann man für 24, 48 oder 72 Stunden kaufen. In dieser Zeit sind alle Busse und Züge im Großraum Kopenhagen kostenlos und es gibt freien Eintritt in 70 Museen und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Erhältlich ist die Karte im Bahnhof oder beim Fremdenverkehrsamt. Infos unter www.woco.dk.

*Mit dem "Citybike" kann Kopenhagen kostenlos, gegen 20 Dänische Kronen Pfand, erkundet werden. In der Innenstadt gibt es jede Menge Fahrradverleih-Stationen.
Insidertipp
Tipps und Informationen für einen für einen erlebnisreichen Urlaub in Kopenhagen und Umgebung gibt es im neue Katalog "Urlaubsleben 2004 - Kopenhagen, Nordseeland, Køge, Roskilde" des Dänischen Fremdenverkehrsamtes. Die Hauptstadt, ihre Nachbarstädte und die Küstenregion Nordseeland stellen darin gemeinsam Hunderte Ferien- und Ausflugstipps vor. Ob Kultur- oder Shoppingtrip in der Metropole Kopenhagen, historischer Streifzug durch den alten Königssitz Roskilde oder Vorschläge für kinderfreundliches Strandleben an Øresund und Kattegat - die Angebote für Individual- oder Familienurlaub sind zahlreich. Auch Freunde des dänischen Designs und dänischer Schlösser finden praktische Informationen für abwechslungsreiche Tage. Nicht zu kurz kommen Aktivurlauber wie Segler oder Angler. Wichtige Adressen aus den Bereichen Tourismus, Sehenswürdigkeiten und Museen, Sport und Unterkunft runden den aktuellen Katalog ab. Unentbehrlich für die Urlaubsplanung ist ferner der Veranstaltungskalender für das ganze Jahr. Bestellung: siehe Info-Adressen.
Buchtipp
Das "Scandinavien Reisehandbuch 2004" aus dem Nordis Verlag in Essen ist ein kompakter Ratgeber für Norwegen, Schweden, Dänemark, Island, Finnland, Färöer und Grönland in einem 400 Seiten starken Buch mit allgemeinen Reisebestimmungen, Reisetipps, Adressen, den schönsten Reiserouten in jedem Land, speziellen Infos für Autofahrer und Sommer- wie Winteraktivitäten. Preis: 10,80 Euro, ISBN: 3-88839-509-7, Online: www.nordis.de
Info-Adressen
Dänischen Fremdenverkehrsamt, Glockengießerwall 2, 20095 Hamburg
Tel. 040 -320210, www.visitdenmark.com und www.visitcopenhagen.dk


Helsinki

Das von dem schwedischen König Gustav Vasa gegründete Helsinki liegt in Südfinnland. Ursprünglich dort wo der Vantaa-Fluss in den Finnischen Meerbusen mündet, wurde sie 1640 an die heutige Stelle verlegt. Helsinki lockt mit einem enormen Facettenreichtum. Architektur im Hightech-Stil wechselt sich ab mit ursprünglichen Holzhausvierteln. Die in der Stadt vorzufindende Architektur aus dem 19. Jahrhundert spiegelt viele Seiten der Geschichte Helsinkis wider: Die Industrialisierung, europäische Einflüsse und wachsender Wohlstand. Auch rund um Helsinki gibt es in einer herrlichen Umgebung viel zu sehen: Z.B. die größte Meeresfestung der Welt "Soumenlinna", einen Kilometer außerhalb der Stadt. Allein für den sagenhaften Blick über Helsinki lohnt sich der Ausflug zum 1748 erbauten und erst 40 Jahre später fertiggestellten ehemaligen Kriegsbastion der Finnen.
Spartipp
Die "Helsinki Card" gilt an einem, zwei oder drei Tagen und bietet Gratisfahrten mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln und gewährt dem Inhaber freien Eintritt in Museen und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Infos unter www.helsinkicard.com.
Buchtipp
Das "Scandinavien Reisehandbuch 2004" aus dem Nordis Verlag in Essen ist ein kompakter Ratgeber für Norwegen, Schweden, Dänemark, Island, Finnland, Färöer und Grönland in einem 400 Seiten starken Buch mit allgemeinen Reisebestimmungen, Reisetipps, Adressen, den schönsten Reiserouten in jedem Land, speziellen Infos für Autofahrer und Sommer- wie Winteraktivitäten. Preis: 10,80 Euro, ISBN: 3-88839-509-7, Online: www.nordis.de

Veranstaltungstipps
Helsinkis Flohmärkte
HildaViola Second Hand, Fida Lähetystori, Ruutu-Rouva, Valtteri, Malekas und der Hietalahti Flohmarkt, die Mutter aller Flohmärkte – dies alles sind Plätze, die für Flohmarkt-Freunde ein Ziel beim Besuch der finnischen Hauptstadt sein sollten. Hier wimmelt es nur so von lustigen, spannenden, witzigen und verrückten Dingen. Und eigentlich weiß niemand so genau, wie viele Flohmärkte es nun wirklich gibt. Besonders in der Sommerzeit lockt der Flohmarkt in Hietalahti am Ende des Boulevards viele Besucher, vor allem am Wochenende. Hier gibt es praktisch alles, vom betagten Moped bis zur russischen Militäruniform. Der größte Flohmarkt ist entlang des Rind III in Espoo und Vantaa. Für schnelle Schnäppchen sind die Selbstbedienungsflohmärkte interessant, bei denen man seine gut ausgesuchten Stücke an einer Sammelkasse bezahlt.

Ausblick 2005
Vom 6. bis 14. August 2005 findet die Leichtathletik-WM in Helsinki statt, wo 3.000 Sportler um die begehrten Medallien kämpfen werden. Die Eintrittskarten gibt es ab 15.08.2004, pro Tag stehen 25.000 Karten zur Verfügung. Infos unter www.helsinki2005.fi

Info-Adressen
City Board and Tourist-Office, Pohjoisesplanadi 11-13, Helsinki,
Tel.: +358 9 1691, www.helsinki.fi

Finnische Zentrale für Tourismus, Lessingstr. 5, 60325 Frankfurt
Tel.: 069-50070157, www.visitfinland.de


Stockholm

Auf insgesamt 14 Inseln ist Schwedens Hauptstadt verteilt und wird durch mehr als 50 Brücken miteinander verbunden. Die Weltmetropole Stockholm mit einer der wohl bestbewahrtesten Altstädte Nordeuropas bietet unendliche Freizeitaktivitäten für jeden Geschmack: Ob im "Kulturhuset", dem Haus der Kultur, Fotografien, Malerei oder Modeausstellungen bewundern, zentral am Segels Torg gelegen, oder sich im "Gröna Lund", Stockholm Vergnügungspark, per Achterbahnfahrt oder freiem Fall aus 80 Meter Höhe amüsieren - Bleibt nur zu sagen: "Endecke die Möglichkeiten!" (Jana Henning)
Spartipps
*Alles unter einem Dach und mit 30 bis 60 Prozent Rabatt auf alle Waren (Marken wie RedGreen, Björn Borg, Ecco u.v.m.) gibt es im "Stockholm Quality Outlet Barkarby, einem Einkaufszentrum nach amerikanischem Vorbild mit Fabrikverkauf. Es liegt 25 Minuten nordwestlich von Stockholm in Barkarby an der E18, Richtung Enkoping. Öffnungzeiten: Mo-Fr 11-22, Sa 10-17 und So 11-17 Uhr. Infos unter www.qualityoutlet.com.

*Mit der "Stockholm Card", einer speziellen Besucherkarte, haben Touristen freien Eintritt zu den besten Attraktionen und Sehenswürdigkeiten, die die schwedische Hauptstadt zu bieten hat sowie freie Fahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln und verschiedenen Rundfahrten auf Sightseeing-Booten. Im Preis von 58 Euro pro Erwachsenen (Kinder von 7-17 zahlen 20,50 Euro) und gültig für drei Tage sind außerdem reduzierte Fahrscheine, z.B. für eine Fahrt zum Domizil der Königsfamilie auf der Insel Ekerö, enthalten. Die "Stockholm Card" ist auch für einen oder zwei Tage erhältlich. Infos und Online-Bestellung unter www.stockholmtown.com.

Buchtipp
Das "Scandinavien Reisehandbuch 2004" aus dem Nordis Verlag in Essen ist ein kompakter Ratgeber für Norwegen, Schweden, Dänemark, Island, Finnland, Färöer und Grönland in einem 400 Seiten starken Buch mit allgemeinen Reisebestimmungen, Reisetipps, Adressen, den schönsten Reiserouten in jedem Land, speziellen Infos für Autofahrer und Sommer- wie Winteraktivitäten. Preis: 10,80 Euro, ISBN: 3-88839-509-7, Online: www.nordis.de

Info-Adressen
Die Webseite des Stockholm Visitor Board, www.stockholmtown.com, ist Stockholms offizieller Besucherführer für Veranstaltungen, Touristeninformationen, Aktivitäten, Shopping, Schären, Kreuzfahrten, Museen, Gastlichkeit und vieles mehr. Touristinformation: Kulturhuset, Sergelstorg 1, Tel.: +46 8 789 24 90.


Mallorca - Das Frühlingserwachen!

Bereits seit Ende Dezember blühen die rund 8 Millionen Mandelbäume auf Mallorca wieder. Diese ersten Vorboten läuten zusammen mit milden Temperaturen um die 15°C langsam den Frühling ein. Zu dieser Jahreszeit geht es auf Mallorca ruhig und beschaulich zu.

Mallorca ist eine der vielseitigsten Inseln im Mittelmeer. Nicht umsonst ist sie seit Jahrzehnten eines der liebsten Reiseziele der Deutschen: Hunderte kleine Sandbuchten, wunderschöne Strände, ein eindrucksvolles Bergpanorama, idyllische Örtchen und zahlreiche Sehenswürdigkeiten machen jeden Urlaub auf Mallorca zu einem neuen Erlebnis.

Gerade im „Frühling“ bietet Mallorca ihren Besuchern ein unvergessliches Bild: Rausgeputzt mit rosa-weißen Blüten „strahlen“ die Mandelbäume um die Wette und lassen das Herz eines jeden Naturfreundes höher schlagen. Es scheint bald, als würde die Natur „Fiesta feiern“ und jeden dazu einladen. Die Mandelblüte ist eine der bemerkenswertesten Facetten, die diese unvergleichbare Insel zu bieten hat. Man muss es wirklich selber sehen, um zu verstehen...

Genießen Sie über Tag die herrlichen Landschaften oder einen ausgiebigen Shoppingtrip und freuen Sie sich auf die Nacht, wo die zahlreichen Clubs, Diskotheken und Bars "Nightlife pur" bieten. Gönnen Sie sich einen ersten "zweiten" Frühling und besuchen Sie Mallorca zur Mandelblüte...


Menorca

Menorca ist die zweitgrößte der vier Baleareninseln (Mallorca, Ibiza, Formentera). Die Insel ist bis zu 48km lang und 20km breit. Die nördliche Küste ist stark fjordartig zerklüftet und nur zum geringen Teil touristisch genutzt. Die sanftere Südküste und die südlichen Abschnitte der Ost- und Westküste bieten teilweise herrliche Strandabschnitte. Dort finden sich die Feriensiedlungen und Hotelkomplexe. Zirka 60% der rund 60.000 Inseleinwohner leben in den beiden Städten Ciutadella und Maó. Partyrummel á la Ibiza oder die Ballermannatmosphäre á la Mallorca ist hier unbekannt. Wer doch etwas Nachtleben sucht wird allenfalls in Maó und Ciutadela fündig, wo in einigen Music Bars DJs für guten Sound sorgen. “Discothekenviertel” und “Barmeilen” sucht man hier allerdings ebenso vergebens, wie komplett mit Hotels zugebaute Buchten, die z.B. auf der Kanareninsel Gran Canaria das Badeleben beherrschen.

Menorca beeindruckt durch eine intakte Natur
Zauberhafte Buchten mit kristallklarem Wasser, weite, bis ans Meer reichende Pinienwälder und wildromantische Täler. Charakteristische, rund um die Felder aufgeschichtete Trockenmauern zerteilen das Inselinnere gleichsam in ein riesiges Patchwork aus Feldern, das je nach Jahreszeit an ein saftiggrünes Cornwall oder ein sonnenverdörrtes Malta erinnert. Geprägt wird die Insel von der Landwirtschaft, die zusammen mit den Einnahmen aus dem Tourismus zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen zählt. Damit der Tourismus auch weiterhin eine kräftig sprudelnde Einnahmequelle bleibt, hat Menorca sehr bemerkenswerte Schritte unternommen. So besteht zum Beispiel für 80% der Küste Menorcas derzeit ein Bebauungsverbot und nahezu die Hälfte der Insel ist unter Naturschutz gestellt. Dementsprechend finden die Touristen eine weitgehend intakte Insel vor, deren zahlreiche unberührt scheinende Buchten (z.B. Cala Pregonda) ein Höhepunkt jeder Inseltour sind.

Die kleine Baleareninsel bietet vielfältige Sportaktivitäten
Neben Golf (Golf Son Parc, 9 Löcher, Urbanización Son Parc, Mercadal) können vor allem alle Wassersportarten unternommen werden. So werden auf der ganzen Insel Tauchen, Segeln, Surfen, Windsurfen aber auch die “Landsportarten” Reiten oder Tennis angeboten. Sportfreaks kommen besonders in S´Algar auf ihre Kosten, denn hier befindet sich unter anderem ein Sportzentrum (4 Tennisplätze, Fitnesscenter, Wassersportcenter, etc.). Beliebt ist die Insel auch bei Wanderern und Radfahrern/Mountainbikern, da sie unzählige Tourmölichkeiten entsprechend der eigenen Leistungsmöglichkeit anbietet. Ferner finden sich Anbieter von Kajak-Touren oder Parasailing ebenfalls auf der Insel.

Kultur & Sehenswürdigkeiten
Ein unüberschaubares Gewirr aus manchmal beängstigend hohen Trockenmauern macht eigentlich das gesamte Inselinnere zu einem riesigen Freilandmuseum. Die unter Denkmalschutz stehenden, kunstvoll geschichteten Mauern legen beredtes Zeugnis ab, vom jahrhundertelangen Kampf der Bauern auf steiniger Scholle gegen die Winderosion. Auch viele pittoreske Dörfer und Ortschaften der Insel vermitteln noch etwas von der traditionellen Lebensweise auf Menorca. Der zweitgrößte Ort, Ciutadella, ist einer der schönsten der Insel: mit seinen feudalen Palästen, sonnigen Plätzen und Kirchen – allen voran der Kathedrale – ist es fast ebenso beeindruckend wie die stimmungsvolle Altstadt der Inselmetropole Maó mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Die außergewöhnlichsten Schätze bieten sich kulturgeschichtlich Interessierten auf Menorca allerdings aus viel älterer Zeit. Mehr als 1600 prähistorische Monumente (2000-800 v.Chr.), die teilweise in fantastischem Zustand sind, machen Menorca wahrhaft zur archäologischen Schatztruhe. Nur einen von zahlreichen Höhepunkten bilden die Megalithbauwerke in der vorgeschichtliche Dorfanlage Sant Agustí Vell, von deren malerischer Lage am Steilabbruch einer Schlucht aus sich auch gleich noch ein beeindruckendes Panorama genießen lässt. (Lutz Kaulfuß)
Insidertipps
Billigste Reisezeit: Die preiswertesten Urlaubsmonate sind April , Mai, September und Oktober. Die teuersten Monate sind die klassischen Ferienwochen Juli und August.
Prima Klima: Strandleben pur lässt sich am besten zwischen Juni und Oktober genießen. Wer das Hinterland länger als nur zu gelegentlichen Besichtigungstouren besuchen will, sollte sich dafür die Monate Mai/Juni und September/Oktober reservieren. Während der Mai vor allem Wanderfreunde mit traumhaft mildem Klima verwöhnt, kommen im Oktober auch noch Strand- und Badefans bei durchschnittlichen Wassertemperaturen um die 20 Grad Celsius auf ihre Kosten.
Transfer: Die Entfernungen zwischen Flughafen und den verschiedenen Urlaubsorten schwanken erheblich. So sind es nach Cala Canutells 10 km, nach S´Alger und Punta Prima 15 km und nach Son Bou oder Arenal d´en Castell zirka 20 km. Erheblich weiter ist die Fahrt nach Cala Santandria und nach Cala´n Bosch, mit respektablen 50 km bzw. 55 km.
Souvenirs/Mitbringsel: Klassische Mitbringsel sind Lederwaren (Gürtel, Rucksäcke, Jacken), Keramik (v.a. bòtils und olles ) Glasarbeiten und Spirituosen. Neben dem beliebten Gin hat die Insel aber auch noch andere Kulinaria zu bieten, die sich hervorragend als Souvenir eignen, wie etwa Käse, Kräuterliköre und Mandelplätzchen. Um die Würze der mediterranen Sonne auch zuhause nicht missen zu müssen, sind die hocharomatischen Sträußchen aus getrockneten menorquinischen Wildkräutern empfehlenswert
Nicht versäumen: Jeder, der einigermaßen gut zu Fuß ist, sollte sich die gut 45-minütige Wanderung auf die mit 264 Metern dritthöchste Erhebung der Insel gönnen. Denn die Aussicht vom Puig de Santa Ageda über Menorca, in einsamer und besonders stiller Höhe, ist noch atemberaubender als die vom berühmten Monte Toro. Schilder führen von Ferreries über das Landgut Binisues ins nahe Wanderrevier. An einem längst verfallenem Gebäude beginnt der Wanderweg. Zuerst spaziert man durch einen Eichenhain, dann geht es weiter auf dem klobigen Natursteinpflaster eines Weges, der schon in der Antike in Stein gefasst wurde.
Info-Adressen
Spanisches Fremdenverkehrsamt, Regionalbüro Berlin, Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin
Tel. 030-8826543, Email: berlin@tourspain.es, Internet: www.spain.info


Kanaren - Inseln des "ewigen" Frühlings

Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote sind die großen und allbekannten Inseln der charmanten Inselgruppe. Mit La Palma, El Hierro und La Gomera sind es insgesamt 7.

Ein abwechslungsreiches Landschaftsbild ist allen Inseln gemein: Von Gebirgsformationen über Dünenlandschaften bis zu Traumstränden. Ein Eldorado besonders für Naturfreunde und Wanderer.

Partypeople und Nachtschwärmer kommen auf Gran Canaria auf Ihre Kosten: z. B. in der Partyhochburg Playa Del Ingles. Fuerteventura ist mit den schönsten, kanarischen Stränden ideal für den Badeurlaub. Die Kanarischen Inseln attraktive Ganzjahresreiseziele: Lassen Sie sich begeistern?


Andalusien - ein reizvolles Stück Spanien

Andalusien bietet einfach mehr: Über 800 Küsten-Kilometer an Atlantik und Mittelmeer, einzigartige "geschützte" Landschaften und Naturparks, reizende Dörfer und geschichtsträchtige Städte, Kunst und Kultur satt, Tradition und Folklore, umfangreiche Sport- und Aktivmöglichkeiten, kulinarische Genüsse, mehr als 3000 Sonnenstunden pro Jahr, und, und, und...

Einige der bekanntesten Städte Andalusiens sind Sevilla, Córdoba, Granada, Almeria, Cádiz und Málaga. Hier und anderenorts eröffnen sich unzählige Möglichkeiten. – Genießen Sie z.B. tagsüber Kunst und Kultur, bevor Sie abends ins pulsierende Nightlife abtauchen. Lassen Sie sich überraschen.
Andalusien wird Sie nicht enttäuschen...


Barcelona

Die Hauptstadt Kataloniens ist mit ihrem römischen Ursprung und mediterranen Charakter eine interessante, kulturelle und dynamische Metropole, die sich ihr historisch-künstlerisches Erbe bewahrt. Nicht umsonst erklärte die UNESCO viele Bauten der katalanischen Architekten Antonio Gaudí und Luís Doménech i Montaner zum Weltkulturerbe. Barcelona strotzt vor Vitalität, was ein dynamisches vielfältiges Angebot an Veranstaltungen, Festivals und Ausstellungen beweist. Den Besucher erwartet ein umfassendes Kulturprogramm mit Museen, Skulpturen, historischen Gebäuden und ein großes Angebot an Musik, Theater und Tanz. Auch die zahlreichen Parks, Strände, Sporthäfen, Golfplätze und Cafés bieten ein großes Angebot an Freizeitaktivitäten für Jung und Alt. An der nordspanischen Mittelmeerküste gelegen, gilt Barcelona, mit Frühjahrstemperaturen um die 20 Grad, als Städte-Trip mit Sonnengarantie. Das lädt zu einem ausgedehnten Einkaufsbummel ein, was in Barcelona mit vier Shoppingparadiesen unterschiedlichster Art nicht ausbleiben kann.

Einkaufsparadies hoch vier!
Mit einem Angebot von rund 35.000 Geschäften bleiben in Barcelona keine Shopping-Wünsche offen. Barcelona bietet die beste Einkaufsachse in ganz Europa: Die so genannte "Shopping Line" reicht auf einer Länge von fünf Kilometern vom alten Hafen Port Vell bis zum oberen Teil der Diagonal. Sie durchquert die Ramblas, das Gotische Viertel und das Stadtviertel Eixample.


*La Rambla - Port Vell: Das maritime Barcelona
Direkt am Meer befindet sich das Geschäfts- und Vergnügungszentrum "Maremagnum" mit der Kolumbussäule zu seinen Füßen. Hier beginnt der volkstümlichste und bunteste Spaziergang, den Barcelona zu bieten hat. Belebt wird die Rambla durch die vielen Kioske, Vogel- und Blumenstände, die neben traditionellen Geschäften ihre Waren feilbieten. Linkerhand befindet sich der berühmte Markt "La Boquería", ein wahrer Gourmettempel für alle Liebhaber von frischem Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch. Das Stadtviertel La Ribera ist seit einigen Jahren besonders stark in der Gunst der Einheimischen und Besucher gestiegen. Neue Geschäfte, Restaurants, Kneipen, Cocktailbars und Modelokale sind entstanden, die aber den traditionellen Charakter des Viertels respektieren.


*Gotisches Viertel - Placa Catalunya: Das Herz von Barcelona
In dem Stadtviertel mit der längsten Geschichte kann man sich auf den Spaziergang der Tausend Geschäfte begeben. Hier leben kommerzielle Tradition und Kultur munter miteinander und vermischen sich. Wenn man in den Kunst- und Antiquitätengeschäften neben der Kathedrale stöbert, vergisst man die Zeit. Im Gotischen Viertel befindet sich auch das Call, ,das ehemalige Judenviertel aus dem Mittelalter. Auf der Placa del Pi und in der Calle Petritxol verströmen über hundert Jahre alte Geschäfte ihren Charme. Nicht zu vergessen auch die Straßen Ferran, Portaferrissa und insbesondere die Avenida Portal de l'Àngel, die sinnbildlich für die kommerzielle Vitalität Barcelonas stehen. Die Placa Catalunya verbindet die Rambla und das Gotische Viertel mit dem Stadtviertel Eixample. Um den Platz gruppieren sich zahlreiche internationale Markengeschäfte. Mit dem großen Kaufhaus "El Corte Inglés" ist die Placa de Catalunya eines der großen Einkaufszentren der Stadt.


*Eixample: Das modernistische Barcelona
Das Stadtviertel Eixample ist eines der Wahrzeichen Barcelonas und ein einzigartiges Zentrum für Handel und Geschäfte. Es entstand nach dem Abriss der mittelalterlichen Stadtmauern im Jahr 1860. Auf dem berühmten Passeig de Gràcia und der ruhigen Rambla de Catalunya konzentrieren sich alle Arten von Geschäfte, die den Spaziergang zu einem angenehmen Vergnügen inmitten von Kunst und Kultur werden lassen. Der Boulevard Rosa, der den Passeig de Gràcia und die Rambla de Catalunya vereint, ist die repräsentativste Einkaufsgalerie. Sie entstand in den 80er Jahren und befindet sich im oberen Teil der Rambla de Catalunya. Sie verkörpert das, was man unter "made in Barcelona" versteht.


*Diagonal: Das zweigeteilte Barcelona
Zwischen dem Passeig de Gràcia und der Placa Francesc Macià befinden sich viele Geschäfte, die auf Haus- und Heimbedarf spezialisiert sind. Sie werden abgelöst von international und national renommierten Markengeschäften. Ab der Placa Francesc Macià bis zum Turó Park beginnt das Gebiet der Shopping-Centers. Die L'Illa Diagonal vereinigt ihre originelle Architektur mit einem vollständigen Geschäftsangebot und mediterraner Küche. Das große Warenhaus Corte Inglés vervollständigt die "Barcelona Shopping Line". (Jana Henning)
Spartipps
*Um die Einkäufe besser planen zu können und möglichst wenig Zeit zu verlieren, steht in den Touristischen Informationsbüros der Stadt der "Barcelona Shopping Guide" zur Verfügung. Er enthält Informationen zu fast 400 Geschäften. Der Bus "Shopping Line" ermöglicht auf angenehme und bequeme Weise die fünf Kilometer lange Einkaufsmeile abzufahren. Zum Preis von fünf Euro kann man mit dem Ticket "T-Shopping", das im Bus selbst erhältlich ist, beliebig oft ein- und aussteigen.

*Barcelona Card: Die Stadtverwaltung von Barcelona bietet die "Barcelona Card" (für 1, 2, 3, 4 oder 5 Tage) an. Mit dieser Karte ist es möglich, kostenlos öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und starke Ermäßigungen auf die Eintrittspreise von Museen zu erhalten. Ermäßigungen bei Veranstaltungen und sogar in Restaurants sind ebenfalls im Angebot inbegriffen. Infos unter www.barcelonaturisme.com

Insidertipps
*Öffentliche Transportmittel und Touristenbusse sind die beste Möglichkeit, die zahlreichen Attraktionen Barcelonas zu besichtigen oder die Strände der Stadt zu erreich. Mit der "Barcelona Card" im Gepäck erspart man sich auch den ständigen Ticketkauf. Infos über die verschiedenen Transportmittel in Barcelona.

*Auf den Spuren Picassos: Das Leben von Picasso war eng mit Barcelona verbunden. Bei einem geführten Rundgang durch die Stadt können sich Touristen ein Bild vom Leben des Bohemien und Künstlers machen. Der Rundgang schließt einen Besuch im Picasso-Museum ein. Die 90-minütige Tour findet samstags und sonntags um 10.30 Uhr auf englisch und um 11.30 Uhr auf spanisch statt. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine vorherige Reservierung notwendig. Preis: Erwachsene: 10 Euro; Kinder (4-12 Jahre): 5 Euro. Mehr Infos unter www.barcelonaturisme.com.

Info-Adressen
Spanisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin
Tel.: 030-8826543, www.spain.info oder www.barcelonaturisme.com.


Costa de la Luz

Dort, wo Europa im Atlantik endet und Nordafrika am Horizont auftaucht, sind die Strände endlos lang und traumhaft schön. Ursprünglich wirkt das bäuerlich geprägte Hinterland, in dem Stiere und Pferde auf riesigen Weiden grasen, unverfälscht sind Flamenco und die einheimische Küche.

Tausende von Urlaubern tummeln sich an den Stränden von Conil de la Frontera. Doch die sind so breit und vor allem so lang, dass sich die Sonnenhungrigen nicht in die Quere kommen. Von oben, von der Steilküste wirken sie wie kleine Punkte, die ständig in Bewegung sind und nur ab und zu in die glasklaren Atlantikfluten eintauchen. Der Neuankömmling betrachtet das Treiben nicht ohne Verwunderung: Da liegen ihm einige der schönsten Badestrände Europas zu Füßen, und kaum jemand badet, zumindest in den ersten und letzten Tagesstunden nicht. Gemächliche Spaziergänger, flinke Jogger, Familien mit und ohne Kinderwagen, junge Sprachschüler mit und ohne Clique, sie alle erfasst ein kollektiver Laufrausch - 10 Kilometer Sandstrand ohne Unterbrechung! Spätestens am Ende des ersten Urlaubstages werden alle vom Laufrausch erfasst.

Strandläufer
Die Badefreuden beginnen in Conil also etwas später. Darauf hat sich auch der Bürgermeister eingestellt. Erst gegen 10:00 Uhr werden die Sanitäranlagen geöffnet, bezieht die Wasserrettung vom örtlichen Roten Kreuz ihre Türme an den fast drei Kilometer langen Hausstränden Playa de Los Bateles und Playa de La Fontanilla. Danach verkündet eine nette Lautsprecherstimme in drei Sprachen, dass nun alles hergerichtet sei und beendet die kurze Ansage mit: “Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag. Bitte benutzen Sie die Papierkörbe! Ihre Gemeindeverwaltung von Conil.”

Man merkt schnell, dass das Wohlergehen der Gäste ernst genommen wird und dass die Atmosphäre nicht verschandelt werden soll. Die Freundlichkeit der Einheimischen ist sprichwörtlich, die Jagd auf den Touristen-Euro nicht ihr erklärter Lebensinhalt. Während der Hauptreisemonate gibt es an den Stränden kostenlose Duschen, wildes Parken ist nicht erforderlich, dafür sorgen zwei große Parkplätze. Für Behinderte und Rollstuhlfahrer sind Stellflächen direkt neben den Holzstegen reserviert, die einen leichten Zugang zur Wasserlinie ermöglichen. Zur Not helfen auch mal die Bademeister, die ansonsten ohnehin nicht viel zu tun haben; bei Ebbe zeigt die breite Gezeitenzone, auf der auch die Reifen von Kinderwagen und Rollstühlen genügend festen Untergrund finden, wie flach der steinlose Strand abfällt.

Adios Ballermann
Insgesamt gehören 14 Kilometer der Costa de la Luz zur Gemeinde Conil. Ein Großteil ist unbebaute Steilküste mit vielen einsamen Buchten, die teilweise über steile Treppen zu erreichen sind. Dort, wo diese Steilküste mehr landeinwärts verläuft und den breiten Stränden Platz macht, thront das hübsche Städtchen Conil auf einem Hügel. Schon die Phönizier schätzten diese Lage und ließen sich gut 1.000 Jahre vor Chr. hier nieder. Heute bummelt man durch blitzblanke Altstadtgassen mit kleinen Cafés, Tapas-Bars und Restaurants. Wirte, die deutschen Filterkaffee, Schnitzel oder Kümmerling anpreisen? Fehlanzeige! Stattdessen frische Fischgerichte, rabenschwarze Cafès Solo und wirklich noch immer gut eingeschänkte Brandy-Gäser. Das liegt auch an der Tatsache, dass Conil schon lange vor dem Auftauchen der ersten mitteleuropäischen Urlauber bei spanischen Erholungssuchenden sehr beliebt war – und heute noch ist. So ist das Publikum wohltuend gemischt und für eine Ballermann-Subkultur findet sich kein Platz.

Hinterm Strand geht’s weiter
Über weltbekannte Sehenswürdigkeiten verfügt der Ort nicht, die Altstadt als Ganzes ist die Sehenswürdigkeit. Die Straßen durch das bäuerlich geprägte Hinterland der Provinz Cádiz sind gut ausgebaut. Sie führen zum Beispiel in das sehenswerte Bergstädtchen Vejer de la Frontera (15 km), in die Hafen- und Provinzhauptstadt Cádiz (40 km), Europas älteste Stadtgründung, oder in das Weinanbaugebiet zwischen El Puerto de Santa Maria (40 km) und Jerez de la Frontera (70 km) mit den weltbekannten Sherry- und Brandy-Bodegas, Pferdegestüten und Reitschulen. Aktivurlauber können durch die zahlreichen Naturschutzgebiete wandern. Belohnt werden sie u.a. mit uralten Olivenhainen, pittoresken Bergdörfern, schattigen Nadelwäldern und großen Flamingo-Kolonien.

Die Provinz Cádiz gilt auch als Geburtsstätte des Flamenco, der große Popularität besitzt. Kaum ein Stadtteil oder Dorf, das nicht über eine eigene Flamenco-Gruppe verfügt. Sie bieten Flamenco in Reinkultur, nicht diese entsetzlichen Vorführungen, die man anderenorts in Spanien in Kombination mit einer Eselsafari oder einer Sangria-Orgie buchen kann. Den El Coro Flamenco Conileno, der gelegentlich auch in Hotels auftritt, sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Klagegesänge
Neuerdings erfreut sich Flamenco auch außerhalb Spaniens wachsender Beliebtheit. Farbenprächtig und mitreißend sind die Tänze, für mitteleuropäische Ohren meist gewöhnungsbedürftig ist die Urform, der herzzerreißende Klagegesang cante jondo. Bleibt zu hoffen, dass der Bürgermeister von Conil nicht irgendwann einen cante jondo anstimmen muss. Weitsicht beweist er mit dem Programm Turismo Sensible, das strenge Bauvorschriften vorschreibt. So stehen die Chancen sehr gut, dass der Charme von Conils Altstadt und den Stränden noch lange erhalten bleibt. Aber so viel landschaftliche Schönheit weckt auch Begehrlichkeiten.

Schon wächst zwischen den Feldern die Dichte der Eigenheime und Feriensiedlungen. Auch die Hotelneubauten außerhalb der Stadt könnten, obwohl landestypische Bauweise überwiegt, schnell zu einem großflächigen Schandfleck werden. Der Wunsch der netten Lautsprecherstimme, die allabendlich den Dienstschluss der Wasserrettung verkündet und mit dem Satz endet, “Wir hoffen, Sie hatten einen schönen Tag an unseren Stränden und freuen uns, Sie morgen wieder begrüßen zu dürfen!“, könnte dann von Urlaubern ungehört über den Atlantikwellen verhallen. (Kurt Peter & Silvia Beumler)
Info-Adressen
Spanisches Fremdenverkehrsamt, Regionalbüro Berlin, Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin
Tel. 030-8826543, Email: berlin@tourspain.es, Internet: www.spain.info


Madrid

In der Hauptstadt Madrid findet sich eigentlich alles, was das Herz begehrt. Insbesondere wer Modisches sucht, aber auch gastronomische Produkte aus der Umgebung und dem ganzen Land, ist auf den Shopping-Meilen Madrids gut aufgehoben. In der einstigen Stadt der großen Maler und Künstler wie Quevedo, Cervantes, Góngora, Valázquez oder Lope de Vega ist heute die Avantgarde der spanischen Mode zu Hause, die geprägt und geführt wird von einigen jungen Designern wie Miriam Ocariz, Maria Calero oder Yono Taola. Internationale Designermode findet man vor allem in den Einkauftsstaßen des Stadtviertels Salamanca. Im alten Zentrum der Innenstadt rund um die Gran Via und Calle Mayor hingegen befinden sich noch zahlreiche Traditionsgeschäfte, die sich mit den neuen Strömungen der Markengeschäfte vermischen. Daneben gibt es große Shopping-Centren in den neueren Stadtteilen und der Peripherie wie der "Jardín de Serrano", das exklusivste Einkaufszentrum der Stadt im Salamanca-Viertel. Die einzelnen Stadtteile oder Einkaufsstraßen erreicht man am besten per Metro oder Stadtbus. Infos unter www.madridshoppingtour.com. (Jana Henning)
Spartipp
Mit der "Madrid Card" kann man sich zwischen einem oder drei Tagen frei auf den Bussen und der Metro bewegen, danbeben hat man freien Eintritt in 40 Mussen in Madrid und Umgebung sowie interessante Rabatte in verschiedenen Geschäften und Restaurants der Stadt. Die Karte ist bei den Touristischen Informationsbüros und in Hotels erhältlich und kostet zwischen 28 Euro (Tageskarte) und 55 Euro (3-Tageskarte).

Insidertipps
*Besuch des legendären Fußballstadions von Real Madrid: Fußballbegeisterte Madridbesucher haben die Möglichkeit das Stadion von Real Madrid „Santiago Bernabeu“ zu besuchen. Der Club bietet einen 90-minütigen Rundgang durch das Stadion an, bei dem die Fans in Sphären gelangen, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind: z.B. die Umkleidekabinen oder das Spielfeld. Information und Reservierung unter Tel.: Real Madrid 902281709

*Metrofahren leicht gemacht: Wer seinen Madrid-Aufenthalt gut planen will und wissen möchte, welche Sehenswürdigkeit mit welcher U-Bahn-Linie zu erreichen ist, kann die neue Internetseite der Madrider Metro benutzen. Dort finden Sie Infos zu den einzelnen Verbindungen, Fahrplänen und Haltestationen. Adresse: www.metromadrid.es

*Touristen, die in Madrid Opfer einer Straftat geworden sind, können sich nun an ein eigens geschaffenes Büro im Polizeikommissarriat im Zentrum von Madrid wenden. Das Büro soll den ausländischen Geschädigten besondere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Speziell geschultes Personal aus dem Tourismussektor hilft der Polizei, die Anzeigen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch an 24 Stunden täglich aufzunehmen. Das sich die Strafanzeigen nicht merh wie früher auf verschiedene Kommissariate verteilen, ist eine bessere Verfolgung der Delikte gewährleistet. Adresse: Oficina de atenciòn. Comisarìa de Policìa de Centro de Madrid,C/Leganitos 19, 28013 Madrid, Tel. 91 548 85 37.

Info-Adressen
Spanisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin
Tel.: 030-8826543, www.spain.info


  Türkische Riviera

Die Türkische Riviera ist die beliebteste Urlaubsregion in der Türkei. Das milde-mediterrane Klima, kilometerlange Strände, kristallklares Wasser und wunderschöne Buchten schaffen ideale Voraussetzungen für einen gelungenen Urlaub. Die Ausläufer des Taurusgebirges bieten eine atemberaubende Bergkulisse.

Die Türkische Riviera lässt sich in drei touristische Regionen einteilen - Alanya und Side, Belek und Antalya, Kemer und Beldini.

Alanya und Side

Alanya bildet das Herzstück des türkischen Tourismus und bietet ein städtisches, mediterranes Flair mit einer Vielzahl von Geschäften, Basaren und Einkaufsmöglichkeiten. Der feinsandige, kilometerlange Kleopatrastrand macht Alanya auch zum beliebten Badeurlaubsziel. In den verwinkelten Gassen der romantischen Altstadt laden zahlreiche Cafés und Teestuben zum Verweilen ein. Und auch in Punkto Nachtleben gibt es eine Menge zu entdecken und zu erleben.

Side ist ein modernes, lebhaftes Feriendomizil und ein Ort, wo Tradition und Geschichte erlebbar werden. Kilometerlange Sandstrände, die flach ins Wasser abfallen, machen diese Region besonders für Familien mit Kindern interessant.



Antalya und Belek

Antalya ist eine der schönsten und wachstumsstärksten Städte der Türkei. Trotz stetigem Wandel und der ständigen Vergrößerung ist das Herz Antalyas nahezu unberührt. - Die wunderschöne Altstadt Kaleici ("Innere Festung") wird komplett von einer Stadtmauer eingefasst.

Ein Labyrinth kleiner Gassen führt vorbei an den traditionellen, osmanischen Holzhäusern und man fühlt sich in ein anderes Zeitalter versetzt. Verlaufen können Sie sich in Kaleici allerdings nicht, denn früher oder später werden Sie den Hafen erreichen. Hier bieten Ihnen zahlreiche Lokale und Biergärten die Gelegenheit auszuruhen und die herrliche Aussicht zu genießen.

Belek liegt direkt zwischen Antalya und Side. Der kleine, "noble" Ferienort ist direkt in einem Kieferwäldchen entstanden und entwickelt sich stetig weiter. Luxushotels bieten komfortable Unterkünfte und Beleks Golfresorts zählen zu den besten ihrer Art weltweit. Insgesamt 5 Golfplätze stehen zur Verfügung.

Die Türkische Riviera - hier werden Urlaubsträume wahr. Lassen auch Sie sich verzaubern...
Kemer und Beldibi

Im Westen der Türkischen Riviera ist die Region um Kemer und Beldibi ein Garant für einen abwechslungsreichen und einzigartigen Urlaub. Ein mildes-mediterranes Klima und eine überaus reizvolle Landschaft zwischen Küste und Taurusgebirge machen jede Reise zum Erlebnis.

In der Region um Kemer und Beldibi kommen sportlich Aktive voll auf ihre Kosten: Egal ob Wandern oder ausgiebige Radtouren, ob Tauchen oder Segeln. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Kemer liegt, ca. 40km westlich von Antalya, an einem kilometerlangen Strand. Das ehemalige Fischerdorf bietet eine Vielzahl an Shopping-Möglichkeiten: Textilboutiquen, Kunstgewerbe und Gold- und Teppichhändler preisen in modernen Arkadengängen ihre Waren an. Besonders sehenswert ist der Yachthafen. Ein neues Spaßbad sorgt bei Groß und Klein für spritzige Abkühlung. Nachtschwärmer finden selbstverständlich eine Vielzahl an Bars und Diskotheken.

In Beldibi geht es ruhiger und beschaulicher zu. Kleine, überschaubare Hotels laden zum Verweilen ein. Dichte Pinienhaine vor dem Bergpanorama des Taurusgebirges und duftende Orangenhaine laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Im Ortskern lässt es sich sehr gut durch die Geschäfte bummeln oder bei einem Glas Tee oder einer Tasse Kaffee entspannen.

Verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub an der Türkischen Riviera. - Freuen Sie sich auf eine unvergessliche Zeit...


Istanbul

Istanbul ist die einzige Stadt, die auf zwei Kontinenten erbaut wurde. Seit 1973 verbindet die Bosporus-Brücke Europa und Asien. Sie zählt mit einer Länge von 1620 m zu den längsten Hängebrücken der Welt. Istanbul besitzt zahlreiche geschichtsträchtige Bauwerke, Denkmäler, Kirchen und Moscheen. Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Istanbuls ist die Hagia Sophia, die zu den größten Kirchenbauten der Welt gehört. Die „Kirche zur göttlichen Weisheit“ gilt als der schönste Sakralbau der früher Christenheit und ist ein faszinierendes Werk der Architektur und Kunst. Eines der Wahrzeichen Istanbuls ist der am asiatischen Ufer gelegene Leanderturm. Hier soll sich auch die Sage von Hero und Leander abgespielt haben. Die Süleymaniye Moschee, von dem berühmten Architekten Sinan erbaut, ist eine der schönsten Moscheen der Stadt und ein Höhepunkt osmanischer Baukunst.

Wer in Istanbul einkaufen geht hat nicht nur eine große Auswahl vor sich, sondern, im Vergleich zu anderen europäischen Städten, auch sehr günstige Preise. Es gibt viele moderne Einkaufszentren, wobei besonders die Istikal Caddesi, eine der schönsten Einkaufsstraßen, erwähnenswert ist. In den Basaren Kapali Carsi und Misir Carsisi ist überwiegend Kunsthandwerk wie Kupferwaren, Teppiche, Goldschmuck, Lederwaren und orientalische Artikel vertreten. Moderne Bekleidung findet man günstig in den vielen Original - Stores, die in den meisten Stadtteilen zu finden sind. (Jana Henning)
Spartipp
Ein Bummel über den mit 20.000 qm Fläche größten überdeckten Basar "Kapali" mit mehr als 4.000 Geschäften und unendlichen, verwinkelten Gassen sollte sich kein Istanbul-Besucher entgehen lassen. Etwa 17 Eingangstore locken ins 1461 erbaute, prachtvoll verzierte und labyrinthartige Gebäude, in dem es vom handgeknüpften Teppich über hochwertige Lederjacken, hochkarätigem Schmuck, billige T-Shirts bis zum kitschigen Lampenschirm alles gibt. Wer sich auf den gnadenlosen Handel einlässt, kann einige gute Schnäppchen ergattern.

Insidertipp
Die Benutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel in Istanbul kann zu einem wahren Abenteuer werden! Da die Busse stets und ständig übervoll sind und von einem zusammenhängenden U-Bahnnetz nicht die Rede sein kann, empfiehlt sich Touristen die Fahrt mit dem Taxi, in dem auch der Euro gerne als Bezahlungsmittel angenommen wird. Als Istanbulbesucher sollte man sich auch keinesfalls eine Schifffahrt entlang des Bosporus entgehen lassen, von wo aus die Stadt besonders sehenswert ist. Fähren fahren täglich ab Eminönü.
Info-Adressen
Kultur- und Informationsabteilung des Türkischen Generalkonsulats
Baseler Str. 35-37, 60329 Frankfurt/Main, Tel.: 069-2330-81/-82, www.reiseland-tuerkei.info
Deutschsprachige Infos zur Istanbul: http://www.istanbul.de



Türkische Riviera

Besonders auch nach der hochsommerlichen Hitze lockt die Türkische Riviera regelmäßig noch bis Ende November mit goldenem Herbst und milden Temperaturen. Dabei ist Antalya nicht nur wegen des internationalen Flughafens Tor zum sonnenverwöhnten Süden der Türkei. Die romantische Altstadt mit unzähligen Baudenkmälern aus verschiedenen Epochen ist mit guter touristischer Infrastruktur ausgestattet. Im Süden liegen eine ganze Reihe kleinerer Küstenorte mit immer neuen Badebuchten vor der beeindruckenden Kulisse des Taurus-Gebirges. Im Osten spannt sich eine weite fruchtbare Ebene mit aufstrebenden Küstenorten an endlos langen Stränden bis nach Side. Die Bedingungen zu spielerischen oder sportlichen Aktivitäten am, auf und im Wasser sind ausgezeichnet. Zudem hat sich die Region um Belek zum Mekka für Golfer gemausert.

Die Türkische Riviera bietet darüber hinaus hervorragende Ausflugsmöglichkeiten. Landschaftliche Attraktionen, wie die einzigartigen Sinterterrassen von Pamukkale sind ebenso vertreten wie kulturelle Highlights, z.B. der Artemistempel, eines der Sieben Weltwunder der Antike oder Ephessos, eine der bedeutendsten Städte der Antike. Die Ausflüge ins Hinterland geraten gerade zur herbstlichen Jahreszeit besonders angenehm, weil nicht so schweißtreibend wie zur hochsommerlichen Hitze. Die Bestrebungen, die Türkische Riviera zum Ganzjahresziel zu promoten, dürfen aber nicht falsch verstanden werden. Spätestens ab Dezember wird es in der Regel zu kühl und unbeständig für einen Badeurlaub. Dann bestimmen Wanderungen, Sport an Land und Ausflüge die Urlaubstage. (Lutz Kaulfuß)
Insidertipps
Klima: An der Südküste liegen die Tagestemperaturen im Oktober bei 26 Grad und im November immerhin bie rund 21 Grad. Das Meer bietet zu dieser Zeit noch 23 bzw. 20 Grad.
Info-Adressen
Türkisches Fremdenverkehrsbüro, Baseler Str. 35-37, 60329 Frankfurt,
Tel.: 069-233081, Email: info@reiseland-tuerkei-info.de, Internet: www.reiseland-tuerkei.info


Tunesien - Nordafrikanischer Wüstentraum

Tunesien - ein Land der Farben und Kontraste. Freuen Sie sich auf die atemberaubende Schönheit der Natur, mystische alte Städte, lebhafte Festivals und die herzliche Gastfreundschaft der Tunesier.

Hammamet ist der älteste und beliebteste Ferienort mit 30.000 Einwohnern. Reizvolle Landschaften und ein mildes Klima bilden die ideale Grundlage für einen erholsamen Urlaub. Die heute noch vollkommen von einer Mauer umschlossene Medina, die arabische Altstadt, ist ein echtes Wahrzeichen Hammamets. Mit ihren lebhaften Souks und engen Gassen bietet sie den Besuchern eine faszinierende, orientalische Kulisse.

Mieten Sie sich einen Leihwagen: In knapp einer Stunde erreicht man, von Yasmine Hammamet aus, Tunis. Dort finden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie die Medina und dem Bardo-Museum, die antike Siedlung Karthago und die Künstlerkolonie Sidi Bou Said.

Monastir ist einer der größten Badeorte Tunesiens, hat aber auch sonst eine Menge zu bieten: Besuchen Sie das alte Stadtviertel Chraga, das vollständig restauriert wurde. Strassencafés und typische Restaurants laden zum Verweilen und zum Genießen typischer Spezialitäten ein.

Zusammen mit dem benachbarten Skanès besitzt Monastir Hotels aller Kategorien, einen Yachthafen mit Ferienwohnungen, zwei Golfplätze und Sportmöglichkeiten bei den Hotels.

Die Insel Djerba ist ein beliebtes Ganzjahresreiseziel. Die Insel ist 514km² groß und hat rund 90.000 Einwohner. Der Sand der Badestrände ist fein und weiß, das Meer kristallklar und warm. Entdecken Sie die Vielzahl der bunten Fische und Schalentiere im Wasser. - ein hautnahes Naturerlebnis für Groß und Klein.


  Dubai - Wo der "Superlativ" zu Hause ist...

Wenn Sie das Besondere lieben, ist das Emirat Dubai Ihr ideales Urlaubsziel:

Im Winter beginnt die attraktivste Reisezeit. Bedingt durch das suptropische Klima herrschen angenehme Tagestemperaturen zwischen 25 und 35 Grad. In Küstennähe sorgt meist eine frische Meeresbrise für Abkühlung.

In Dubai werden ständig neue, bahnbrechende Projekte der Superlative in die Tat umgesetzt: Momentan wird eifrig an dem Bau zweier künstlicher Inseln in Palmenform (The Palm Projekt) mit jeweils 17 Wedeln und einem Durchmesser von fünf Kilometern gearbeitet. Dubai wird durch diese beiden Inseln um 120 Kilometer Sandstrand reicher. Jede Insel wird 50 Luxushotels, 2.500 exklusive Strandvillen, 2.400 Wohnungen mit Meerblick, zwei Jachthäfen, Wasser-Freizeitparks, Restaurants, Einkaufszentren, Sport- und Wellnesseinrichtungen sowie Kinos bieten.

In den nächsten Monaten wird außerdem mit dem Bau des größten Towers der Welt begonnen. Dieser soll zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt werden.

Lust auf Shopping?! Dubai trägt nicht umsonst den Spitznamen "DO BUY". Die Shopping Center und Malls bieten ein internationales Warenangebot in gepflegter, eleganter Atmosphäre, großzügige moderne Architektur sowie Sauberkeit und Sicherheit. Besuchen Sie den Gold Souk - der größte Goldmarkt der Welt. Bestaunen Sie die üppigen Auslagen, in denen die 22- und 24 Karat Stücke um die Wette glänzen. Nach Sonnenuntergang tummeln sich hier die Reichen und Schönen und gönnen sich das ein oder andere exquisite Stück.

Direkt neben dem Gold Souk befindet sich der Spice Souk: Hier liegen verführerische Düfte in der Luft. Händler verkaufen aus offenen Säcken Kardamon, Zimt, Nüsse, Safran und Henna. Im weiteren Angebot finden sich diverse Weihrauchsorten, Basmati Reis, exotische Parfümöle, Räucherstäbchen, Körbe und Kleintöpferwaren.

Das Burj al Arab ist wohl das bekannteste, teuerste, höchste und luxuriöseste Hotel der Welt. Bester Marmor, Glas und Gold verleihen dem modernen Palast das Flair von 1001 Nacht. Zu den weiteren, beeindruckenden Einrichtungen gehören ein Hubschrauberlandeplatz ganz oben und ein Restaurant unter Wasser. Aber auch die anderen Hotels in Dubai (überwiegend 5 Sterne) bestechen durch Individualität, Luxus und Extravaganz. Dubai - einzigartig mit arabisch-orientalischem Flair. Lassen Sie sich verzaubern...


Brüssel

Alte und moderne Kunst sind in Brüssel nicht weit von einander entfernt. Überall sind Spuren fast aller Epochen der Architektur zu finden, so ist z.B. das Brüsseler Comicmuseum in einem Jugendstilgebäude anzutreffen. Das Atomium, das ein überdimensional großes Eisenmolekül darstellt, ist eines der wohl bekanntesten Wahrzeichen Brüssels. Es wurde zur Weltausstellung im Jahre 1958 errichtet und befindet sich außerhalb der Stadt, ist jedoch mit der Bahn gut zu erreichen. Vom 13. September 2004 bis 31. Oktober 2005 ist das belgische Wahrzeichen wegen Renovierungsarbeiten allerdings geschlossen. Dafür gibt es am Fuße des Atomiums ganz Europa in Miniaturform zu betrachten. Der Vergnügungspark zählt ca. 350 Modelle und Anlagen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Außerdem kann man durch Trickszenen den Fall der Berliner Mauer oder einen Ausbruch des Vesuv verfolgen. (Öffnungszeiten: 10-17 Uhr, Infos: www.minieurope.be)

Brüssel ist die Hauptstadt des Königreichs Belgien und ebenso Hauptstadt der EU. So fühlt sich die Megastadt nicht nur iher reichen royalen Tradition, sondern auch ihrer Identität als erstrangige europäische Hauptstadt verbunden. Zahlreiche Institutionen der Europäischen Union, sowie internationale Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen haben hier ihren Sitz. Die 159 Botschaften und 2.500 Diplomaten machen die Stadt zu dem zweitwichtigsten diplomatischen Zentrum der Welt.

2005: Belgien feiert 175-jähriges Staatsjubiläum
Zum 175-jährigen Staatsjubiläum des Königreichs Belgien finden etliche thematisch breit gefächerte Ausstellungen statt. So gibt es z.B. das "Visionäre Belgien" im Palais des Beaux-Arts (18.02. - 15.05.2005) oder das "Romantische Belgien" in den Königlich-Belgischen Kunstmuseen (18.03. – 31.07.2005) zu entdecken. (Jana Henning)
Spartipp
Die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und den freien Eintritt zu fast allen Museen der Stadt bietet die "Brüssel Card". Sie ist drei Tage lang gültig und ermöglicht auch bei anderen Einrichtungen, wie z. B. das Muschel Restaurant „Chez Léon“, Ermäßigungen. Die Brüssel Card ist erhältlich an Touristeninformationen, in Hotels, Museen und an Verkaufsständen des öffentlichen Transportverkehrs. Mehr Informationen erhältlich unter: www.brusselsinternational.be

Info-Adressen
Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel
Cäcilienstr. 46, 50667 Köln
Tel.: 0221-277590, www.belgien-tourismus.de

Brüssel International-Tourismus
Rathaus, Grand-Place/Grote Markt
Tel.: +31 (0)2/5138940, www.brusselsinternational.be



Amsterdam

Es gibt viel zu sehen in der größten Stadt der Niederlande. Typisch für das Stadtbild von Amsterdam sind die zahlreichen Grachten, die ursprünglich Verteidigungszwecken dienten und heute zu einer Rundfahrt oder einem Spaziergang einladen. Dies ist eine schöne Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten Amsterdams auf dem Wasserweg kennen zu lernen. Und davon gibt es hier genug: Amsterdam hat die größte historische Innenstadt Europas, rund 6.800 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. An einer der vornehmsten Grachten der Stadt, der Prinsengracht, steht das "Anne-Frank-Haus". Hier hielt sich das jüdische Mädchen versteckt und schrieb sein weltweit bekanntes Tagebuch. Amsterdam besitzt ein umfangreiches Angebot der unterschiedlichsten Museen, sodass sich für jedermann etwas finden lässt. Wer sich gerne in der Natur aufhält, für den sind der xArtis Zoox und die verschiedenen Gartenanlagen der Universitäten eine willkommene Abwechslung.

Einkaufstour: Sehen und Staunen
Die Museen sind gesehen, die Grachten befahren - Jetzt geht’s auf Einkaufstrip, denn Amsterdam ist mit seinen rund 9.000 Geschäften und diversen Shoppingcentern ein Einkaufsmekka und bei Einheimischen als auch Touristen sehr beliebt. Es gibt Dinge in diesem Sammelsurium an Kaufhäusern, Läden, Boutiquen und Märkten, von denen man nicht mal wusste, dass sie existieren - Z.B. ein Geschäft, das nur und ausschließlich Zahnbürsten verkauft oder eine Buchhandlung, in der es nichts anderes gibt als Kochbücher. Auf der lebhaften Einkaufsmeile Nieuwendijk finden Schnäppchenjäger eine große Auswahl: Von großen Bekleidungsketten, englischsprachigen Buchläden und schrillen Schuhläden bis hin zu kleinen Boutiquen.

Zwischen Goldener Epoche und Future-Zeitalter
Ständig ist man hin- und hergerissen zwischen der Bewunderung für die alte Grachtenstadt und dem Staunen über das neue junge Amsterdam. Haus an Haus neben Bruinen Cafés haben Designer-Bars eröffnet. In den ehrwürdigen Häusern entlang der Prinsen- oder Keizersgracht gibt es fast mehr junge Galerien als in New Yorks SoHo. Vor der "Sluyswacht", einem Fachwerk-Hexenhäuschen mit Feierabend-Bierausschank, sitzen junge Broker mit Notebook und Kickbord. Und auf der Museumplein ist der neue Flügel desVan Gogh Museums, das vom japanischen Architekten Kisho Kurokawa entworfen wurde und den Platz um mindestens 40 Jahre verjüngt. Gleich daneben wurde ein Halfpipe für Skateboarder gebaut. Das schließt nicht aus, dass gleich nebenan ein kleines Bläser-Ensemble Bach spielt.... (Jana Henning)
Spartipps
*Der "Amsterdam Pass" ist die Eintrittskarte für viele Mussen und Attraktionen in Amsterdam. Er ermöglicht außerdem die freie Fahrt mit allen Bussen, Trams und Metros, eine kostenlose Canal Bootstour und viele Preisnachlässe. Infos unter www.visitamsterdam.nl.

*Parken in der Stadt kann teuer werden. Autobesitzer sollten die kostenlosen Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand nutzen. Infos unter www.naaramsterdam.nl., www.bereikbaar.amsterdam.nl und www.stadstoezicht.amsterdam.nl.
Info-Adressen
Niederländisches Büro für Tourismus, Köln
Tel.: 01805-343322, www.niederlande.de

Informationsstellen des VVV Amsterdam Tourist Office
Büros am Flughafen oder Stationsplein 10 gegenüber dem Hauptbahnhof
www.visitamsterdam.nl oder www.holland.com


Nizza

Nizza, die Sonnenstadt an der Cote d'Azur, ist das zweitwichtigste Touristenzentrum Frankreichs und ein wichtiger Knotenpunkt zwischen den Alpen, der Provence, Korsika und Italien. Es ist im Südosten Franreichs gelegen und der ideale Ausgangspunkt zur Erkundung der französischen Riviera. Nizza erstreckt sich entlang der Mittelmeerküste und nur 50 km Luftlinie von der Küste entfernt erheben sich bereits die ersten Gipfel der Alpen. In unmittelbarer Nähe Nizzas befinden sich Monte Carlo, Cannes und Antibes, jede Stadt eine Reise wert. Im Frühjahr steigen die Temparaturen in Nizza bereits auf angenehme 16-20 Grad - Ideal, um nach dem grauen Winter die ersten Sonnenstrahlen zu erhaschen.

Aufgrund des reichen kulturellen und künstlerischen Erbes hat die Stadt eine Reihe außergewöhnlicher Sehenswürdigkeiten zu bieten. Man findet hier 19 Museen und Galerien, viele historische Denkmäler und Springbrunnen sowie 300 ha Grünflächen. Die Stadt verfügt über zahlreiche Einkaufsstraßen, die zum Schaufensterbummel einladen. Auch sind große Kaufhäuser und lebhafte Märkte vorhanden. (Jana Henning)
Spartipp
Mitte der 90er Jahre entdeckten Stars das Potenzial von Secondhand-Shops und rundeten ihre Designeroutfits mit Fundstücken aus zweiter Hand ab. Die Kombination aus teuer und günstig wurden zum Trend und mit ihnen unzählige Shops, die besonders in teuren Gegenden wie der Cote d'Azur eine wahre Fundgrube sind. Im "Andréa", mitten im Zentrum Nizzas (2, rue Blacas), findet man überraschende Schnäppchen - durchaus auch von Designerlabels wie Chanel, Dior, Kenzo und anderen. Alles teilweise um 50 Prozent reduziert, aber weder schmutzig noch abgenutzt, denn die Kundschaft ist wählerisch. Oft kaufen die Inhaber der so genannten "dépot-ventes" nach Schlussverkäufen Restposten auf, um sie dann enorm preisreduziert zu verkaufen. Ein Einkaufsbummel auf den Spuren der "dépot-ventes" ist deshalb ein Geheimtipp und nicht nur für Schnäppchenjäger währmstens zu empfehlen. Neben dem "Andréa" lohnt ein Abstecher ins "Le Frigo" (3, rue Benoit Bunico).

Insidertipp
Strandwahl: Entlang der Promenade des Anglais und der Promenade des États-Unis sind viele Strandabschnitte in Privatbesitzt und daher gebührenpflichtig. Tipp: Den Schildern "Plage Publique" folgen, dort kann man kostenlos in der Sonne liegen. Auf www.nicetourism.com können sich Nizza-Besucher die Strände schon im Vorfeld virtuell ansehen.

Veranstaltungstipps
Nizza bietet ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm. Das ganze Jahr über finden hier Theater, Konzerte, Opern, Ballett, Galas und Ausstellungen statt. Und auch für Sportliebhaber hat Nizza viele Aktivitäten parat: Wassersport, Alpinsport, Wandern, Canyoning, Fallschirmspringen und Rafting. Für Familien und besonders für Kinder ist in Nizza ein umfangreiches Angebot vorhanden. So gibt es sage und schreibe 10 (!) Freizeitparks. Außerdem verfügt Nizza neben den öffentlichen Stränden auch noch über 15 komfortable Privatstrände (April bis Oktober).

*Der Karneval in Nizza blickt auf eine 130-jährige Tradition zurück ist die Hauptattraktion der Wintersaison. Insgesamt 12 Festtage mit ausgefülltem Programm, z B. Blumenkorso, Fackelzüge und Feuerwerk. Immer im Februar verwandelt sich Nizza dann in eine Straßekunstbühne. Mehr Infos unter: www.nicetourism.com

*Maifest: An allen Sonntagen des Monats wird das wahrscheinlich älteste Folklorefest Nizzas abgehalten. Die Menschen tummeln sich in den Gärten und Arenen von Cimiez bei Bällen, Picknicks, Tanz und traditionellen Spektakeln.

Info-Adressen
Französisches Verkehrsamt, Maison de la France, Westendstr. 47, 60325 Frankfurt
Tel.: 0190-570025, www.franceguide.com


London

London ist eine multikulturelle Metropole und ein beliebtes Reiseziel für Besucher jeden Alters. Die berühmte Stadt hat durch seine zahlreichen Sehenswürdigkeiten und den unterschiedlichsten Aktivitäten für jedermann etwas zu bieten. London besitzt z.B. eine außergewöhnliche Mischung zeitgenössischer Kulturen, die man so nirgendwo sonst auf der Welt finden kann. Es gibt sehr viele Galerien und Museen (in über 70 Museen ist der Eintritt kostenlos!), die alles erdenkliche an Kunst, Wissenschaft, Design, Geschichte, Naturgeschichte und Industrie zu bieten haben. Außerdem ist London bekannt für die weltbesten Pubs und Bars, von historischen Kneipen bis hin zu klassischen Cocktail-Bars ist hier alles zu finden. Wer gerne auf Shopping-Tour geht, den erwartet in London ein Einkaufsmekka. In pompösen Einkaufshäusern und kleinen Boutiquen, die über ganz London verstreut sind, lässt sich nahezu alles finden, was die Shoppingwelt zu bieten hat. Trendige Mode gibt es in Second-Hand-Läden und auf den Straßenmärkten. Der Stable Market (U-Bahnhof Chalk Farm) in Camden Town kleidet gleichermaßen Punks, Gothics und Retros ein. Die historischen Stallgebäude am Grand Union Canal sind auch ohne Markt ein optisch reizvolles Erlebnis. Neben London-City bieten die vielen Stadtteile einen ganz besonderen Charme. Denn London entstand aus einer Vielzahl kleinerer Orte, die sich die ganz persönliche Note bewahrt haben und durch das dichte Netz der Metro leicht zu erreichn sind. Z.B. Islington, vergleichbar mit dem Berliner Kreuzberg, lockt mit einer hübschen Einkaufsstraße und Antiqutätenläden in historischen Häuserzeilen. Um sich in der Stadt zu bewegen, bietet sich eine der vielen Ticket-Optionen von „Transport for London“ an. Auch der Reiseplaner „Journey Planner“ erweist sich als hilfreich!. (Jana Henning)
Spartipps
*Die "Visitor Travelcard" gibt es für die Tarifzonen 1+2 oder 1-6 im öffentlichen Nahverkehr. Sie berechtigt zur unbegrenzten Nutzung der U-Bahnen, Busse und Nachbusse und beinhaltet außerdem 20 Prozent Rabatt in ca. 30 Museen und Sehenswürdigkeiten. Verkauf nur in Deutschland über Britain Direct, Mühlhausen, Tel.: 06222-678050 oder Britain Visitor Centre, Berlin, www.britaindirect.com.

*Der "London Pass" bietet freien Eintritt in 50 Sehenswürdigkeiten, darunter z.B. Windsor Castle, St. Paul's Cathedral - exklusive freien Transport mit Bus und Bahn.

*In der "Half Price Booth" am Leicester Square gibt es reduzierte Tickets für Musicals und Opernaufführungen am gleichen Tag. Infos über die Events unter www.officiallondontheatre.co.uk.
Internettipps
So vielfältig die Stadt, so vielfältig das Internetangebot zu London. Hier ein paar lohnenswerte Internettipps: www.visitlondon.com - www.londontown.com - www.visitbritain.com - www.londonheute.com.

Info-Adressen
VisitBritain, Hachescher Markt 1, ,10178 Berlin
Tel.: 01801-468642, www.visitbritain.com/de


Graz

Vor einigen Jahren lautete der Werbeslogan für Graz "Österreichs heimliche Liebe". 2003 war Graz Europäische Kulturhauptstadt und die Altstadt wurde in die UNESCO Kulturerbeliste aufgenommen. Seither ist es zumindest mit der Heimlichkeit vorbei. Um Graz' Flair zu erfühlen sollte man nicht im beflissenen Kulturstress von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit pilgern - obgleich die Stadt jede Menge Architekturjuwelen zu bieten hat - sondern eher den Schlendergang einlegen oder ein Stück des Weges mit der Tram oder den Stadtbussen (die übrigens mit Altspeiseöl fahren!) zurücklegen.

Die grüne Stadt
Graz tut viel um die grüne Stadt zu erhalten, allem voran der Schlossberg, von dem man nicht nur einen herrlichen Ausblick hat, sondern der gleichzeitig als innerstädtischer Park fungiert. Der Uhrturm am Berg ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde 1809 von Bürgern durch Ankauf vor dem Abriss gerettet und zeigt den Grazern an, welche Stunde es gerade schlägt - mit vertauschten Zeigern!!!
Graz Geheimnis liegt in einer unnachahmlichen Kombination: Mediterranes Leben auf den zahllosen Plätzen beschirmt und beschützt von wunderbarer Bausubstanz. Und noch eins: Touristen-Nepp ist Fehlanzeige. In Graz wird man kein Lokal finden, in dem nur Touristen verkehren. Bei Kernölsalat und Schilcher sitzt ein buntes Völkchen zusammen: Die Schicken, die Alternativen, die Kulturszene, die Touristen und die "Ureinwohner". So wie im Landhaus, das auch einen lukullischen Untermieter hat: Der Schanigarten des Landhauskeller blickt auf die weit angelegten Arkaden - Ein Platz für ein Restaurant wie es kaum einen besseren in Österreich gibt.

Das Bermudadreieck
Grazer Nächte sind lang, verfügt die Stadt doch über ein richtiggehendes Kneipen-Bermudadreieck rund um Glockenspiel-, Mehl- und Färberplatz mit Cafes, Bars, Weinlokalen und steirischen Restaurants. Der Name "Bermudadreieck" stammt übrigens aus Graz und wurde erst später auf Kneipenviertel in Wien oder Linz angewandt - sagen die Grazer. Schmäh oder Wahrheit? Egal, denn Österreich ist nun mal auch berühmt fürs "Schmäh führen", jene österreichisch charmante Variante des bayerischen "blöd Daherredens", das niemand so genial beherrscht wie die Steirer. Der "Edi" auf dem Bauernmarkt an der Oper ist ein gutes Beispiel. Es ist 6 Uhr in der Früh und ein skurriles Publikum sammelt sich hier zwischen steirischen Produkten frisch vom Hof und Fresstandln: z.B. übriggebliebene Nachtschwärmer suchen mit fetter Wurst den Kater im Keim zu ersticken.
Danach öffnen die "Schwänzer-Cafes". Ein steirisches Original wie der "Edi" macht die Touristen unter den Gästen mit untrüglichem Blick aus und gibt sofort Lebensweisheiten zum Besten. Danach geht man erst einmal ins "Sacher" zu einer Torte und später zu einem "Großen Braunen" ins "Cafe M" in einem kühnen Glasbau hoch über dem Färberplatz. Graz zaubert ein Lächeln selbst auf sonst verkniffene Gesichter! (Nicola Förg) 
Insider-Tipps für Gastrofans
* Klassiker:
- Landhauskeller: Schöne Stuben und der schönste Garten Österreichs, Schmiedgasse 9
- Sacher Graz: Zweigeteilt in Cafe und Weinbar/Snackbar, Herrengasse 6
- Wintergarten: Im Hotel Erzherzog Johann, sehr schönes Ambiente, Sackstr. 3-5
* Steirisch:
- Stainzerbauer: Urig, steirisch und mitten in der Altstadt, Bürgergasse 4
- Altsteirische Schmakerlstube: Steierische Küche im rustikalen Ambiente, Sackstr. 10
- Brauhaus Puntigam: Hier wird das Steirische Bier gebraut, Gaststube und schöner Biergarten, Trienterstr.
* Style:
- Restaurant Iohan (Haubenlokal): 13 Punkte und 1 Haube sowie ein sehr stylisches Ambiente, Landhausgasse 1
- Das Rauhberg: Kühl-schicke Cafe-Bar, Treff der Architekturszene, Rauhberggasse 11
* Bars:
- Bar-Hopping: Vom M1, Färbergasse ins Molly Malone (Irish Pub), Färbergasse, zum Aiola am Schlossberg und ins Miles am Mariahilfplatz.
- Latin - Rincon Andino: Lateinamerikanische Küche, Lifemusik, super Stimmung, Alte Poststr., mit der Tram 1 zu erreichen
- Destithek: Ewald Willibalds Welt der Edelbrände zum Verkosten und Kaufen, Jakominiplatz 15
Info-Adressen
Graz Tourismus, Herrengasse 16, 8010 Graz
Tel.: 0043-316-80750, Email: info@graztourismus.at, Internet: www.graztourismus.at


Genf

Genf ist zwar die kleinste Welt-Metropole, liegt aber am größten See Europas, dem Lac Leman. Als Kulturstadt hat Genf zahlreichen Museen und Bibliotheken zu bieten. Das Grand Théâtre, das Orchestre de la Suisse Romande und viele unter Denkmalschutz stehende Bauten tragen zur Ausstrahlung und zum Stadtbild bei. Längst berühmt sind auch die Fontänen "Jet d'Eau", und die Flüsse Rhone und Arve verleihen der Stadt einen ganz besonderen Charme. Oasen voller Rosen bezaubern hier: 40.000 Blüten in allen Nuancen und mittendrin die Blumenuhr, die mit ihren 6.500 Pflanzen ihr Gesicht je nach Jahreszeit verändert. Nur ihr Sekundenzeiger bleibt immer gleich imposant: Er ist mit 2,50 Metern der größte der Welt. Genf-Besucher bekommen alles von Feinsten. An der Rue de Rhone zum Beispiel. Hier ticken die Uhren präziser und internationale Label beweisen dezenten Chic. Wer es preiswerter mag, bummelt über die Märkte, auf denen Tag für Tag um frisches Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch, Blumen, Bücher und allerlei Trödel gefeilscht wird. Im Schnelldurchlauf können Besucher Genf mit 26 interessanten haltepunkten kennen lernen. Ausgestattet mit Kassettenrekorder, Stadtplan und spannenden Geschichten vom Band - Alles im Touristenbüro erhältlich. Danach gibt es frische Meeresfrüchte oder Seefisch im Restaurant "Bleu Rhone" (Rue de Rhone). Oder italienische Küche satt im neuen Szene-Lokal "Spaghetti Factory" in der Rue de la Fontaine. Nachtschwärmer zieht es hinterher zur Latino Party ins "Café Cuba" am Place de Cirque. Und nicht nur Genf selbst ist eine Reise wert, die Stadt hat eine vorteilhafte geographische Lage: Mailand und Paris sind nur eine Flugstunde entfernt und Rom, Madrid und London sind auch nicht weit. (Jana Henning)
Spartipps
*Wer Genf per pedes entdecken will, kann über Genève Roule gegen 50 CHF Pfand ein Fahrrad kostenlos mieten. Ausleihstationen befinden sich am Bains des Paquis, Place du Rhone und in der Plaine de Plainpalais.

*Mit dem "Erlebnispass", erhältlich im Touristenbüro vor Ort, erhält man für 134 CHF einen eintägigen geführten Ausflug mit Abendessen in einem typischen Genfer Restaurant oder wahlweise während einer Bootstour.
Insidertipp
Genf lohnt sich insbesondere auch für "Weinschmecker", denn Genf blickt auf eine zweitausendjährige Geschichte des Weinbaus! Heute hat Genf die drittgrößte Anbaufläche in der Schweiz und produziert jährlich 13,5 Millionen Liter Wein. Die Königin unter den weißen Trauben ist die Chasselas-Rebe, die erste Geige bei den roten Trauben spielt der Gamay. Wer also genug Zeit im Gepäck hat, sollte unbedingt einen Ausflug in die Rebberge des Umlandes machen. Gerade 15 Kilometer vom quirligen Stadtzentrum entfernt, kann man ins neue europäische Weinmekka eintauchen. Empfehlenswert ist eine Weinprobe in einem der urigen Bauernhöre, wie dem Domaine des Molards der Familie Desbaillet in Russin, die ihre Weine direkt ab Hof verkaufen und auch Weinverkostungen in den frisch restaurierten Kellerräumlichkeiten aus dem 18. Jh. anbieten.
Info-Adressen
Genf Tourismus, Rue du Mont-Blanc 18, Case postale 1602, 1211 Genève 1
www.geneve-tourisme.ch


Zürich

Zürich ist die Region für Freizeit und Vergnügen: Sanfte Hügel, ruhige Wälder, saubere Seen und Flüsse, malerische Dörfer - Das alles einen Steinwurf von den Alpen entfernt. Zürich City liegt am nördlichen Ende des Zürichsees und hat eine wunderschöne, geschichtsträchtige Altstadt, deren Fundament bis in die Römerzeit zurückgeht. In Zürich gibt es eine vielseitige Auswahl an kulturellen Leckerbissen zu entdecken: Die Premieren im Opernhaus genießen europaweite Anerkennung, in der Tonhalle gibt es Weltklassekonzerte mit großartiger Akustik, das Schauspielhaus gilt als Sprechtheater auf höchstem Niveau, in der Maag Music Halle laufen Musicals mit Tiefgang und die vielen Museen locken mit außergewöhnlicher Kunst. Im Shopping-Paradies Zürich gibt es etwas für jedes Portemonnaie: Die Bahnhofstraße ist eine exklusive und renommierte Einkaufsmeile, in der Altstadt versprühen Boutiquen und Antiquitätengeschäfte ganz besonderen Charme, auf der Langstraße gibt es Angebote aus aller Welt zu bescheidenen Preisen und in Zürich West gibt es lokale Labels und trendige Klamotten von Jungdesignern zu bestaunen. Auch das kulinarische Zürich ist Anziehungspunkt für jedermann. Das Angebot der über 1.700 Gastlokale erstreckt sich über eine riesige Auwahl an nationaler und internationaler Küche. Den Nachtschwärmern stehen alle Möglichkeiten offen: Bars und Diskotheken für jeden Musikgeschmack findet man über die ganze Stadt verteilt. Im Niederdorf, Seefeld, "Zürich Nord" und neu im In-Quartier "Zürich West" schießen immer neue Lokalitäten wie Pilze aus dem Boden. (Jana Henning)
Spartipp
Mit der "Zürich Card" kann das öffentliche Verkehrsnetz im Grossraum Zürich während 24 oder 72 Stunden frei genutzt werden: Egal ob mit Bahn, Bus, Tram, Schiff, Seilbahn oder Standseilbahn. Dazu gibt es freien Eintritt in 40 Museen, kostenlose Willkommens-Drinks in 20 Restaurants und 50% Rabatt bei der Teilnahme am geführten Altstadtrundgang.
Veranstaltungstipps
*12.08. - 29.08.2004: Zürcher Theater Spektakel: Ca. 20 Theatergruppen aus aller Herrn Länder geben auf der Landiwiese ihr bestes,
Infos: www.theaterspektakel.ch
*24.09. - 26.09.2004: freestyle.ch: Hier treten international bekannte Skateboarder, BMX-Fahrer und Snowboarder gegeneinander an,
Infos: www.freestyle.ch

Eine komplette Übersicht gibt es unter www.zuerich.com
Info-Adressen
Zürich Tourismus, Im Hauptbahnhof, 8023 Zürich
Tel. +41 1 215 40 00, www.zuerich.com


Ecuador

Quito, Ecuadors Hauptstadt, liegt 2.850 m hoch. Ihre koloniale Altstadt ist eine der architektonisch ansehnlichsten Südamerikas. Die meisten Häuser aus der Kolonialzeit sind weiß getüncht. Für bunte Bilder sorgen zahllose Straßenhändler. Auf der Plaza Santo Domingo sitzen die Schuhputzer, die Kathedrale an der Plaza Independencia ist mit barockem Gold ausgestattet, und vor der gleichfalls verschwenderisch geschmückten Kirche an der Plaza San Francisco breiten Indios ihr Medizinsortiment aus: Wurzeln, Samen, Beeren, diverse Tierpfoten und nicht zuletzt Tukanschnäbel.

Tourtipp: Markt der Colorado-Indios
Auf dem Sonntagsmarkt von Santo Domingo, drei Busstunden westlich von Quito, gibt es für Touristen wenig zu holen. Hier versorgen sich die Bewohner mit Frischfisch und Fleisch, Gemüse und Obst. In Buden dösen Verkäufer hinter Nylon-Hängematten, Sätteln und Zaumzeug, Macheten und Seilerwaren. Doch nach Santo Domingo kommen auch Colorado-Indios, die sich selbst Tsachila nennen. Während sich die meisten der modernen Welt angepasst haben, halten etwa zweihundert von ihnen an einigen Bräuchen und ihrem Aufputz fest. Die Männer schmieren ihren kurz geschnittenen Haarschopf mit ziegelroter Paste ein, so dass die Frisuren Bauarbeiterhelmen gleichen. Manche gehen mit bemaltem Gesicht und nacktem Oberkörper durch die Stadt. So wie ihre meist korpulenten Frauen tragen sie gern kurze und quergestreifte Wickelröcke. Häuptlinge kleben sich weiße Watte wie kleine Nester aufs Haar. (Bert Berkensträter)
Info-Adressen
Botschaft von Ecuador, Kaiser-Friedrich-Str. 90, 10585 Berlin
Tel.: 030-2386217, Email: kanzlei@botschaft-ecuador.org, Internet: www.botschaft-ecuador.org


Peru

Alle Peru-Trips beginnen - oder enden - in Lima und Rucksack-Traveller werden sich erinnern, dass diese Stadt einst als Hort der Taschen- oder Trickdiebe galt. Nichts war vor den Langfingern sicher - sei es der Rucksack, oder am Hotelzimmer abgestellte Schuhe o.Ä. Zwar hat sich seither vieles getan, doch ist es dennoch sehr ratsam, bei Ausflügen nur wenig Geld und Wertsachen mit zu nehmen, wachsam zu bleiben und Kopien von Pass und Tickets dabei zu haben, damit man bei Diebstahl problemlos an neue Dokumente kommt. Nachts meide man schlecht beleuchtete Straßen lieber.

Wer vom Flughafen in Richtung Innenstadt fährt, weiß, woher die Armut kommt - mehr als die Hälfte der acht Millionen Limeños lebt in armseligen Wellblechhütten am Rande der City. Trotzdem sollte man sich die zauberhafte Altstadt mit dem barocken Kloster San Francisco und kolonialen Prachtbauten wie dem Palacio de Torre Tagle ansehen. Sehr sehenswert ist auch das Museo Rafael Larco Herrera, Bolivar 1515, Stadtteil Pueblo Libre. Es besitzt die größte Sammlung präkolumbischer Kunst in Lateinamerika und zeigt u.a. Mumien, wertvolle Textilien und zahllose Gegenstände aus Gold und Silber.

Wer sich hingegen über die altindianischen Kulturen informieren will, sollte sich das Museo de la Nacion, Av. Javier Parado Este 2465, Stadtteil San Borja ansehen. Genießer oder Nachtschwärmern steuern hingegen die Stadtteile Miraflores oder Barranco an (am besten mit dem Taxi!) Snacks und hübsches Ambiente gibt´s im Straßencafé De La Paz, Parque Kennedy, Miraflores. Eine gute Ceviche – in Zitronensaft marinierten rohen Fisch – kredenzt man im Canta Rana, Genova 101, Barranco. Disco-Fans schwärmen in den Szene-Park Larcomar, Malecon Cisneros, Miraflor aus. Gemütliche Peñas (Kneipen) mit Tanz und Musik sind das Songoro Cosongo, Ayacucho 281, Barranco, und El Ekeko, Av. Grau 266, Barranco.

Die Erbschaft der Inkas
Wie riesige Erdhaufen auf einer Baustelle türmen sich die gewaltigen Granitmassen der Cordillera Occidental gleich hinter der Küste auf, garniert mit einem Puderzuckerhäubchen aus ewigem Eis. Keine Frage: In Peru geht´s bisweilen hoch hinaus. Wer Machu Picchu, das Erbe der Inka sehen will, der sollte einen einigermaßen stabilen Kreislauf besitzen. Cusco, die einstige Hauptstadt des mächtigen “Reichs der Sonnenkinder”, liegt immerhin auf über 3300 m, doch kann man sich dort in einigen günstigen Hotels von den Strapazen erholen, etwa im Amaru-Hostal, Cuesta San Blas oder dem Hostal El Arcano, Carmen Alto 288-294. Viele Traveller wollen von Cusco aus den Inka-Trail nach Machu Picchu abwandern - doch Vorsicht: Während der Hochsaison (November bis April) ist auf dem Pfad trotz der Limitierungen der Wander-Permits (gegen 50 Euro Gebühr!) die Hölle los. Da man bis auf 4200 m kommt, sollte man zudem ausreichend akklimatisiert sein. Für organisierte Touren sorgt z.B. die Agentur Ruinas, Calle Ruinas 472, Cusco.

Einfacher geht´s mit dem Touristenzug,
der die 120 Kilometer lange Strecke nach Machu Picchu in drei Stunden bewältigt. Im Zickzackkurs schraubt er sich aus dem Talkessel der einstigen Inka-Metropole (Tickets am Vortag besorgen, Fahrtkosten im Backpacker-Express hin und retour ca. 30 Euro). Bei jedem Halt drängen sich die Souvenirhändler auf den Bahnsteigen, verkaufen Limonade, Obst und Ansichtskarten. Manchmal taucht der Zug in einen Tunnel aus Farnen und riesigen Schachtelhalmen. Neben den Gleisen, im heiligen Tal der Inka, gurgelt der Rio Urubamba, und in der Ferne leuchtet das schnee- und eisbedeckte Zackenband der Kordilleren. Ein Bus bringt die Fahrgäste von der Endstation in 58 Serpentinen hinauf zur Ruinenstadt, wo man ehrfurchtsvoll die perfekt geplanten Bauwerke der Inkas bewundern kann. Nur der Inka-Hochadel durfte einst die Heilige Stätte von Machu Picchu betreten und dort Inti, dem Sonnengott huldigen. Sehenswert sind, neben der kunstvoll gebauten Inka-Feste Sacsayhuaman nahe Cusco, natürlich die gesamte Altstadt mit der Plaza de Armas, einem der schönsten Plätze ganz Lateinamerikas, an dem sich Traveller aus aller Welt, Einheimische und leider auch Taschendiebe treffen. Zahllose Paläste wie z.B. das Erzbischöfliche Palais, Kirchen wie etwa die Jesuitenkirche La Compañia und kleine Museen erfordern zwei bis drei Tage.

Bootstour auf dem Titicacasee
Von Cusco aus wurde ein Gebiet regiert, das von Kolumbien bis Chile reichte, und wie es kam, dass die heute noch geheimnisvolle Stadt zum Mittelpunkt wurde, das berichtet der Schöpfungsmythos: Einst schickte der mächtige Sonnengott seine beiden Kinder Manco Capac und Mamma Ocllo, die Stammeseltern aller Inka, auf die Erde. Sie sollten den Menschen eine Staatsordnung und Kultur bringen und sich dort niederlassen, wo ihr goldener Stab im Erdreich versinkt. Vom Titicacasee führte sie der Weg entlang der heutigen Bahntrasse in ein liebliches Hochtal, wo der Stab plötzlich an einem Hügel im Erdreich verschwand. Genauso unwirklich wie diese Geschichte wirkt der Titicacasee, der höchstgelegene Binnensee der Welt, der 16 mal so groß ist wie der Bodensee. Um vor Angreifern besser geschützt zu sein, bauten die Uro-Ureinwohner ihre Häuser mit Schilf, mitten aufs Wasser - die Nachbauten sind Ziele einer jeden Bootstour. Der Zug von Cusco nach Juliaca/Puno am Titicacasee erschließt das zweite Highlight dieses Landes. Zwölf Stunden benötigen peruanische Züge für die Reise, der neue, teure Orient Express-Luxuszug düst dieselbe Strecke in knapp zehn Stunden ab. Nächtigen kann man in netten Hotels in Puno wie z.B. Pukara Hostal, Jr. Libertad 328. Rings um den See säumen schneebekränzte Berge das Bild, und so ist es kaum zu glauben, dass Regenwald, krächzende Papageien, Treibhaus-Dämpfe und die träge dahin mänandernden Nebenflüsse des Amazonas wie Rio Ucayali oder Rio Napo nur einen Steinwurf weit entfernt liegen. (Wolfgang Veit )
Tourtipps
Abenteuer im Regenwald
In der Selva, dem tropischen Urwaldgürtel im Osten Perus, werden alle jene Wunder-Bilder real, die man einst als Schüler fleißig in seine “Sanella”-Sammelalben geklebt hat: Urzeitliche Indianerstämme? Holzhäuser auf Stelzen? Kaimane oder Piranhas? Flussdelfine? Brandrodung und Zuckerrohr- oder Süßkartoffel-Anbau? Poppigbunte Aras, Jaguare? Wer von Lodges wie Yacumama mit einem Mini-Motorboot ausschwärmt, bekommt jede Minute eine neue Fassette dieser einmaligen tropischen Flusslandschaft zu Gesicht. Derlei - leider nicht billige - Regenwald-Abenteuer mit Lodge-Aufenthalten bucht man am besten bei Spezialveranstaltern wie zum Beispiel Latinobras, www.latinobras.net oder bei Internet-Anbietern wie www.viventura.de.

Rätsel im Norden
Doch auch der Norden hat es in sich. Noch viele ungelöste Rätsel gibt´s in dem Andenland – was einen Trip durch Peru noch reizvoller macht. Beteten die Chimú-Fischer, die einst die sehr sehenswerte Lehmziegelstadt Chan Chan bei Trujillo weit nördlich von Lima bewohnten, einst den Mond an, weil sie ins Mauerwerk der Paläste viele Monde ritzten? Was bedeutet der seltsame Name “Chan Chan” - übersetzt: Sonne, Sonne? Drei Fahrstunden nördlich davon herrscht Hexensabbat. In Chiclayo, auf dem größten Magier-Markt Lateinamerikas, türmen sich Wunder-Amulette, Heilkräuter, Tinkturen und Mixturen, die schon zur Inkazeit Verwendung fanden.

Feste Feiern
Trotz der Christianisierung Perus ist er noch allgegenwärtig, der große Sonnengott – und daneben mischen sich viele andere Bräuche und Gottheiten aus anderen Kulturen. „Fiesta“. Dieses Wort ist der Schlüssel zum peruanischen Lebensgefühl. Wirtschaftskrisen? Inflation? Arbeitslosigkeit? Dagegen hilft ein kleines Dorffest, bei dem Ilamaya erklingen, die alten Hirtenlieder, Wayno, peruanische Pop-Poesie oder wilde Zapateo-Rhythmen. Wer´s größer liebt, besucht im Oktober das Fest zu Ehren des „Herrn der Wunder“ in der Hauptstadt Lima, den wilden afro-peruanischen Straßenkarneval Fiesta Negra in Chincha im Februar oder Inti Raymi, das rauschende Fest des Sonnengottes, das alljährlich am 24. Juni in Cusco steigt, und wer sich dabei wundert, dass auf den Trachten wirklich sämtliche Töne der Farbenskala in Streifen-, Zacken- oder Rautenform zur Schau getragen werden, der bedenke, dass die Inka einst keine Schrift kannten, sondern ihre Botschaften in Stoffmuster kleideten. Gegen sonstige Trübsal hilft aber auch eine kubanische Nacht in der Salsateca, der Salsa-Disko oder auch nur ein Marinera-Tänzchen in der Peña, der kleinen Kneipe um die Ecke – Hauptsache, es gibt Chicha, selbst gebrautes Maisbier, Hauptsache, der Puls darf ein bisschen Achterbahn fahren.
Info-Adressen
Generalkonsulat von Peru, Kaiserstr. 74, 63065 Offenbach
Tel. 069-1330926, Email: postmaster@promperu.gob.pe , Internet: www.peru.org.pe


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